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Echtheits- und Erhaltungseinschätzung Reichsmünzen

Dieses Thema im Forum "Deutschland von 1871 bis 1948" wurde erstellt von AM1978, 21. März 2013.

  1. Alexostylo

    Alexostylo

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    Vielen Dank @Bergfreund und @Hsv1896

    Ich habe zwar wenig Ahnung von der Materie, teile aber dein Unbehagen. Ich würde die Finger davon lassen. Egal ob echt oder falsch, so recht gefallen tut mir die Eiche nicht. Ich glaube das Geld wäre in einem Typ mit anderem Buchstaben, aber dafür in einer Erhaltung die Freude macht besser angelegt.

    Gibt es noch weitere Meinungen zu dem Albert/Ideen ob die Prüfspur wirklich eine solche ist?
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2017
  2. kikasalami

    kikasalami

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    Diesen Albert würde ich sofort kaufen! Das fehlende Gewicht kann ich auf den Prüfabrieb schieben und liegt natürlich, wie Du schon sagtest, im Toleranzbereich.

    Also: Her damit!
     
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  3. Alexostylo

    Alexostylo

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    Das letzte mal als hier im Forum jemand eine Goldmünze verkaufen wollte wurde das Thema geschlossen:
    Goldmünzen verkaufen ?
    Da ich dieses hier aber am liebsten mag lassen wir das besser! ;)

    Ich habe auch nicht gesagt, dass er schlecht ist. Ich möchte nur wissen, ob irgendwer darauf kommt als was er verkauft wurde/ob jemand den Zustand hier so einschätzt wie der Händler.

    Die 7,94 Gramm sind eher eine allgemeine Beobachtung zu dem Typ. Mich würde es interessieren ob irgendjemand ein wirklich gut erhaltenes Exemplar hat, was die vollen 7,96 Gramm auf die Waage bringt. Ich habe schon länger den Eindruck, dass Hamburg, Berlin und München was Gewicht und Prägequalität anbelangt beim Gold exakter gearbeitet haben als die anderen Münzstädten.
     
  4. kikasalami

    kikasalami

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    Mein Albert leidet auch an Untergewicht: 7,94 Gramm
    Alle Anderen liegen bei 7,95 bis 7,96 Gramm
     
  5. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Nochmal der Genauigkeit wegen :
    Ein frischgeprägtes Zwanzigmarkstück durfte sich zwischen 7,9450418 und 7,9848666 g mit einem angestrebten Gewicht von 7,9649542 g bewegen. ( Passiergewicht 7,9251294 g , wobei, so Hammerich bereits Stücke die weniger als 7,93 g wogen angehalten wurden ).
    Ich habe meine Sachsen mal durchgewogen ; sie legen alle zwischen 7,96 - 7,98 g. Mein 1894er wiegt 7,97 g und hat die Erhaltung vz- st. Die Erhaltung ansonsten ist vz- st oder besser. Natürlich müssen wir unsere Messreihen mit Vorsicht betrachten, da wir mit drei unterschiedlichen Waagen bei unterschiedlichen Bedingungen arbeiten, meine Stücke lassen aber nicht den Schluss zu, Dresden/Muldenhütten hätte grundsätzlich leichtere Schrötlinge hergestellt, als dies anderswo der Fall war.

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch mal auf Fauls Artikel zum Gewicht von Reichsgoldmünzen verweisen, der hier im Forum mehrfach verlinkt ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2017
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  6. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Prägefrisch mit Randdelle vom Runterfallen oder von der Qualitätskontrolle. Prüfspur klingt aber im Verkauf besser.
     
  7. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Interessante These. Betrug in Münzanstalten ist vermutlich so alt wie die Münze selbst. Im 19. Jahrhundert zeichnen sich Spanien und Frankreich durch in den Prägeanstalten in betrügerischer Absicht hergestellte Platinfälschungen aus. Aus Deutschland sind mir keine vergleicgbaren Geschichten bekannt.
    Ich stelle es mir auch sehr schwierig , so eine, nennen wir es mal Manipulation des Regelwerkes , unbemerkt über längere Zeit durchzuziehen, da zu viele Personen darin verwickelt gewesen wären. Mindestens einer hätte irgendwann mal geplaudert. Ich könnte mir vorstellen, dass die Presse davon Wind bekommen hätte, in den zeitgenössischen Publikationen , die ich eingesehen habe,finden sich aber keine Hinweise auf so eine Praxis.
     
