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Eingebauter Fehler auf Taler / Preußen

Dieses Thema im Forum "Altdeutschland" wurde erstellt von Srolly, 19. April 2017.

  1. Srolly

    Srolly

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    Ich habe mit einem Arbeitskollegen eine Unterhaltung über Fehlprägungen und versteckte Botschaften auf Münzen gehabt .
    Dabei habe ich ihm über die verdörten Äste in der Eiche vom 5 Reichsmark J 331 & die in unterschiedliche Richtung wehenden Flaggen auf dem 10-Gulden-Stück Danzig 1935 J.D20 erzählt.
    Desweiteren sprachen wir auch noch über einen preußischen Taler, wo als Inschrift nicht "EIN REICHSTHALER" sondern " EIN REICH STHAL ER" (bzw. Ein Reich stahl er) drauf steht.
    Ich bin mir ziemlich sicher, das es ein Preuße war, soweit ich es noch in Erinnerung habe, mit dem Adler auf der Kanone und Flaggen, welcher bis 1822 geprägt wurde.Aber von wann der Fehlgeprägte war, das weiß ich leider nicht mehr.
    Wer kann mir da weiterhelfen !?

    Viel Grüße
    srolly
     
  2. FooFighter

    FooFighter

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    Habe gerade einmal im AKS und im Kahnt nachgeschaut. Die Münze mit dem Adler auf der Kanone und Flaggen kann es nicht sein, da dort nur EIN THALER und nicht EIN REICHSTHALER drauf steht. Der REICHSTHALER wurde von 1809 bis 1816 mit Mmz. A in Berlin sowie 1812, 1813, 1815 und 1816 mit Mmz. B in Breslau geprägt. Hier existieren zwar eine ganze Menge an Fehlprägungen, jedoch keine wie von dir beschrieben. Es gibt lediglich den Buchstabendreher REICHSTHAELR von 1810. Die anderen Fehler beziehen sich meist auf die Umschrift VIERZEHN EINE FEINE MARK. Hier gibt es z.B. VIERZEH. Vielleicht hast du das ja als "versteckte Botschaft" gemeint. Könnte ja eine Anspielung auf jemanden sein, dem eine Zehe fehlt. ;)
     
    Alexostylo, B555andi und Srolly gefällt das.
  3. reining

    reining

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    Unter dem Alten Fritz und dem Dicken Lüderjahn stand Reichstaler auf den Kanonentalern
     
  4. Srolly

    Srolly

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    Der mit den "vier Zehen" ist auch nicht von schlechten Eltern. Kannte ich bis jetzt noch nicht. Und den meinte ich auch nicht. Wenn ich ja wüsste, von welchem Herrscher e war, dan könnte man ja den Bereich eingrenzen. Aber, ist leider nicht. Da muß ich mal meine Bibliothek und/oder das I-Net durchforsten und hoffen, das ich mal eine Information finde.
    Ich hab mal mit meinem Zeichenprogramm so ein bisschen gespielt. Und das Bild ist dabei rausgekommen ;-) So, in etwa sah das gute Teil aus. ein_reich_stahl_er.jpg
     
  5. Medaillenfreund

    Medaillenfreund

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    Es handelt sich bei der erwähnten Münze um einen Reichstaler Friedrichs des Grossen mit Greisenantlitz !
    Eine " Spielerei " der Münzbeamten.
    In der Umschrift steht anstatt EIN REICHSTALER tatsächlich EIN REICH STAHL ER !
    Diese Münze wurde in einer grossen Preussen Sammlung Mitte des 19. Jahrhunderts angeboten und versteigert !
    Es gibt von diesem Typ des Jahres 1781 B noch eine ähnliche " Spielerei ", den sogenannten Hoym Taler !
    Dort steht in der Umschrift anstatt EIN REICHSTALER dann DEN 20 AUGUST.
    Der preussische Minister Hoym hatte nämlich am 20 August Geburtstag und damit wollte man ihm eine Freude machen.
    Dieser sogenannte Hoym Taler ist in mehreren Exemplaren geprägt und ist auch immer mal wieder in grossen Sammlungen vorgekommen.
    Er existiert auch als Goldabschlag, siehe Frankfurter Münzhandlung Auktion Nr. 131 u.a.
     
  6. Srolly

    Srolly

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    Aha, Friedrich der Große ! Da hat man ja schon mal einen Bereich, wo man es eingrenzen kann. Laut deiner Erklärung, Medaillenfreund, scheint es sich um ein Einzelstück zu handeln !
    Der Hoym-Taler ist mir bekannt. Hab den mal vor einigen Jahren in einem Auktionskatalog gesehen. *D*A*N*K*E*. Jetzt kann ich das Rätsel für meinen Arbeitskollegen doch noch lüften :)
     
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  7. purzelchen

    purzelchen

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    Müssten nicht H und A vertauscht sein ?
     
  8. Medaillenfreund

    Medaillenfreund

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    Meines Wissens handelt es sich bei dem Stück mit der Umschrift EIN REICH STAHL ER um ein Einzelstück !
    Mir ist wenigstens in den Auktionen der letzten 150 Jahre kein zweites Exemplar begegnet, im Gegensatz zum Hoym Taler.
    Wer sich übrigens für die näheren Umstände um die Geschichte der Hoym Münzen interessiert, der findet eine hochinteressante Abhandlung darüber in Emil Bahrfelds Brandenburg Preussische Münstudien.
    Ist meines Wissens als Nachdruck mit etwas Geduld für ein paar Euro erhältlich !
     
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  9. Srolly

    Srolly

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    Anscheinend ja, aber ich wuste es bis zu dem Zeitpunkt , wo ich das Bild angefertigt habe , noch nicht. Hatte es noch vage in Erinnerung. Hab das letzte mal von dem Stück etwas vor geschätzten 25 Jahren gehört !
     

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