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Dukaten aus Venedig und Westfriesland

Dieses Thema im Forum "Goldmünzen" wurde erstellt von Alexostylo, 7. August 2017.

  1. Alexostylo

    Alexostylo

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    Hallo alle miteinander,
    ich hatte letztens die Möglichkeit etwas weiter in der Zeit zurück zu gehen, als das mit Doppelkronen normalerweise der Fall ist. Leider habe ich (noch) keine Fachliteratur zum Thema neuzeitliche Dukaten, auch wenn die bisherige Internetrecherche gezeigt hat, dass diese beiden ,,Dauerbrenner'' des neuzeitlichen Zahlungsverkehrs ein ganz interessantes und auch variantenreiches Sammelgebiet sein können.
    Der Vergleich mit Auktionsware/aktuellen Händlerangeboten hat mir gezeigt, dass beide Stücke besser in Schuss sind als das Gros der vergleichbaren Münzen, aber ich möchte sie dennoch Leuten zeigen, die sich schon intensiver mit dem Thema beschäftigt haben:
    Bei der ersten Münze handelt es sich um einen Zecchino, der wohl zwischen 1559 und 1568 unter Gerolamo Prioli in Vendig geprägt wurde. Das Stück wiegt 3,485g und hat Avers möglicherweise ganz leicht Bereibungsspuren???. Sie verlaufen komplett parallel in Teilen des Feldes und ich habe es nicht geschafft sie einzufangen. Revers findet sich ein recht gut erhaltener Heiland, weswegen mir diese Münze auch besser gefällt :).
    Das zweite Stück ist ein in Westfriesland geprägter Dukat aus 1635 mit einem Gewicht von 3,455g. Er ist sehr dünn ausgewalzt und besteht aus fast reinem Gold. Kann es sein, dass die Münze mal geknickt war und anschließend wieder grade gebogen wurde? Man erkennt ja beidseitig so einen kreuzartigen Schattenwurf. Oder gibt es dafür eine andere Erklärung?
    Der Italiener wurde als vz+ ohne Zusätze verkauft, der Holländer als vz. Würdet ihr mit diesen Erhaltungen konform gehen oder lieber die Finger von den Stücken lassen/sie zurück geben? Ich werde vermutlich nicht tiefer in das Thema einsteigen, bin aber immer an ,,sinnvoller'' Streuung meiner Sammlung interessiert. Vielen Dank für eure Antworten! :)
     

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  2. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Hübsche Münzen. Die Wellen auf dem holländischen Dukaten lassen sich in der Tat dadurch erklären, dass das Stück mal leicht gebogen wurde. Die Biegeprobe war ein Echtheitstest, um die Legierung zu testen. Sprödere Materialien wären dabei möglicherweise gebrochen. Ansonsten kann ich mich zu diesen Münzen mangels Wissen nicht äussern
     
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