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Neuzugänge in eurer Altdeutschland-Münzsammlung

Dieses Thema im Forum "Altdeutschland" wurde erstellt von Kempelen, 11. Juni 2011.

  1. XWorbad

    XWorbad

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    Hier ein Neuzugang, der mich weit in die braunschweigische Vergangenheit führt: Ins Jahr 1606 zu Heinrich Julius.
    Er ließ nicht nur den Titel des Herzogs von Braunschweig und Lüneburg auf die Münze prägen, sondern auch noch P(ostulatus) E(piscopus) H(alberstadensis): Postulierter Bischof von Halberstadt.
    Obwohl er eine umfassende Bildung erhalten hatte, hielt ihn dies nicht davon ab, auch Hexen verbrennen zu lassen.

    Mit einem Durchmesser von ca. 41-42 mm und einem Gewicht von 28,88 g liegt diese Münze im Sollbereich.
    Den Gesamteindruck trüben leider die Schrammen auf dem Revers.

    Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel Reichstaler 1606, Welter 643
    Braunschweig Wolfenbüttel W643 1606 Av.jpg Braunschweig Wolfenbüttel W643 1606 Rv2.jpg
     
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  2. Muppetshow

    Muppetshow

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    Heute ist ein schöner mittelalterlicher Groschen in der Post gewesen. Durch Zufall bin ich darauf gestoßen, dass exakt die selbe Münze schon mal bei Künker unter den Hammer gekommen ist.

    Fürst-Bistum Hildesheim
    Magnus von Sachsen-Lauenburg (1390 - 1452)
    Körtling zu 8 Pfennigen.
    Katalog-Nr: Mehl 302 var.

    Dieser Groschen ist zwischen 1424 und 1428 geprägt worden. Da der Bischof in diesem Jahr das Münzrecht für 700 Gulden an die Stadt verpachtete, endete in diesem Jahr die Münzprägung des Bistums, bis 1598 die Prägung (illegal) wieder aufgenommen wurde.

    Aufgrund eines großen Mangels an Kleingeld (die Stadt prägte nur in sehr geringem Umfang Geld, das ebenfalls münzberechtigte Domkapitel prägte lediglich Pfennige) blieben diese Groschen sehr lange kontinuierlich im Umlauf, bis sie zwischen 1570 & 1620 langsam aus dem Umlauf verschwanden. (Zu diesem Zeitpunkt wurden sie nur noch zu 6 Pfennigen angenommen.)
    Daher sind heute nur sehr sehr wenige gut erhaltene Exemplare bekannt, der Großteil der Münzen ist ähnlich meiner oder schlechter erhalten.

    Anbei das Bild von Künker

    2569762l.jpg
     
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  3. Kempelen

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  4. Kempelen

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  5. XWorbad

    XWorbad

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    Als Ersatz für den zurückgegebenen Reichstaler habe ich zwei Neuzugänge zu verzeichnen:

    Zunächst hannoversche 16 Gute Groschen unter König Georg IV. in einer Variante, bei der BRITAN mit einfachem N geschrieben wird, während die Grundform ein Doppel-N verwendet.

    Königreich Hannover 16 Gute Groschen 1823, AKS 38, Kahnt 207A
    Hannover AKS 38 1823 16 Gute Groschen Av K207a.JPG Hannover AKS 38 1823 16 Gute Groschen Rv K207a.JPG


    Der besagte Georg IV. war nach dem Tod des Schwarzen Herzogs Friedrich-Wilhelm in der Schlacht von Quatre-Bras 1815 Vormund für dessen Sohn Karl (geboren 1804) und Regent des Herzogtums Braunschweig. Seine Erziehung des kleinen Karl war anscheinend nicht sonderlich erfolgreich: Dieser musste 1830 wegen Willkürherrschaft und Prunksucht aus Braunschweig fliehen.

    Hier 24 Mariengroschen, die unter der Regentschaft Karls II. im Jahr 1826 geprägt wurden.

    Herzogtum Braunschweig 24 Mariengroschen 1826, AKS 55, Kahnt 148
    Braunschweig AKS 55 24 MG 1826 Av.jpg Braunschweig AKS 55 24 MG 1826 Rv.jpg
     
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  6. Kempelen

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    Altdeutschland
    Königreich Bayern
    Doppeltaler
    1853
    J 85
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    Dieser Doppeltaler wurde von 1849 bis 1856 geprägt (Randschrift : CONVENTION VOM 30 JULY 1838). Es gibt hierzu keine genauen Prägezahlen, da bei den ausgewiesenen Prägezahlen die in diesem Zeitraum geprägten sowie evtl. nachgeprägten Gedenkdoppeltaler enthalten sind.

    Die Doppeltaler der Prägejahre 1859 und 1860 (J 95) haben die Randschrift GOTT SEGNE BAYERN,
    bei den Doppeltalern der Prägejahre 1861 bis 1864 (J 96) wurden die Haarlocken etwas verändert.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 20. August 2017 um 17:13 Uhr
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