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Pflege, Reinigung und Aufbewahrung Fragen zu den Themen Pflege, Reinigung und Aufbewahrung werden hier beantwortet

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Alt 28-01-2008, 17:14   #1 (permalink)
 
Münzreinigung

Hallo,

wie würdet Ihr folgende Kupfermünze reinigen?

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Ob die grünen Stellen zwischen der Jahreszahl, den Buchstaben und den Blättern Grünspan oder PVC bedingte Korrosionserscheinungen sind, kann ich leider nicht beurteilen.
Ich möchte eigentlich nicht, dass sich das grüne Zeugs noch weiter durch meine Münze frisst.
Außerdem hat wohl ein "Fachmann" versucht, die Münze mittels Nagellack o. ä. zu konservieren (siehe besonders die Kinnpartie).
Gibt es zur Grünspanentfernung noch eine Alternative zum EDTA?

Besten Dank.
Skinner
Skinner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28-01-2008, 21:52   #2 (permalink)
 
Erstmal muß der Lack ab, also ein Bad in Aceton. Zwei bis drei Stunden sollten reichen.

Dann würde ich zunächst die groben Verschmutzungen in einem Petroleumbad entfernen, das kann Ein - Zwei Tage dauern. Die Patina wird dabei etwas heller, weil Staub und Fett herausgelöst wird.

Danach kurz mit heißem Wasser und Neutralreiniger abspülen und dann nochmal in Ruhe ansehen, ob überhaupt noch etwas Grünes zu entdecken ist.

Falls ja, würde ich es zunächst mit einer Woche in Olivenöl versuchen, bevor ich scharfe Mittel wie EDTA einsetze. Das kann man hinterher immer noch versuchen, wenn die sanften Mittel versagt haben sollten.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29-01-2008, 00:54   #3 (permalink)
 
Hier kannst Du sehen was dich erwartet. Diese Münze hat die oben genannte Prozedur hinter sich. Sie war sehr schmutzig und besaß die übliche dunkelbraune Patina, angereichert mit Staub und Fett. Hier und da war ein grünlicher Schimmer zu sehen.

Du siehst, daß schon mit dem harmlosen Olivenöl abgeriebene Stellen ziemlich blank werden, während an den tieferen und gut erhaltenen Bereichen die Patina sehr schön erhalten bleibt, aber deutlich aufgehellt wird. Dieses Streifenmuster war vorher überhaupt nicht zu sehen.

Durch schärfere Mittel wäre die Münze sicherlich vollständig und unansehlich blank geworden.

Eine Woche nach der Reinigung habe ich sie mit Wachs konserviert.

Gruß
9999
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four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29-01-2008, 21:10   #4 (permalink)
 
Besten Dank für die Tipps. Aber ist Waschbenzin nicht besser geeigent als gereinigtes Petroleum? Immerhin verdunstet das Benzin rückstandsfrei. (Außerdem habe ich z. Z. nur das billige Petroleum für die Gartenlampen zur Hand .)
Skinner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-01-2008, 00:25   #5 (permalink)
 
Das kommt ganz darauf an, wie es nach dem Bad weitergeht. Petroleum benutze ich deshalb gern, weil es stark rückfettend ist. Manchmal ist eine Münze nach dem Bad so schön geworden, daß ich nichts weiter damit machen möchte. Dann lasse ich sie einfach so trocknen und trage höchstens noch etwas Wachs zur konservierung auf. Aber auch ohne Wachs ist sie durch die Ölrückstände ein wenig geschützt.

Waschbenzin dagegen bewirkt eine vollständige Entfettung und hinterläßt keinerlei Schutz nach dem Verdunsten. Die Münze ist dann allen Chemikalien in der Luft und auf den Händen wehrlos ausgeliefert, das wäre mir auf Dauer viel zu riskant.

Es gibt allerdings auch speziell rückfettendes Waschbenzin zu kaufen.