  8. Alexostylo

    Alexostylo

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    Vielen Dank für deinen Einsatz! :respekt:Meine Aussage ist auch nur die Interpretation meiner eigenen Ergebnisse. Da die Waage bei Preußen, Bayern und Hamburgern ab vz immer 7,96 bis 7,97 Gramm anzeigt stimmt ihre Kalibrierung. Ich habe folgendes gewogen: 1872 (ss-vz aufgrund kleiner Kratzer) 7,95g, vz+ mit verbeultem Rand 7,955g, 1873 gutes vz 7,935g, 1894 in vz(-) 7,95g, dieser Geselle 7,94g und 1905 in vz+ mit 7,95g.
    Ich hatte nur das Gefühl, dass Sachsen und Darmstädter Hessen bei gleicher Erhaltung einen Tick leichter sind als die Münzen der oben genannten Anstalten. Sofern deine Waage richtig kalibriert ist entkräftest du mit deinen Granaten natürlich meine Beobachtungen, weil meine Versuchsreihe doch recht klein ist. Hast du denn bei den anderen Ländern auch Doppelkronen die 7,99 oder 8g wiegen? Das wäre dann ein Hinweis auf eine zu großzügige Waage.


    Dass überzählige Münzen unterschlagen wurden ist natürlich das Horrorszenario. Wenn aber einfach ein paar 20er mehr abgeliefert wurden als theoretisch möglich war, dabei jedoch kein Stück unter 7,945g wog hätte das sicher keinen gestört. Vielleicht bietet ein angestrebtes Gewicht von 7,955g ja ein besseres Verhältnis von Ronden die nicht justiert werden müssen zu Ronden die genau im Toleranzbereich liegen an. Das ist aber natürlich nur reine Spekulation. Vielleicht bekommen wir ja noch mehr Leute dazu ihre Schätze auf die Goldwaage zu legen ;-)

    Findest du den Randfehler sehr störend? Ich glaube der eine oder andere Verkäufer hätte ihn gänzlich verschwiegen. Das Stück wurde übrigens zusammen mit zwei angeblichen vz Exemplaren eingestellt. Die Erhaltungsangabe lag zwischen euren Meinungen: vz-prägefrisch. Da dieser Typ gefühlt recht selten in vz vorkommt und der Kaufpreis noch nicht mit einer 4 begonnen hat kann ich glaube ich mit dem Zugang sehr zufrieden sein. Falls irgendwann doch nochmal völlig unverhofft ein Stück in vz-st zu einem annehmbaren Preis auftauchen sollte bekäme ich das hier sicher ohne große Probleme auch wieder los.:)
     
  9. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Nein, Dopplkronen, bei denen die Waage 7,99 oder 8 g anzeigte habe ich - zum Glück- nicht. Ich habe mit einer neuen Leuchtturm- Taschenwaage gewogen, also nicht unter Laborbedingungen. Ich werde bei Gelegenheit mal ein paar Preussen wiegen.

    Zur Frage, ob man tendenziell leichtere Schrötlinge hergestellt haben kann, um die aufwendige Justierarbeit in Grenzen zu halten, habe ich noch nie etwas gelesen. Justiert wurde im Akord, wobei ohnehin jedes einzelne Stück in die Hand genommen wurde.
    Auch zur Frage,ob die Aufträge in runden Summen in Mark oder als Auftrag per Kilo erteilt wurden, habe ich nie etwas gehört. Die Auflagenzahlen lassen Letzteres in den meissten Fällen als wahrscheinlich gelten.
     
  10. Mahoni

    Mahoni

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    Guten Abend,

    ich möchte euch noch einen meiner letzen Neuzugänge vorstellen und würde mich freuen über eure fachkundigen Meinungen/Bewertungen.

    25 Pfennig 1909 E (J.18)
    Auflage: 250.000
     

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