Hallo,
habe 53 Goldmünzen geerbt und möchte von Euch gerne wissen
ob und wieviel sie ungefähr wert sind
ob ich verkaufen soll, wenn ja wo am besten
bzw. soll ich diese Stücke lieber behalten und den Kindern in 40-50 Jahren weitergeben?
Ich kenne mich auf diesem Gebiet nicht aus und möchte auch nicht von irgendeinem Händler in der Stadt über den Tisch gezogen werden.
Nach Möglichkeit kann ich hier Bilder anhängen bzw. externe Links.
Für Eure Hilfe bin ich sehr dankbar,
Grüße
marczar
Geändert von marczar (12-06-2007 um 22:34 Uhr)
Grund: Bilder hinzugefügt
Auf den ersten Blick sieht es nach Goldmünzen aus, die zum Materialwert gehandelt werden, d.h. keinen besonderen Sammlerwert haben. Einfach wiegen und dann mit dem Goldkurs multiplizieren. Da komt schon was zusammen.
Sag mal, hast du eigentlich ne grobe Ahnung, wie hoch der Materialwert ist?
Wieg das ganze Zeug, nimm davon ungefähr 90% (das Gros der Münzen sind 900er Feingehalt) und multiplizier das ganze mal 15, dann hast du den Wert in Euro.
Naja, die Menge machts, bei den 53 Goldmünzen hast du schon die eine oder andere Unze.
Zu den US-Amerikanischen Münzen # 2 , # 3
Die beiden sind Double Eagles, ein Eagle entspricht 10$, das Doppelte davon entspricht also 20$, steht aber auch hinten drauf
Zum Wert # 2
ca. 780$.
Zum Wert # 3
ca. 750$
Ich kann nur aus dem Katalog "United States Coins" by R.S. Yeoman zitieren, dass in der 61st Edition 2008 "erschienen ist". Ob die Daten, die ich dir da gegeben habe, beim Verkauf zu erreichen sind, weiß ich nicht, aber ich denke mal, dass das gute Anhaltspunkte sind, zumal es ja schonmal die Großen sind
Sag mal, hast du eigentlich ne grobe Ahnung, wie hoch der Materialwert ist?
Wieg das ganze Zeug, nimm davon ungefähr 90% (das Gros der Münzen sind 900er Feingehalt) und multiplizier das ganze mal 15, dann hast du den Wert in Euro.
15€ pro Gramm? Ich fände es schade, wenn so alte Münzen einfach eingeschmolzen wären...
ich hab es in letzter Zeit nicht so genau beobachtet, aber die Russen gehen bei ebay meistens gut weg.
.
Welches Jahr hat die 1. Münze? Die 4er Dukenten von vor 1915 sind auch teurer.
Ich stime dir zu, die meisten Münzen sind zu schade zum einschmelzen.
(..) soll ich diese Stücke lieber behalten und den Kindern in 40-50 Jahren weitergeben?
Unabhängig vom Wert:
du scheinst den Verkaufserlös im Moment nicht dringend zu benötigen. Gold ist eine nette Anlageform, soweit du es langfristig anlegen willst. Es gibt halt ein wenig Sicherheit und übersteht auch wirtschaftliche Zusammenbrüche. Es schadet nicht, einen kleinen Teil des Vermögens 'unters Kopfkissen legen zu können', ohne dass es an Wert verliert. Natürlich schwankt der Goldkurs, im Moment ist er wieder mal ein wenig höher. Ich würde nicht verkaufen und den Kindern in 50 Jahren eine Freude damit machen.
Zumal man sicher immer einen schönen Anlass findet, um ein Stück mal so zu verschenken. Sei es zur Taufe oder Kommunion oder einem sonstigen "großen" familiären Anlass. Ich würde mich über dieses Erbe freuen - mein Opa hat mir keine 53 Goldmünzen hinterlassen.
Bei den deutschen Goldmünzen lohnt es sich vielleicht eine Liste mit folgenden Daten anzufertigen:
- Wertangabe
- Herausgeber (z.B.: Sachsen, Preussen etc.)
- Prägebuchstabe (steht meistens unter dem Herrcherkopf)
- Angaben zur Erhaltung (kleine Kratzer - absolut ohne Kratzer)
Vielleicht ist da doch die ein oder andere kleine Rarität dabei. Sollte es so sein, müsste man sich nochmals mit dem Erhaltungsgrad der Münze auseinandersetzen.
