Hallo,
bei mir haben sich im Laufe der Zeit einige Münzen angesammelt, die nicht zu meinen Sammelgebieten gehören, aber doch eine interessante Geschichte haben. So diese zwei chinesischen Käsch-Münzen, die mir ein Bekannter mal in den 80ern des vorigen Jh. aus Singapur mitgebracht hat. Er hat ein Konvolut aus verschiedenen Chinesischen Käsch, Münzen der holländischen Ostindien-Kompanie und eine weitere unbestimmte bei einem Münzenhändler in Singapur für sehr wenig Geld gekauft. Ich hatte daraus schon mal eine holl. Kolonialmünze vorgestellt und dabei auch die Herkunft aus Hindu-Verbrennungen beschrieben. Mein Bekannter interessierte sich auch für die Geschichte drum herum und hat sich sehr lange mit ihm unterhalten. Und weil das bei Touristen sehr selten vorkommt, schenkte ihm der Händler dann zusätzlich die beiden Käsch.
Meine Frage an euch ist jetzt, ob Ihr die Angaben darauf bestätigen oder verwerfen könnt.
bei der rechten: Huang Song Tong Bao war das Ausgabejahr 1039 und nicht wie angegeben 1038-1039,
bei der linken ist die Bezeichnung richtiger (moderne Lesung): Tian-Sheng-Yuan-Bao
Die restlichen Angaben sind stimmig, in China werden beide Stücke je zu 1 Yuan (ca.15 Cent) gehandelt (Chinesischer Katalog von 2008) - hierzulande etwas mehr.
evtl. sind die Stücke ja Anlass sich mit diesem interessanten Gebiet der Numismatik etwas weiter zu beschäftigen....
Hallo pingu01,
vielen Dank für die Zuordnung / Bestätigung.
Das ist ja der helle Wahnsinn, welche Werte da noch in meinen diversen Ablagen für unbestimmte Stücke liegen. Habe übrigens sogar noch das Tütchen mit der Händleradresse aus Singapur wiedergefunden.
Mit einem neuen Sammelgebiet wird das wohl nichts werden, dazu fehlen mir die für das Gebiet erforderlichen speziellen Grundkenntnisse (Schrift!) und die Zeit, mich in ein neues Gebiet einzuarbeiten.
Nur noch eine Frage zum Zustand: Die Münzen sind jetzt noch so, wie ich sie vor 20 - 30 Jahren bekommnen habe. Soll heißen, bei mir im Haus liegen sie absolut trocken, so dass Korrosion durch Feuchtigkeit in Verb. mit den Anhaftungen auf absehbare Zeit keine Gefahr darstellen sollte. Muss man trotzdem was zur Konservierung / Reinigung unternehmen? Dem Anschein nach handelt es sich um Bodenfunde mit (Löß-?) Anhaftungen.
Seifenwasser und gut trocknen sollte reichen, ich würde Sie aber so lassen wie sie sind (gammeln ja nicht) - erinnern sie doch immer an den Bekannten und die Geschichte dazu. Gereinigt und ohne die Hülle sind es "nur noch Käsch-Münzen" - dieses Schicksal ist besser "gewöhnlichen" gekauften Stücken vorbehalten