100 Kilo Maple Leaf in Berlin gestohlen.

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Genau, deshalb wieder "Fakten, Fakten, Fakten":

Goldmünzen-Diebstahl: Vier Männer wegen gestohlener Goldmünze angeklagt

Auch wenn es nicht Zweck des Strafprozesses sein wird, der Existenz der gestohlenen Münze nachsprüren, wäre eine Rekonstruktion deren Verbleibs (bzw. deren "Materials") sicherlich interessant...
Von den Angeklagten wird sicherlich keiner etwas zum Verbleib des Goldes preisgeben.
Eine dumme Frage am Rande:
In wieweit lässt sich nach moderen Methoden aufbereitetes Feingold denn überhaupt noch anhand seiner chemischen Signatur zurückverfolgen? Es werden ja nahezu alle Spuren natürlicherweise beigemengter anderer Elemente entfernt; außerdem wird sicherlich Gold verschiedener geographischer Herkünfte miteinander vermengt werden, um die Münzlegierung herzustellen.
 

bayreuth

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Von den Angeklagten wird sicherlich keiner etwas zum Verbleib des Goldes preisgeben.
Eine dumme Frage am Rande:
In wieweit lässt sich nach moderen Methoden aufbereitetes Feingold denn überhaupt noch anhand seiner chemischen Signatur zurückverfolgen? Es werden ja nahezu alle Spuren natürlicherweise beigemengter anderer Elemente entfernt; außerdem wird sicherlich Gold verschiedener geographischer Herkünfte miteinander vermengt werden, um die Münzlegierung herzustellen.
Gegen "Schmelzen zu einem Klumpen" könnte man mit untypischen Tracerelementen was machen, allerdings ist der Spielraum bei 999.9er Feingold schon recht begrenzt, d.h. Verdünnung und weg ist das Zeug. Einen elektrochemischen Aufreinigungsprozess halten Tracer es ebenfalls nicht stand.
Der 100 Kilobatzen ist wahrscheinlich mittels Säge in Stücke zerlegt worden die dann von einem Zerlegten Goldbarren kommen wenn jemand fragt und beim Juwelier des Clans zu Goldschmuck verarbeitet wird (oder wahrscheinlicher von den Clanmitgliedern bei verschiedenen Aufkäufern in Mengen unterhalb der Ausweispflicht abgegeben. Das Geld wird dann gewaschen oder in Luxusgüter angelegt. )
Die Lösung wäre so einfach. Da ja die meisten Clanmitglieder offizielle Hartzer sind, einfach alle Luxusautos und Immobilien erst mal einziehen bis schlüssige Nachweise über den Erwerb und die Legalität der Geldquellen vorliegen. Kommt nix, wird es Staatseigentum und kann zur Entschädigung der Verbrechensopfer herangezogen werden. So ist das in den USA gängige Praxis bei Geldwäscheverdacht und kriminellen Vereinigungen.
Und natürlich die Sozialleistungen komplett zurückfordern und pfänden. Wenn eine deutsche Oma 5 Euro zuviel Wohngeld bekommen hat, macht der Staat ja sonst auch kurzen Prozess.

Das traurige an dem Fall ist das die Täter nicht mal in U-Haft sitzen, sondern einstweilen noch einen drauf machen können mit dem Erlös, und natürlich da sie 20-23 Jahre alt sind vor die Jugendkammer kommen. Ich bin der Meinung, Jugendstrafrecht sollte ab 18 aufhören, insbesondere dann wenn vor 18 schon Straftaten begangen wurden.
 

chrisild

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Die Lösung wäre so einfach.
Nicht alles, was theoretisch einfach wäre, ist praktisch auch mit rechtsstaatlichen Prinzipien vereinbar. Im Übrigen hat es noch im Juli und August Razzien gegen den Remmo-Clan gegeben; bei einer von ihnen wurden mehr als 70 Immobilien im Wert von fast 10 Millionen Euro beschlagnahmt ...