Vom Prinzip her hast Du Recht und es ist auch auf jeden Fall ein Versuch wert. Ich selber erwarte mal so aus der Ferne gesehen da keine grossen Raritaeten.
Ich vermute eher marczars Grossvater hatte eine Vorliebe fuer aeltere Anlagemuenze bzw. Nachpraegungen davon (die auch Ihren Goldwert haben). Er hat statt der modernen Bullionmuenzen (Kruegerrand, Maple Leaf & Co.) lieber aeltere Muenzen, die nahe bzw. genau am Goldpreis liegen gekauft. Ist alles Geschmackssache, ich finde die auch schoener als die modernen Anlagemuenzen.
Offensichtlich muss marczar die Muenzen wirklich nicht unbedingt verkaufen und will halt nur mal wissen, was diese halt so in etwa wert sind.
Nebenbei erwaehnt, ob nun jemand seine geerbte Sammlung verkauft oder nicht, bleibt jedem natuerlich selber ueberlassen. Manche koennen das Geld gut gebrauchen oder koennen einfach mit Muenzen nichts anfangen bzw. haben keinerlei Bezug dazu. Die Gruende koennen sehr unterschiedlich sein.
Wir habe hier im Forum ja sehr oft Anfragen zu geerbten Sammlungen. In diesem Fall auch mal etwas von wirklichem Wert, statt Schrott von M*M. Mal ein echter gar nicht so kleiner Goldschatz. Dazu fuer meinen Geschmack schoene Muenzen, Dein Grossvater hatte Geschmack
Stimmt, ich muß die Münzen gar nicht verkaufen, aber ich werde mir die Mühe machen, alle genauer zu fotografieren und Jahreszahl und die anderen Daten hier reinstellen. (...)gelöscht(...)
Ich danke Euch für die vielen Antworten
Grüße
marczar
Geändert von marczar (15-06-2007 um 01:11 Uhr)
Grund: Regelverstoß - Text geändert
Stimmt, ich muß die Münzen gar nicht verkaufen, aber ich werde mir die Mühe machen, alle genauer zu fotografieren und Jahreszahl und die anderen Daten hier reinstellen. (...)gelöscht(...)
Ich danke Euch für die vielen Antworten
Grüße
marczar
Ich würde Gold derzeit keinesfalls verkaufen.
Die Welt ertrinkt förmlich in Papiergeld, das lediglich Ansprüche, aber keine Leistungen an sich darstellt. Es soll etwa 10 mal mehr Geld (incl. Sparguthaben, Anleihen usw.), als Werte dafür weltweit geben.
Bei Gold ist das anders: Du hältst mit GOLD die bereits erbrachte Leistung (Förderung, Aufbereitung, Raffinierung, Vermünzung) in Händen. Du hast, anders als bei Papiergeld, die Leistung bereits erhalten. Und brauchst Dich nicht mit Anspruchsgegnern herumzuschlagen.
Kommt es hart auf Hart, so ist/wird Papiergeld völlig wertlos, Gold hingegen wird auch dann aller Voraussicht nach noch als Wertausgleich akzeptiert werden. Möglicher Weise steigt gerade dann der Wert des Goldes in Waren, Dienstleistungen und Vermögenswerten (Aktien, Immobilien) ausgedrückt exorbitant.
Dann kann es passieren, daß man für vielleicht 400 g Münzgold ein oder mehrere Häuser in gutem Zustand kaufen kann. War schon in der Hyperinflation 1923 teilweise auch so.
Und ich wage einmal eine ganz böse Prognose:
Der Metallwert sehr vieler Sammlermünzen aus GOLD wird sich dem Sammlerwert in Zukunft immer weiter annähern und diesen teilweise auch wieder ganz oder zumindest fast erreichen.
Und damit möchte ich nicht behaupten, daß Sammlermünzen aus Gold in Zukunft einen Wertverfall erleben werden. Vielmehr dürfte in vielen Fällen das genaue Gegenteil der Fall sein, denn das Metall könnte so teuer werden, daß zukünftig hierauf das Hauptinteresse liegt, wirkliche Raritäten ausgenommen.