Am besten aber ist es, nach der Reinigung ein schützendes Wachs aufzutragen, das die Münze dauerhaft konserviert.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01-02-2008, 18:35   #6 (permalink)
 
So, ich habe die Münze jetzt für gut 4 Stunden ins Acetonbad gelegt und danach 2 Tage im Petroleumbad (gereinigt) Ruhen lassen. Anschließend kam die Heisswasser-Neutralreiniger-Kur an die Reihe.
Die schlimmsten Verschmutzungen (grüne Stellen) sind nicht mehr vorhanden.
An einigen Stellen (zwischen den Zahlen, Sternen und Buchstaben) sind aber noch ein paar weiße Flecke zu erkennen.
Was kann ich da noch machen? Noch ein paar Tage ab ins Petroleumbad oder gleich die Olivenölkur?
Vielen Dank für die ausführlichen Ratschläge nochmals.

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EDIT: Sehe gerade, dass der dunkle Belag, den ich für eine Lackschicht hielt, partiell immer noch vorhanden ist (besonders an Libertys Kinn und Wangen).
Skinner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01-02-2008, 21:29   #7 (permalink)
 
Ja, sieht doch schon besser aus die Münze. Die Verschmutzungen hatten wohl recht viel Zeit um zu wirken, einige Krater sind ja nun zu beklagen. Deshalb plädiere ich immer dafür so schnell wie möglich zu reinigen und es nicht auf die lange Bank zu schieben.

Die weißen Ablagerungen, ich sehe was Du meinst. Im hinteren A von America besonders deutlich.
Etwas weißes habe ich noch nie auf Kupfermünzen gesehen, das ist eigentlich bei Zink üblich.
Versuch mal herauszufinden welche Legierungsbestandteile außer dem Kupfer noch vorhanden sind.

Vieleicht ist es ja auch nur ein fremder Belag auf der Münze, Farbe, Gips oder ähnliches. Olivenöl wird der Münze nicht schaden, aber ob die weißen Flecken damit verschwinden, kann ich nicht sagen.

Auf jeden Fall ist dabei ein Zahnstocher aus Holz hilfreich, um regelmäßig zu prüfen, ob dieser Belag schon weich wird.

Weiterhin Geduld wünscht
9999

Edit: Vieleicht ist ja auch mal versucht worden die Münze mit einem Poliermittel zu reinigen und die weißen Beläge sind verhärtete Rückstände davon. Es wird dann etwas dauern, bis das wieder aufgeweicht ist. Wie gesagt, ein Zahnstocher ist ein unverzichtbares Werkzeug.

Geändert von four9fine (01-02-2008 um 21:37 Uhr) Grund: Ergänzung
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-02-2008, 14:40   #8 (permalink)
 
Ich habe die Münze jetzt seit gestern im Olivenölbad.
Die weißen Rückstände haben sich schon nach gut einer halben Stunde gelöst (scheinbar waren das wirklich Poliermittelrückstände wie Zahnpasta, Gips o. ä.). Ich lasse die Münze jetzt noch ein paar Tage vorsichtshalber im Kurbad liegen, bevor ich neue Bilder poste.

Wie sieht es mit der Patina aus? Hat jemand Erfahrung mit den idealen Bedingungen für eine Patinaneubildung? Die Luft sollte m. E. möglichst schwefelhaltig sein, oder? Habe leider keinen Misthaufen im Garten, sonst würde ich mal was testen...
Ob Patinierungsmittel das Wahre sind, kann ich leider nicht beurteilen.

Sollte ich die Münze nach der Ölkur nochmals in Aceton vollständig entfetten, oder reicht hier die schon genannte Reinigung in einer Heißwasser-Neutralreiniger Lösung?

Vielen Dank.
Skinner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-02-2008, 09:02   #9 (permalink)
 
Die Münze sieht doch so gut aus. Den Rest macht die Zeit und der Aufbewahrungsort in Deiner Sammlung. Meine Meinung...
Caffee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-02-2008, 10:58   #10 (permalink)
 
