Ein regnerischer Tag, der Veranstaltungsort klang vielversprechend. Anreise zur Schleyerhalle war problemlos, Parkmöglichkeiten gut ausgeschildert.
Hier der Blick vom Parkplatz auf die Halle, da passt was rein
Ich wollte die Straße zuerst über Fußgängerbrücke überqueren um zum Eingang der Halle zu gelangen, bemerkte jedoch recht bald eine kleine Menschenansammlung linkerhand auf der anderen Straßenseite. Sollte das etwa der Eingang zur Schleyerhalle sein?
Tatsächlich, der Eingang zur Veranstaltung erfolgt über einen Notausgang.
Nach dem Lösen der Eintrittskarte bot sich folgender Blick, ca. 11:00 Uhr
Offensichtlich war für die Veranstaltung ein Teil der Schleyerhalle mit großen Stoffbahnen und provisorischen Trennwänden vom Rest der Halle abgetrennt worden, oder war das irgend ein Anbau der Halle? Egal, vom Eingangsbereich aus, welche im hintersten Bereich eine "Gastronomie und Garderobe" beherbergte, konnte man jeweils links und rechts in weitere "Hallenabschnitte" gelangen.

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Es war meist recht voll und ich hatte zum Teil Probleme überhaupt einen Blick auf die feilgebotenen Waren werfen zu können. Zum Glück lockerte sich der Andrang später auch auf, was ja auch kein Wunder war.
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Auf meiner zunächst erfolglosen Suche nach "early US-Halfcommems" bekam ich von einem Mitarbeiter der BW-Bank einen vielversprechenden Tipp: "Da hinten, der S*****, der hat alle, sie kennen doch S*****, oder?" "Äh, nein" war meine Antwort, worauf ich ich einen "Schonwiedersoeinblöderanfängerdernichtmaldierenomi ertenhändlerkollegenkennt-Blick" erntete.
Sollte ich tatsächlich hier fündig werden? Schnell wurde mir klar warum ich noch nie von S***** gehört hatte. Ich hatte ihn schlichtweg ignoriert, bin immer an seinem Stand vorbeigegangen, genau wie an dem Stand von M****.
Also, das wars dann.

Preisaufkleber auf den überwiegend "blitzblanken" Münzen.
Ich hege die Befürchtung, dass der überwiegende Teil der Sammler schöne silbern glänzende Münzen bevorzugt. Denn so stellte sich das Angebot dar, bis auf wenige Ausnahmen frisch glänzendes, getauchtes Material.
Liebe Münzhändler, wenn ihr kein weichmacherhaltiges Material zur Lagerung verwenden würdet und die Preisschildchen nicht direkt auf die Münzen kleben würdet, dann müsste man die Münzen nicht so oft tauchen.
Nach meiner Einschätzung würden ungefähr 80 - 90% der Halbdollars auf dem Bild oben beim Versuch einer Zertifizierung durch eine der beiden großen US-Grading-Companies als "bodybags" (Möhren/Belegstücke/nicht zertifizierbar/whatever) zurückkommen.
Was es sonst noch zu Sehen gab:
Als ich kurz mal an die frische Luft wollte hastete an gewisser Herr Hammerhai durch den Eingang an mir vorbei. Gleich an einem der ersten Stände rechts hielt er kurz an, riss seinen Trolli auf und übergab dem Standinhaber einen Stapel irgendwelcher Pappen/KMS.
Man, der war so schnell ich ich habe das Foto des davoneilenden natürlich total verwackelt. Nichtsdestotrotz, am branchenüblichen eiligen Gang, dem hinterhergezogen Kofferund der Jacke, auch von hinten, zweifelsfrei zu erkennen.
Es muss so gegen Mittag gewesen sein, als ich dann ganz zufällig auf die Gruppe der Herren asmith, hammerhai, jeggy und wolle gestoßen bin.
Gemeinsam ging es dann zum Gastronomiebereich wo wir nach einiger Zeit Schlangestehen erfuhren, dass die Saitenwürschlte gerade aus sind, bzw noch nicht warm genug.
Meine scherzhafte Frage, ob wir uns dann nochmal hinten anstellen sollten, wurde tatsächlich mit "Ja" beantwortet.
Natürlich haben wir das nicht getan, sondern sind um unserer Forderung nach warmen Saitenwürschtele mehr Nachdruck zu verleihen, einfach nicht gewichen, bis wir endlich die lauwarme Kost empfangen durften.
An dieser Stelle noch mal ein großes Anliegen an die Veranstalter:
Sie sind sich doch bewusst, dass es nirgendwo auf der Veranstaltung auch nur eine einzige Sitz- oder Ruhemöglichkeit für die Besucher gab, nicht einmal im Gastronomiebereich! Eine Kloschüssel, die es vielleicht irgendwo gab, lasse ich nicht gelten!
Das Essen musste also im Stehen eingenommen werden. Und wer ein bisschen Ahnung hat, der weiß, dass die meisten Münzsammler schon ältere Herrschaften sind. Ich persönlich hatte eigentlich schon nach 1 Stunde die Schnauze voll, wie lange sollen die Älteren Herrschaften denn ohne Verschnaufpause von einem Stand zum nächsten laufen? Wer nicht mehr kann, der geht eben und kauft nichts.
Aber zurück zu etwas Lustigem.
Beim "Mittagessen" hat ja Herr Hammerhai auch mal seinen Koffer geöffnet und es gelang mir einen Blick auf das "Herausquellende" zu erhaschen. Es war nichts für mich dabei, aber ich erfuhr so nebenbei, dass er wohl zur Klientel der "Kofferhändler" gehört.
Ja, früher hatte man noch einen "Bauchladen", heute ist es der Trolli.
Aber stimmt, da gab es einige auf der Veranstaltung, man schaue sich nur das nächste Bild an:
Demnach müsste dann der Herr auf dem nächsten Bild zur Gilde der "Kartonhändler" gehören
Spass beiseite, diese Messe war die Schlimmste ihrer Art, die ich bisher erleben durfte. Es kam einfach keine (Kauf)Stimmung auf, ich habe nach ungefähr 3 Stunden zum ersten Mal die Lupe ausgepackt um ein Stück bei meinem Stammhändler anzuschauen.
Die geplante Schnellauktion von Meister&Sonntag fand nicht am vorgesehenen Ort statt, die Herren hatten wohl die Schnauze voll von der Location und die Auktion kurzerhand woanders hinverlegt.
Bei einem Gespräch zwischen Händlern konnte ich mitbekommen, dass die nächste Veranstaltung in der Liederhalle stattfinden soll, meine Herren Veranstalter, es gibt gehörigen Verbesserungsbedarf!
Mein Urteil: Mangelhaft