10-08-2004, 15:44
|
#6 (permalink)
|
|
|
Wenn man die seltenen Münzen reinigen will, dann sollte man sich wahrscheinlich auch von der dunklen Patina verabschieden wollen. Mit dieser dunklen Magnesiumhydroxidschicht befinden sich auch die "weißen Ausblühungen" auf der Münzoberfläche. Ich rate von einer Reinigung an der Münze ab, man weiß nie wie nach der Reinigung die Münze aussehen wird.
Was dabei so passieren kann, will ich mit einem Simplen Versuch erklären:
Ein Bleistiftspitzer aus Magnesium (gibt`s im Schreibwarenhandel) wird in NaCl aufgelöst mit Wasser hineingelegt. Nach kurzer Zeit bildet sich die graue Hydroxitschicht auf dem Spitzer, ein paar weiße Ausblühungen sind auch dabei. Jetzt den überzogenen Spitzer in verdünnte Zitronensäure legen; nach heftiger Reaktion hat sich die Hydroxitschicht von dem Spitzer gelöst.
Also ich denke, eine Reinigung ist schon möglich, wahrscheinlich auch mit verdünnter! Zitronensäure, aber wie gesagt, ich würde niemals Litzmannstadt- Münzen reinigen, da auch die schützende Hydroxitschicht entfernt wird.
Früher hat man Münzen in eine Kartoffel gesteckt, vielleicht funktioniert die biologische Methode ja auch bei diesen Münzen. Eine Elektrolyse ist daher bestimmt nützlich. Natrium Bicarbonicum kann auch helfen. Aber wie schon geschildert, ich würde erst den Spitzer für jeden Reinigungsversuch heranziehen.
|
|
|