Hallo,

hab mir mal den Beitrag durchgelesen und ich finde ihn sehr interessant. Doch leider hab ich kein Petroleum oder Waschbenzin, deshalb hab ich es mal mit Spiritus probiert und ein Versuchsstück (1 Pf 1896) mal einen Tag darin aufbewahrt. Der Dreck hat sich gelöst, auch die Patina ist heller geworden, dass Einzigste was sich nicht gelöst hat ist der Grünspan. Deshalb mal meine Frage, kann sich der Grünspan auch in Spritus auflösen oder braucht man dann Waschbenzin oder ähnliches? Noch eine kleine Frage, hab viele 1 Pfennig Stücke, die leider etwas zu lange in weichmacherhaltigen Schutzhüllen gewesen sind und deshalb irgendwie damit überzogen sind, kann ich das mit Spiritus oder Waschbezin oder mit irgendwas anderem entfernen, ohne das sich der Wert vermindert? Würde mich über eure Antworten freuen. Vielen Dank schon mal.

mfg
Rambo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-02-2008, 11:49   #12 (permalink)
 
Danke für die Antwort, hab den Thread schon mal gelesen, mir ist das mit dem "gelbe Fläschchen" nicht mehr eingefallen, dann muss ich es mal ausprobieren. Hoffe es geht auch mit Kupfer.

mfg
Rambo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-02-2008, 13:05   #13 (permalink)
 
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Die weißen Rückstände haben sich schon nach gut einer halben Stunde gelöst.
Glück muß der Mensch haben.

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Ich lasse die Münze jetzt noch ein paar Tage vorsichtshalber im Kurbad liegen, bevor ich neue Bilder poste.
Wenn sie sauber ist nimm sie raus. Je länger sie im Öl liegt, desto heller wird sie. Bedenke, auch das Öl enthält Säuren.

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Wie sieht es mit der Patina aus? Hat jemand Erfahrung mit den idealen Bedingungen für eine Patinaneubildung? Die Luft sollte m. E. möglichst schwefelhaltig sein, oder? Habe leider keinen Misthaufen im Garten, sonst würde ich mal was testen...
Ob Patinierungsmittel das Wahre sind, kann ich leider nicht beurteilen.
Patina bildet sich bei Kupfer von ganz allein. Da würde ich nicht nachhelfen wollen.

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Sollte ich die Münze nach der Ölkur nochmals in Aceton vollständig entfetten, oder reicht hier die schon genannte Reinigung in einer Heißwasser-Neutralreiniger Lösung?
Wasser mit Neutralreiniger geht am besten. Idealerweise trocknet man anschließend die Münze in reinem Alkohol, damit es keine Wasserflecken beim trocknen gibt.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-02-2008, 13:09   #14 (permalink)
 
@Rambo: Falls Du es doch noch mit gereinigtem (!) Petroleum versuchen möchtest: das bekommst Du, genauso wie das Aceton, für ein paar Euro in der Apotheke.
Skinner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-02-2008, 13:11   #15 (permalink)
 
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Danke für die Antwort, hab den Thread schon mal gelesen, mir ist das mit dem "gelbe Fläschchen" nicht mehr eingefallen, dann muss ich es mal ausprobieren. Hoffe es geht auch mit Kupfer.
Es geht zwar auch mit Kupfer, aber wenn Du eine Kupfermünze in Zitronensäure tauchst, ist nicht nur der Belag vollständig weg, sondern auch die Patina. Das sieht bei älteren Münzen nicht unbedingt gut aus, eher im Gegenteil. Der Begriff "kaputtgetauchte Möhre" fällt mir dabei ein.

Weichmacherbeläge auf Kupfer- oder Messingmünzen entfernt man besser mit Paraffin oder Petroleum, dabei bleibt die Patina vollständig erhalten und wird lediglich etwas heller, weil auch Schmutz und Fett herausgelöst werden.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-02-2008, 13:48   #16 (permalink)
 
Danke euch beiden für die Antwort. Komme heute eh an einer Apotheke vorbei, dann werd ich mir mal ein bisschen Petroleum kaufen.

Du hast recht, was Zitronensäure und Kupfer angeht, wird eher hässlicher als schöner .

mfg
Rambo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-04-2008, 00:16   #17 (permalink)
 
Hier nochmal ein Beispiel, was ein paar Tage Geduld und ein kleiner Schluck Petroleum bewirken können. Wieder schön zu sehen, wie hell die Stellen werden, die durch den Umlauf abgerieben wurden. Nach ein paar Monaten hat sich das dann wieder angeglichen.

