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Der Goldpreis steigt u.steigt

Dieses Thema im Forum "Edelmetalle" wurde erstellt von Goldnase, 6. Januar 2003.

  1. stroop

    stroop

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    Ich weiss, was du mit pastoralem Gequatsche meinst, normalerweise schätze ich Prof. Leschs Meinung sehr. Hier muss man wahrscheinlich davon ausgehen, dass dies eine Mischung aus ZDF-Programminhalten und seiner persönlichen Meinung ist. Erstens kann man wohl davon ausgehen, dass das "Staatsfernsehen" nicht verbreiten möchte, dass man mal schnell in Gold gehen soll, weil der € und $ aufm absteigenden Ast sind. Zweitens ist Prof. Lesch eben ein recht visionärer, progressiv und positiv denkender Mensch, dem glaube ich, wie man gesehen hat, die menschlichen Züge der Gier und des Macht- und Reichtumsstrebens vollends abgehen, sodass er mit Gold, auch als Wertanlage, nicht viel anfangen kann, sondern gern ein fortschrittliches, gerechtes und höchst gebildetes Utopia einer aufgeklärten und nachhaltigen Menschheit sehen würde. Die anderen Folgen bzw. Serien mit ihm gehen da in eine gleiche Richtung. Da bin ich als überzeugter pessimistischer Realist eben auch nicht immer gleicher Meinung. Das mit dem Gold nicht essen können ist natürlich am Ende nochmal tendenziöser Unsinn, wenn man vorher erzählt, dass eine Unze Gold ca. 350 Laibe Brot "wert" ist.
    Inhaltlich fand ich aber die Doku ganz interessant - und im Gegenteil, eigentlich hat sie eher dazu geführt, dass ich mehr haben will :p Den Lauf der Welt und die Umweltzerstörung halte ich halt nicht dadurch auf, dass ich keins kaufe, da wäre eher die Regierung der entspr. Länder gefragt.
     
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  2. mesodor39

    mesodor39

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    Sehe ich sehr ähnlich. Die Geschichte hat stets gezeigt, dass die allermeisten Leute mit Utopien und zu starken Zukunftsoptimismus in oder nach Zeiten des Umbruches, viel Geld verloren haben. Ein Beispiel für den Verlust nach Zeiten des Umbruches: (1) Neuer Markt; ein Beispiel für Verluste während eines Umbruches: (2) Hyperinflation 1921-23. Die Utopisten erkennen zwei Dinge nicht: (1) wenn eine scheinbar positive Entwicklung bricht und (2) wenn sich eine katastrophale Entwicklung anbahnt.

    Das war immer so und wird auch immer so sein. Man könnte es auch so formulieren: der überwiegende Mehrheit aller Utopisten (mehrheitlich Spinner) ist genau deswegen arm.

    Zur Moral- und Gewissensmasche:
    Die Produktion und der Verkauf von Waffen verschlingt und vernichtet weitaus mehr Ressourcen, als der Goldbergbau. Dies gilt sowohl für die Rohstoffgewinnung, die Produktion, als auch deren Gebrauch / und bestenfalls deren Vernichtung nach Überalterung. Da hört man keinen dieser "Gewissensmacher" aufschreien, da haben sie (die Banken und die, die damit zusammenhängen und von denen gesponsert werden) direkt oder indirekt (über Zuwendungen) alle schön ihre Finger drinnen und schweigen.
    Dasselbe gilt für einige Banken übrigens für den Drogenhandel.....
    Und für alle Banken über die direkte bzw. indirekte Kreditgewährung an totalitäre Staaten.....
    Auch hier schweigen sie alle brav.

    Auch auf einen Umstand möchte ich kurz hinweisen:
    Edelmetallkäufe lösen das Problem der Schuldenwirtschaft nicht, sie verlagern es lediglich. Gehen alle Banken und Staaten "´hoch", werden dann ganz einfach andere Geldbesitzer "getroffen"... aber: irgendjemand trifft es immer.... weswegen mir das ganze Moral- und Gewissensgejammer noch einen Tacken verderblicher vorkommt, weil ich denen, die jammern einfach unterstelle, dass sie mindestens genau so klug sind, wie die Goldkäufer, und daher lediglich anderen ein schlechtes Gewissen machen, damit sie oder deren Hintermänner selbst länger und mehr preisgünstig kaufen und somit das Problem noch besser von sich selbst weg verlagern können.....
     
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