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Wertanfragen Goldmünzen Hier bitte nur Wertanfragen zu Goldmünzen stellen !!!

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Alt 07-07-2010, 19:02   #1 (permalink)
 
(Wert-)Bestimmung 2 kleine Goldmünzen Österreich 17XX

Hallo,

für einen Freund (absoluter Laie) soll ich 2 kleine Goldmünzen bestimmen und bewerten. Leider fallen diese absolut außerhalb meines Sammelgebietes (ab 1871), daher bräuchte ich kompetente Hilfe von den Experten unter Euch.

Folgendes habe ich herausfinden können:

Münze 1:

1/4 Dukat Salzburg 1704 - Durchmesser: fast 1,6 cm - Gewicht: 1,87g

Was mich hier nach Recherche stutzig macht, ist das erheblich größere Gewicht als für diesen Münztyp eigentlich angemessen (andere 1/4 Dukaten aus der Zeit werden mit ~0,86g veranschlagt) - jedoch habe ich bei meiner Internet-Suche kein exaktes Vergleichsexemplar aus demselben Jahrgang aufspüren können. Handelt es sich evtl. um eine Nachprägung o.ä.?


Münze 2:

Münzwert??? Österreich 1760 (Jahreszahl schwach erkennbar) Maria Theresia - Durchmesser: 1,6 cm - Gewicht: 1,61 g

Hier habe ich kein Vergleichsexemplar mit gleicher Bildgestaltung bei meiner Recherche aufspüren können.


Ich bin für jede weitere Information zur exakteren Bestimmung der Münzen und zu möglichen Wertangaben sehr dankbar (Bilder angehängt).
ADFGJ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-07-2010, 08:28   #2 (permalink)
 
Hmm, der Vierteldukat ist wirklich sehr merkwürdig. Das Motiv, insbesondere der Perlkreis, gefällt mir gar nicht. Für mich schaut das Stück aus wie ein modernes Machwerk eines Fälschers, der sich offensichtlich nicht auskennt.

Da passt nichts zusammen mit den Stücken, die man sonst im Netz findet.

Mit 1,87 Gramm ist das Stück sogar noch schwerer als ein Halbdukat.
moppel65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-07-2010, 09:29   #3 (permalink)
 
# ADFGJ

1. Münze.

Ein vergleichbares Stück mit der Jz. 1704 von Johann Ernst Graf v. Thun und Hohenstein wurde z.B. dort versteigert:

127 Lanz 2005, Nr. 605 fStg/vz € 300= € 270

Allerdings hatte es auch nur 0,87 g, was normal ist.
_______________________
Grüße von Rainer
pipdurex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-07-2010, 12:47   #4 (permalink)
 
Vielen Dank für die ersten Hinweise.

1. Münze: Bei genauem Hinsehen fallen auch erhebliche Abweichungen des Prägebildes (Schriftausgestaltung u.a.) zur Abbildung der gleichen Münze aus der Lanz-Auktion auf. Also vermutlich wirklich eine Fälschung.

2. Münze: Lässt sich darüber mehr in Erfahrung bringen? Habe schon etliche Galerien mit M.Theresia-Münzen durchforstet, aber keine in Av. und Rvs. übereinstimmende Abbildung gefunden. Sieht m.M. nach wenigstens echt aus (sehr feines, klar stilisiertes Prägebild). Leider schlechte Erhaltung.
ADFGJ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-07-2010, 12:58   #5 (permalink)
 
Hallo.
Hast du die Maria Theresia auf Vergoldung überprüft? Laut dem Bild sieht es an einigen Stellen aus ( z.B.gräuliche Augen des Adlers und Haare der Maria), als ob es sich um vergoldetes Kupfer handelt.
Der Rand ist ziemlich abgenutzt und hat auch seltsame braune Flecken, als wenn das Stück ziemlich locker in einer Halskettenfassung gesessen hat, wo es dann über Jahre hin-und hergerutscht und die Vergoldung abgescheuert ist.
Die bläuliche Patina / Schimmer macht mich auch ganz nervös. Soetwas habe ich selbst bei antiken Goldstatern noch nie gesehen.
Schmuckmedaillen mit Maria Theresia gab es damals viele verschiedene.
Ich hatte z.B eine Maria-Theresia Münze in Größe eines Dukaten und Gewicht 2,0g.
Das Münzbild identisch mit dem des Konventionstalers.
Sie war aus Rotgold hergestellt und stand in keinem Katalog abgebildet.

Alternativ kam mir beim Anblick auch der Gedanke" Spielmünze-Rechenpfennig" um ca 1900-1918 hergestellt. Denn ich bin mir vom Bauchgefühl her sicher, daß hier keine solides Goldstück vorliegt.
Wenn du die Münze mal ordentlich mit warmen Prilwasser abwäscht, dann sollte sie bei gutem Dukatengold nicht metallisch riechen, bzw beim Test mit der Zungenspitze, sollte es nicht zwiebeln.
rethorn ist offline   Mit Zitat antworten
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