Gruß
9999
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four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-04-2008, 08:18   #18 (permalink)
 
Bei Schmutz der in der Schrift oder in anderen Vertiefungen sitzt hat sich bei
mir Heiskleber bewährt den ich auf der Münze erstarren lasse und dann wenn
er kalt ist abziehe. Oder mit einem weichen Radiergummi - aber
VORSICHT da kann man leicht die Patina beschädigen.
Solarquest ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-04-2008, 20:47   #19 (permalink)
 
Hallo Solarquest,
scheint bei Euch die Sonne?
(6 Jahre angemeldet und einen Beitrag)

Mit dem Radiergummi würde ich von den Münzen weg bleiben - Heißkleber geht gerade noch so -

Der einzige richtige Weg ist der von four9999 aufgezeigte - Flüssig Reinigung -
in der Reihenfolge - Wasser und Seife oder Alkohol oder Petroleum
wenn das nicht hilft, dann Zitronensäure oder MDTA oder Tauchbad
nächste Stufe ist verdünnte Salzsäure oder Schwefelsäure - Cilit Bäng geht auch in diese Richtung
danach hilft dann nur noch der Radiergummi in den verschiedenen Härten, hin bis zum alten Schreibmaschinen Radiergummi - notfalls auch feines Schmirgelpapier
Danach folgt nur noch der Mülleimer - zum Hineinwerfen.
diwidat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-04-2008, 21:52   #20 (permalink)
 
Ich habe von einem Kumpel (selbst eifriger Münzsammler) den Tipp bekommen, die Münzen erst in ein Wasserbad mit Kernseife zu legen, danach gut unter fließendem Wasser abspülen und für einen Tag in Spiritus legen. Danach dünn mit Vaseline einreiben (soll konservieren). Hab das auch schon ausprobiert. Aber so der Renner war es nicht. Brauch ich vielleicht ein paar Tage mehr Geduld?
Die Münzen kommen dann in Rähmchen. Gibt es Erfahrungswerte, nach wievielen Jahren die Reinigung wiederholt werden muss?
Kann die Folie in den Rähmchen den Münzen im Laufe der Zeit etwas anhaben? (ähnlich wie bei den Plastikfolien in den Münzalben) Oder sind sämtliche Folien der neuesten Generation jetzt von Weichmachern befreit?
An Zitronensäure trau ich mich irgendwie nicht ran und ist sicher z.B. bei Kupfermünzen nicht sinnvoll??!!
------------------
Gruß
Mitch
Mitch01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-04-2008, 00:45   #21 (permalink)
 
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Ich habe von einem Kumpel (selbst eifriger Münzsammler) den Tipp bekommen, die Münzen erst in ein Wasserbad mit Kernseife zu legen, danach gut unter fließendem Wasser abspülen und für einen Tag in Spiritus legen. Danach dünn mit Vaseline einreiben (soll konservieren).
Es reicht wenn die Münzen nach dem Spülen wenige Minuten im Alkohol liegen, denn dieser dient nur zum Trocknen der Münzen. Alkohol verdrängt das Wasser und verdunstet dann sehr schnell ohne Kalkflecken zu hinterlassen. Deshalb ist es auch besser reinen Alkohol aus der Apotheke zu benutzen anstatt des denaturierten Spiritus.

Vaseline ist vieleicht besser als garkeine Konservierung, bleibt aber eine schmierige Angelegenheit. Besser ist meiner Meinung nach Hartwachs.


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Die Münzen kommen dann in Rähmchen. Gibt es Erfahrungswerte, nach wievielen Jahren die Reinigung wiederholt werden muss?
Wenn es einmal richtig gemacht wurde, nie wieder. Ich trage Hartwachs auf und lagere zusätzlich in Kapseln, deshalb bin ich guten Mutes, daß die Münzen nun so bleiben wie sie sind, nämlich schön und sauber.

Edit: Um das ganz eindeutig zu sagen, ich trage Wachs auf, wenn sich die Münze nicht mehr verändern soll. Also bei Münzen die auch farblich prägefrisch aussehen sollen, sofort nach der Trocknung. Wenn sich aber nach der Reinigung noch stellenweise Patina bilden soll, wie bei den 2 Pfennig weiter oben im Bild, warte ich natürlich mit dem Einwachsen so lange.