Tschüs,
Christian
 
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Gegen "Schmelzen zu einem Klumpen" könnte man mit untypischen Tracerelementen was machen, allerdings ist der Spielraum bei 999.9er Feingold schon recht begrenzt, d.h. Verdünnung und weg ist das Zeug. Einen elektrochemischen Aufreinigungsprozess halten Tracer es ebenfalls nicht stand.
Der 100 Kilobatzen ist wahrscheinlich mittels Säge in Stücke zerlegt worden die dann von einem Zerlegten Goldbarren kommen wenn jemand fragt und beim Juwelier des Clans zu Goldschmuck verarbeitet wird (oder wahrscheinlicher von den Clanmitgliedern bei verschiedenen Aufkäufern in Mengen unterhalb der Ausweispflicht abgegeben. Das Geld wird dann gewaschen oder in Luxusgüter angelegt. )
Die Lösung wäre so einfach. Da ja die meisten Clanmitglieder offizielle Hartzer sind, einfach alle Luxusautos und Immobilien erst mal einziehen bis schlüssige Nachweise über den Erwerb und die Legalität der Geldquellen vorliegen. Kommt nix, wird es Staatseigentum und kann zur Entschädigung der Verbrechensopfer herangezogen werden. So ist das in den USA gängige Praxis bei Geldwäscheverdacht und kriminellen Vereinigungen.
Und natürlich die Sozialleistungen komplett zurückfordern und pfänden. Wenn eine deutsche Oma 5 Euro zuviel Wohngeld bekommen hat, macht der Staat ja sonst auch kurzen Prozess.

Das traurige an dem Fall ist das die Täter nicht mal in U-Haft sitzen, sondern einstweilen noch einen drauf machen können mit dem Erlös, und natürlich da sie 20-23 Jahre alt sind vor die Jugendkammer kommen. Ich bin der Meinung, Jugendstrafrecht sollte ab 18 aufhören, insbesondere dann wenn vor 18 schon Straftaten begangen wurden.
Wobei ein Großteil des Eigentums der Clans mittlerweile auch auf Strohmänner angemeldet ist (Autos, Grundbesitz), weshalb eine Enteignung des illegal erworben Vermögens schwuerig wird.
Darüber hinaus versuchen die Clans mittlerweile auch, eigene unbescholtene Familienmitglieder in Polizei und Justiz einzuschläusen, was das Vorgehen gegen die organisuerte Kriminalität in Zukunft noch deutlich erschweren wird.
 
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Eine Münze zuviel

Vor dem Landgericht Berlin hat der Strafprozess gegen vier Angeklagte begonnen, die mit dem Diebstahl der Goldmünze zu tun haben sollen.
 

chrisild

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Wird in der Tat schwer, den Nachweis zu führen, dass diese vier die Tat begangen haben. Schon seltsam übrigens, wie ein und die selbe Quelle (rbb24) mit den Namen der Angeklagten umgeht. In dem von Dir angeführten Artikel ist der Name des Clans - der ja durchaus bekannt ist - auch genannt. Wenn man dann auf den Link "Anwälte monieren 'dürftige' Beweise im Goldmünzen-Prozess" klickt, findet man dort nur "Wissam R." usw.

Dass man die Nachnamen von Angeklagten üblicherweise abkürzt, ist ja im Prinzip richtig - passt zur Unschuldsvermutung bei Angeklagten, sofern sie nicht verurteilt sind. Nur ist in diesem Fall schon so viel über die vielfältigen "Aktivitäten" des Remmo-Clans berichtet worden, dass das Abkürzen kaum sinnvoll ist. Also, RBB, entweder so oder so. :)

Tschüs,
Christian
 

chrisild

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Hach, da muss ich doch gleich mal unter meinem Kopfkissen nachschauen. Womöglich liegt da ein Vermögen ... :D

Christian
 
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