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Friedrich D'or , Kronen

Dieses Thema im Forum "Altdeutschland" wurde erstellt von Hsv1896, 2. September 2017.

  1. Hsv1896

    Hsv1896

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    Liebe Mitglieder,

    ich möchte mich auf dem oben genannten Gebiet mit einigen Münzen selbst beschenken.
    Habt Ihr Erfahrungen, wo man am besten kauft oder die beste Auswahl hat?

    Ganz besonders interessieren mich neben sämtlichen Friedrich D'ors auch (halbe) Kronen von Friedrich Wilhelm IV und Wilhelm I.

    Sofern es das Thema schon gibt - sorry.
     
  2. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Saalauktionen, Künker, Grün, etc.
     
  3. Hsv1896

    Hsv1896

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    welche literatur gibt es denn zu diesem gebiet (evtl. vergleichbar mit dem jäger beim KR)?
     
  4. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Das Buch "Die Münzen des Königreichs Preußen von 1786 bis 1873" von Manfred Olding wäre evtl. zu empfehlen. Ich selbst besitze das Buch aber nicht und kann deshalb keine persönliche Einschätzung geben.
    Weiterhin hat er auch ein Buch über die preußischen Münzen von 1740 bis 1786 mit dem Titel "Die Münzen Friedrichs des Großen" geschrieben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2017
  5. reining

    reining

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    Den Jäger für Preußen
     

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  6. Hsv1896

    Hsv1896

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    über oldings bücher habe ich gehört, scheinen die standard-nachschlagewerke für dieses gebiet zu sein.
    vermutlich werde ich mir alle drei mal bei gelegenheit zulegen.

    vom jaeger gibt es ja wohl leider keine aktuelle auflage mehr im handel.
     
  7. mesodor39

    mesodor39

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    Je nachdem in welcher Preislage / Erhaltung man kaufen möchte, empfehle ich unbedingt die
    persönliche Inaugenscheinnahme der Münzen bei einer Auktionsgut-Besichtigung. Entweder am
    Tag der Auktion oder (besser noch) vorher und in aller Ruhe.

    Ganz genau hinschauen. Stichworte: Prägedetails, Oberflächen der Felder und geschützter
    Bereiche zwischen den Buchstaben. Ein Gefühl für original belassene oder durch Reinigung
    veränderte Strukturen bekommen, ein Gefühl für echte, gewachsene Goldpatina und Reste von
    Anhaftungen bekommen....

    Alle Ränder ganz genau betrachten. Solche Münzen, bei denen Feil- Polier- oder Henkelspuren
    vermerkt sind unbedingt ansehen. Gute (aussagefähige) Fotos aus Online-Katalogen archivieren
    und bei selbst gesehenen Münzen ggf. auch kommentieren (was sichtbar ist, was nicht und was ggf.
    anders wirkt, als auf den Fotos)....

    Beobachten. Auch Auktionen. Stimmungen, Kauf- und Gebotsverhalten von Händlern beobachten.
     
    Kronerogøre, Kempelen und Leitwolf gefällt das.
  8. Hsv1896

    Hsv1896

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    danke dir.

    mir ist aber auch schon mehrfach aufgefallen, dass diese doch mittlerweile sehr alten exemplare
    beinahe unmöglich in top zustand zu bekommen sind.

    ab vz sind die preise bereits relativ hoch (es ist alles relativ, sonst hätte ich wohl astronomisch gesagt...).
     
  9. mesodor39

    mesodor39

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    Leider ist das mit den teilweise sehr hohen Preisen so. An Preisen kann man nichts ändern,
    lediglich zu teuren Fehlkäufen kann man durch Marktkenntnis und Beobachtung vorbeugen.

    Münzen sind ein Luxusgut. Dennoch gilt für Münzen genau das, was auch für schlechtes oder
    gar verdorbenes Essen gilt: die teuerste Münze ist eine schlechte Münze.

    Insofern gibt es für den Sammler, der sich so ein Stück zulegen will nur eines: Schadensvermeidung
    und ggf. -begrenzung.

    Den größten Schaden, eine verdorbene oder manipulierte /reparierte Henkelspur, gestopftes Loch,
    Beschädigungen der Münzhaut durch Reinigung mittels Säuren und/oder Ultraschall,
    kann man durch Beobachtung, Aneignung von Wissen und Diszilpin und Kompromisslosigkeit
    (Kaufzurückhaltung) vermeiden. Denn: solche Dinge mindern die Freude an der Münze.