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Kann die Folie in den Rähmchen den Münzen im Laufe der Zeit etwas anhaben? (ähnlich wie bei den Plastikfolien in den Münzalben) Oder sind sämtliche Folien der neuesten Generation jetzt von Weichmachern befreit?
In 10 - 20 Jahren wird man das genau wissen. Ich bin grundsätzlich skeptisch was Folien angeht.


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An Zitronensäure trau ich mich irgendwie nicht ran und ist sicher z.B. bei Kupfermünzen nicht sinnvoll??!!
Nein, für Kupfer bringt es nur etwas bei bankfrischen Münzen in Stempelglanz, wenn eine Patina entfernt werden soll und die Münze auch farblich wie frisch geprägt aussehen soll. Umgelaufene Kupfermünzen sehen recht scheußlich aus, wenn man die Patina mit Säure entfernt. Ein paar Tage in Petroleum baden ist für alte Kupfermünzen sehr viel besser.

Zitronensäure ist grundsätzlich nur dann das Mittel der Wahl, wenn Patina entfernt werden soll. Aber das ist eigentlich schon ein Schritt mehr als bloßes Reinigen, denn das geht ja mit einem geringen Substanzverlust einher.
Schmutz und Patina sind 2 sehr unterschiedliche Dinge und man muß bei jeder Münze vorher gut überlegen wo man denn am Ende hin will und dann die einzelnen Schritte festlegen.

Gruß
9999

Geändert von four9fine (09-04-2008 um 00:59 Uhr) Grund: Präzisierung
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-04-2008, 13:57   #22 (permalink)
 
Vielen Dank für die Info!

Wie funktioniert das genau mit der Konservierung mit Hartwachs??

Die Skepsis was Folien angeht, teile ich auch, deswegen ist es mir wichtig auch einmal andere Meinungen einzuholen.
Mitch01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-04-2008, 17:01   #23 (permalink)
 
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Wie funktioniert das genau mit der Konservierung mit Hartwachs??

Ähnlich wie beim Einwachsen von Autolack:

http://www.emuenzen.de/forum/pflege-...mit-wachs.html

Nur muß es für Münzen eben dieses spezielle säurefreie Wachs sein.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-03-2009, 22:07   #24 (permalink)
 
Hallo,

ich hänge mich mal in diesem Thema mit ein, ich habe einige Kupfermünzen mit grünem Belag und Rost, der Rost scheint nur oberflächlich auf der Patina zu liegen (lag vieleicht mal eine Eisenmünze drauf).

Diese "Verunreinigungen" möchte ich schonend Entfernen, von Citronensäure o.ä. halte ich nichts!

Ich habe die Münzen 1 Woche lang in olivenoel gelagert, es ist schon etwas besser, aber nicht in dem Maße, wie ich es mir erholft habe.

Gibt es da noch weitere Möglichkeiten? Oder ist Petrolium die bessere Wahl?

Anbei mal ein Bild:


Danke für eure Hilfe
Gruß Micha
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michassammy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-03-2009, 11:08   #25 (permalink)
 
Das muß nicht unbedingt Rost sein, auch wenn es genau so aussieht. Kupfermünzen enthalten ja meist weitere Legierungsbestandteile wie Zinn und Zink, sind also aus Bronze.

Beläge die wie Rost aussehen findet man recht häufig auf diesen Münzen und es sind tatsächlich Korrosionsprodukte der Legierungsbestandteile. Eine vollständige Entfernung ist mir noch nie gelungen, wie denn auch. Man müßte ja einen Teil der Oberfläche abtragen.

Etwas anderes sind die grünen Flecken, die kann man vollständig entfernen.

Ein Bad in Petroleum kann auf keinen Fall schaden, deshalb würde ich das unbedingt empfehlen. 1 - 2 Wochen würde ich es erstmal versuchen.

Danach mit Neutralreiniger abwaschen und mit feinkörnigem Natron versuchen die gelockerten Beläge zu lösen.

Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
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