Ich wollte das Thema mal wieder nach oben holen, da ich zum einen weitere Münzen mit erhabener Randschrift nennen kann. Und zwar haben die 20 Francs Goldmünzen von Frankreich ebenfalls eine erhabene Randschrift, zumindest die Jahrgänge aus dem 19. Jahrhundert, welche ich habe. Zum anderen wollte ich mal nachfragen, wie denn so etwas hergestellt wird? Bei vertieften Randschriften ist es ja logisch. Die werden mittels Rändeleisen in den Münzrand gedrückt. Aber wie entstehen die erhabenen Buchstaben bzw. Zahlen?
Habe als Vergleich mal ein Foto der Randschrift eines 20 Mark Stücks Deutsches Reich und eines 20 Francs Stücks Frankreich angehangen.
Erhabene Randschriften bekommt man durch Prägung in einem Ring. Der muss zum Entnehmen des geprägten Stückes natürlich geöffnet werden, und diese (drei oder vier) Unterteilungen sieht man am Rand der Münze.
Gruß,
gs
Heiaja, den Rand hab ich bis jetzt sträflich vernachlässigt. Aber nach dem Lesen dieses Threads werden meine Ränder nun Ihre gebührende Achtung finden...
Beachtenswert ist, dass erhabene Randschriften wesentlich fälschungssicherer sind als die einfachen vertieften.
Andererseits ist eben die Herstellung aufwendiger (sehr hoher Prägedruck und komplizierte Herstellungsart zwingend notwendig)
In der Schweiz sind die Fünf-Frankenstücke von 1985 bis 1993 mit vertiefter Randschrift geprägt worden.
Die Folge: Zeitweilig massenweise Fälschungen aus Italien - da wurde dann wieder auf erhöhte Randschrift umgestellt
und die Fünfliber mit vertiefter Randschrift aus dem Verkehr gezogen.
Heute ist Münzfälschung von Schweizer Münzen praktisch kein Thema mehr - im Gegensatz zur Situation
beim billigen Euro-Schrott