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1/28 Taler Münster 1640 - unbekannte Variante?

Dieses Thema im Forum "Altdeutschland" wurde erstellt von Onkel Dagobert, 7. April 2020.

  1. Onkel Dagobert

    Onkel Dagobert

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    Hallo allerseits,

    einige kennen mich vielleicht aus der Liste “Zurzeit aktive Benutzer“. Seit langem sammle ich nur Goldenes aus dem Kaiserreich. Der Großteil davon ist eher Massenware und ziemlich unspektakulär, daher gab´s in den letzten zwanzig Jahren nicht so viel zu schreiben.

    Seit einigen Monaten beschäftige ich mich auch mit altdeutschen Kleinmünzen. Ich bin eher durch Zufall an eine ziemlich unsortierte Sammlung gekommen, die mein Interesse an der Materie geweckt hat. Nächtelanges Sortieren und Recherchieren haben irgendetwas von Tiefenentspannung.

    Varianten scheinen bei altdeutschen Münzen keine Seltenheit zu sein. Von der folgenden Münze habe ich vier Varianten gefunden.

    Bistum Münster Ferdinand I. von Bayern (1612-1650), 1/28 Taler (ein Schilling) 1640

    a) Jahreszahl im Feld, Münzzeichen Vogel (für Engelbert Kettler) zwischen der Jahreszahl
    b) wie a, aber ohne inneren Fadenkreis
    c) Jahreszahl in Umschrift, Münzzeichen Vogel
    d) Jahreszahl in Umschrift, Münzzeichen EK

    Alle vier sind anscheinend unter Schulze Nr. 39 bekannt. Leider finde das Buch “Schulze, I. u. W. Die Fürstbischöflich-Münsterschen Münzen der Neuzeit. Münster 1973“ nirgendwo.

    Meine Münze scheint eine fünfte Variante zu sein. Neben der Anordnung der Umschrift auf der Vorderseite, der Abkürzung APOS anstatt APO für Apostel auf der Rückseite, fehlt in der Jahreszahl das Münzzeichen gänzlich.

    Das Stück hat einen Durchmesser von 23,30 – 23,13 mm (horizontal – vertikal) und wiegt 1,76g

    Die Erhaltung scheint überdurchschnittlich zu sein. Alle recherchierten 1/28 Taler aus dem Jahr 1640, die ich finden konnte, waren insgesamt schlechter erhalten. Liege ich hier mit einem gutem vz richtig? Hat jemand den oben erwähnten Schulze und kann mir evtl. etwas über die dort bekannten Varianten sagen?

    1 Schilling Münster 1640.jpg

    Gruß
    Dagobert
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. April 2020
  2. rocco

    rocco

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    Hallo
    Schulze kennt 2 Vorderseitenvariantne einmal a) Trennung mir Doppelpunkten und b) Trennung mit Punkten.
    Du hast also Vorderseitenvariante b)
    Die Rückseite kennt Schulze nicht. Er kennt keine Rückseitenvariante mit Jahreszahl im Feldabschnitt ohne Münzzeichen Vogel.
    Er kennt keine Rückseitenvariante mit .APOS. (nur APO)
    Er kennt keine Rückseitenvariante mit .PATRON. (nur PAT oder PATR oder PATRO)
    Er kennt allerdings auch keine Variante ohne inneren Fadenkreis.

    Gruß rocco
     
  3. Onkel Dagobert

    Onkel Dagobert

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    Vielen Dank rocco, das hilft mir schon mal weiter. Also haben erst mal alle die Schulze Nr. 39, nur manche mit dem Zusatz “Variante bei Schulze nicht bekannt“. Zusätzlich kann ich die KM#30 mit vermerken.

    Ich werde weiterhin nach Bildern dieses Jahrgangs suchen und Details vergleichen. Für Leute, die bislang nur im Jaeger ein paar Haken für “Hab´ ich“ gemacht haben, ist das Gebiet Altdeutschland ja fast erschlagend, dennoch sehr spannend.

    Viele Grüße
    Dagobert
     
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