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Ist das eine 5dm PP Münze?

Dieses Thema im Forum "D-Mark Münzen (Bundesrepublik Deutschland)" wurde erstellt von powernxxx, 1. Februar 2017.

  1. AlexG7

    AlexG7

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    Meines Erachtens wurde der Eichendorff "aufpoliert", eine PP Münze ist das nicht.
    Was hast du denn für den Eichendorff bezahlt @powernxxx?

    Hier mal ein Eichendorff in PP zum Kontrollvergleich ...
    IMG_3995.JPG IMG_3997.JPG
     
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  2. powernxxx

    powernxxx

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    Ich habe 140 Euro bezahlt. Habe sie aber wieder verkauft +-0
     
  3. varukop

    varukop

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    Moin Moin,
    das würde ich verneinen.
     
  4. euro-dm

    euro-dm

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    Ich habe neulich unten abgebildete Gedenkfünfer "bekommen".
    War das früher die Verpackung von PP-Münzen, oder ist das eine private Spielerei gewesen?
    Zumindest der Fontane sieht für mich nach PP aus, der Beethoven eher nicht.
    (Spuren auf den Bildern, die wie "Kratzer" aussehen, sind auf der Plastikverpackung und nicht auf den Münzen. Lediglich die grünlichen Punkte beim Fontane (z.B. BS oberhalb "T") sind auf der Münze.)

    Freue mich über fundierte Antworten.
     
  5. numisfreund

    numisfreund Moderator Mitarbeiter

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    Ein Bild wäre hilfsreich ...
     
  6. euro-dm

    euro-dm

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    Beethoven.jpg Fontane.jpg

    ... hier noch die Bilder (war wieder mal zu schnell)...
     
  7. varukop

    varukop

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    Moin Moin!

    Zu 1. Leider ist diese Frage nicht so ganz eindeutig zu beantworten, da bei den PP's dieser Zeit bereits kurz nach der Ausgabe verschiedene Verpackungen auftauchten - mal mit dem wie hier "eingedrückten" Mz, mal mit einem goldfarbenen Bundesadler, mal ohne diese Besonderheiten auf zusätzlich noch leicht unterschiedlichen Verpackungsgrößen.
    Ob da schon gleich "Spielereien" dabei waren, das vermag heute kaum jemand mit Sicherheit ausschließen. Auf jeden Fall scheinen diese eingedrückten Mz auf eine von den Prägestätten benutzte hinzuweisen !?
    Zu 2.
    a) Der Fontane zeigt das für die PP's schön hervorgehobene stark mattierte Relief. Diese Deutlichkeit darf man aber nicht von allen PP's erwarten! Das Aussehen ist von ein paar wichtigen Faktoren abhängig - wie z.B. von der Beschaffenheit der Stempeloberflächen, dem Prägedruck, den bei der Prägung durchgeführten Schlägen und die in der Zeit angewandte Methode der Rondenvorbereitung.
    b) Der Beethoven zeigt diese Deutlichkeit zwar nicht, ist nach meiner Einschätzung gemäß Aussehen und vor allem unter Berücksichtigung der von mir genannten wichtigen Parameter aber ebenfalls eine nach dem PP-Verfahren hergestellte Münze. Ein wenig negativ auf das Erkennen als PP wirkt sich leider immer der in diesen "vermaledeiten" Weichmacherfolien entstehende Schmier aus. Zum Glück zeigen beide Stücke bisher noch keine die PP-Qualität zerstörende Grünfärbung (bzw. minimal beginnende auf den Randstäben).
    Unter dieser wird die Oberfläche angeätzt und automatisch mattiert !!! Das bedeutet, dass die vorher spiegelnden und nun mit dem "herrlichen" Grün versehenen Flächen je nach deren Intensität hässliche, nicht mehr spiegelnde Flecken aufweisen. Von einer PP-Qualität ist dann nicht mehr zu sprechen und man muss sich z.B. mit dem Begriff "vz aus PP" :eek: anfreunden.
    Für echte PP-Sammler meistens auch ein echter Horror :( - und ebenfalls meistens als "nicht (mehr) sammelwürdig" eingestuft (Ausnahmen über sehr spezielle Gründe bestätigen wie immer auch hier die Regel).

    Anm.: Die Rondenvorbereitung wurde aus Gründen der Wirtschaftlichkeit automatisiert und das (minimal schlechtere) Prägeprodukt statt "Polierte Platte" dann "Spiegelglanz " genannt.

    -------> Dieses PP / SPGL Thema haben wir im Forum bereits an mehreren Stellen und unter den verschiedensten Gesichtspunkten diskutiert. Einfach mal unter PP suchen und lesen :).
     
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  8. euro-dm

    euro-dm

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    ...vielen Dank für die (wie immer) ausführliche und informative Antwort!

    Gleiche "Münzverpackung" habe ich übrigens auch bei einigen "Olympia-10ern" (siehe Bilder - und diesmal sind sie gleich dabei;)). Leider sind dort die Spuren schon deutlicher.

    1972-G-Sportstätten.jpg
     

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  9. varukop

    varukop

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    Moin Moin,

    ja, die sind über die "frühe" Zeit ihrer Herstellung und Verpackung (ebenfalls siebziger Jahre) ebenfalls in diesen verschweißten weichmacherbeinhaltenden Kunststofftütchen anzutreffen.

    Sowohl bei den Fünfern als auch bei den Olympiazehnern existieren von einigen "größeren Münzhandelshäusern bzw. Münzhändlern" auch Zusammenstellungen in samtigen Schatullen. Ob diese Stücke jemals in den bekannten Umhüllungen waren und für die hauseigene Konfektionierung daraus befreit und gleich "umgebettet" worden sind, oder ob man sie für diese Zwecke gleich "lose" erhalten hat, vermag ich nicht zu sagen.
    Auf jeden Fall sind diese ohne einen Weichmacherkontakt aufbewahrten Münzen nicht "begrünt", sondern haben an ihrer Oberfläche im Laufe der Jahre verschiedentlich eine harmlose und bekanntlich für manchen Sammler mehr oder weniger "ansehnliche" Oxid- bzw. Sulfidschicht, die Patina, gebildet und stellen deshalb in der Regel auch noch unversehrte PP Stücke dar.
     
  10. BGK

    BGK

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    Soweit ich das nachvollziehen konnte, gab es nur Fontane,Mecator,Beethoven und Reichsgründung (1969-1971) in dieser Folie. Vorher gab es original keine Verpackung bzw. wohl nur so ein Seidenpapier und danach (ab Dürer 1972) schon die Noppenfolie. Ich habe bei einem Verkäufer mal ein Angebot gesehen Gutenberg und Pettenkoffer in der Weichmacherfolie, ich denke aber die wurden nachträglich da rein verpackt. Von den 10 DM Stücken ist mir keins bekannt welches so Verpackt wurde. Da die Olympiamünzen aber in die gleiche Zeit fallen würde ich das jetzt auch nicht unbedingt ausschließen wollen.
     

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