    Wenn der Preis / Wert bzw. Werterhalt eine wichtige Rolle spielt, kommt Schadensbegrenzung ins Spiel -
    ich mache das folgendermaßen:

    Da ich eine sehr lange "Wunschliste" habe, schon immer qualitätsbewusst war, mittlerweile auch noch
    sehr auch preisbewusst bin, warte ich, bis etwas von dem auf meiner Liste sehr, sehr preiswert wird.

    Da sich Sammelgebiete völlig unterschiedlich entwickeln, kommt dieser Fall immer mal wieder vor.
    Dann kaufe ich, wenn Preis und Qualität nach meinem Dafürhalten stimmen könnten.

    Ein aktuelles Beispiel ist ein dezentrierter Silberadler. Solche ein Stück, noch dazu bezahlbar und ohne
    strake Kratzer / Dellen zu finden, ist nicht einfach. Stand etwa 20 Jahre auf meiner Wunschliste.
    Ich hatte mal so etwas bei der Auflösung der Haussammlung der Hypovereinsbank gesehen, allerdings mit
    starken Schäden vom Auswurf aus dem Automaten..... kürzlich dann habe ich "mein" Stück gekauft.

    Nicht jedes Stück auf meiner Wunschliste werde ich besitzen / kaufen können. Das weiß ich.
    Und nicht immer werde ich den allertiefsten Preis bei allerbester Qualität treffen. Jedoch werde
    ich stets bemüht sein, nicht Höchstpreise für durchschnittliche oder beschädigte Qualitäten zu bezahlen.

    Diese Abwägung kann nur jeder Sammler für sich selbst vornehmen, denn jeder muss mit den Folgen seines
    Tuns oder Lassens selbst zurecht kommen....

    Wie stark - gerade seltenere Münzen - im Preis schwanken:
    Zwei Euro Münzen nur aus dem Material des Ringes bestehend und nicht aus Pille und Ring (so genannte "Monometaller):
    Preise um 2002 bis 2005: zwischen 400 Euro und 1.200 Euro (damals 1 bis drei Krügerränder) das Stück für bundesdeutsche Stücke mit Adler auf der Rückseite. Ein gut erhaltenes (bankfrisches) hätte damals so zwischen 800 und 1200 gekostet....
    War damals erstens kaum zu bekommen und zweitens: zu teuer. Im Frühjahr hatte ich einen ersten, unzirkuliert (bankfrisch)
    erhaltenen per Sofortkauf für um die 400 erworben; kürzlich einen von 2017 für um die 240 Euro in einer Online-Auktion (also im Mittel etwas weniger als 1/3 Krügerrand).

    Der 2017er ist noch nicht da, deswegen kann ich zur Erhaltung nichts sagen. Man sieht aber, wie (stark / extrem) relative, als auch absolute Bewertungen schwanken....

    Um 2006 hatte ich damals fast meine ganze Fehlprägungs-Sammlung verkauft. Mir war damals klar, dass sehr vieles, relativ zu anderen Dingen viel zu teuer bewertet war (was ebenfalls einen hohen Anteil des damals erzielten Gewinnes oder aber der heute hebbaren Einsparung ausmacht)....

    Zurück zu den historischen Goldmünzen: derzeit kann man nichts falsch machen, indem man sich die Kenntnisse und das Wissen und auch das Gefühl für Münzen und für die Qualität aneignet, die man im Idealfall anstrebt. So ein Vorgang kann bei einem eng umgrenzten Spezialgebiet mit einem deutlich begrenztem Umfang an Material längere Zeit beanspruchen. Je sorgfältiger und je länger die Vorbereitung, um so größer und um so befriedigender könnten später die Freuden über die eine oder andere Erwerbung ausfallen. Oftmals ist es doch so, dass der Weg nicht nur zum Ziel führt, sondern ein bedeutender Teil des Zieles ist.......
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2017
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  10. Hsv1896

    Hsv1896

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    tolle zusammenfassung, danke dir.
    ich gehe bei meinem kernthema reichsgold prinnzipiell genauso vor.
    besonders bei deinem punkt mit der wunschliste stimme ich dir zu 100% zu.
    angenehm finde ich persönlich auch die erkenntnis, dass die wunschliste mit der zeit
    eher länger als kürzer wird (gerade WENN man mal wieder etwas dazu bekommen hat!)
    und diese sicherlich niemals abgearbeitet sein wird.
    hier ist der weg doch schon als ziel zu bezeichnen.

    ergänzend würde ich noch sagen, dass 95% der preise bei den großen auktionen eigentlich
    streng nach katalogwert +/- 10% verlaufen.
    genau das lässt aber eben auch die chance zu bei den restlichen 5% mal einen guten treffer zu landen.
     

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