15 Rupien 1916 Variante B - echt oder falsch?

"Sie wird in der nächsten Ausgabe des Jaegerkatalogs unter J.N728c publiziert werden."

Nun habe ich den aktuellen Jaeger-Katalog (erschienen im Herbst 2023) vorliegen und stelle fest, dass es keine Jaegernummer 728c gibt und sich auch der Text zu den Notmünzen aus Tabora an keiner Stelle zum Typ c auslässt. Weiß jemand was dazu, warum sich Herr Sonntag (welcher ja inzwischen den Jaeger-Katalog bearbeitet) entgegen seiner Ankündigung zum Thema ausschweigt?
Sei gegrüßt @Münzhamster
Schreib doch den Verlag und Herrn Sonntag an und frage ihn?
Die Antwort würde hier viele interessieren!
 
Zuletzt bearbeitet:
So, das ging schnell. Ich habe eine Rückmeldung auf meine Mail bekommen:

Herr Sonntag schreibt, dass er die Nr. J.N728c in der Tat ursprünglich in den Jaegerkatalog aufnehmen wollte. Hierüber sprach er dann mit einem Sachverständigen. Dieser Sachverständige hatte die Münze zuvor zur Bundesbank geschickt. Die Frankfurter konnten die Echtheit der Münze jedoch nicht bestätigen, weshalb man die Münze auch nicht ankaufen werde. Aus diesem Grund hat Herr Sonntag letztlich von einer Katalogisierung des Typs c im Jaeger abgesehen.

Auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank an Herrn Sonntag für die schnelle und präzise Antwort!

***

Darf man damit davon ausgehen, dass es sich bei Typ c sicher um eine Fälschung handelt? Was meint ihr dazu?
 
Darf man damit davon ausgehen, dass es sich bei Typ c sicher um eine Fälschung handelt? Was meint ihr dazu?
Nein. Die ganze Fälschungsthematik beim Elephanten ist alles andere als sicher. Es gibt bisher nicht viele Fälschungen die gut gemacht sind und dann erkannt wurden. Ich möchte ausdrücklich nicht sagen das es keine falschen Stücke gibt, aber bisher sind kaum welche aufgetaucht.
Wenn die Echtheit nicht bestätigt wurde heißt es im umkehrschluss nicht, das es sicher eine Fälschung ist. Es sei denn es wurde sicher als solche entlarft.
 
Noch ein Nachsatz. Typ b wurde Jahrelang, auch von den sogenannten Sachverständigen als Fälschung erkannt. Das sagt viel dazu aus.
 
So, das ging schnell. Ich habe eine Rückmeldung auf meine Mail bekommen:
Auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank an Herrn Sonntag für die schnelle und präzise Antwort!
Ich grüße dich @Münzhamster,
frage ihn doch ob er uns bzw. dir die Fotos des fraglichen Stücks übermitteln würde.
Wie vor schon Matthias schrieb, die Echtheit nicht bestätigen zu können, ist noch lange nicht, eine Fälschung festzustellen.
Also bleibt die Frage offen.
 
Ich rate generell davon ab den Jäger-Katalog zu den Tabora-Stücken zu Rate zu ziehen. Ein Sachverständiger (der gleiche?) hat auch die Bronze-Münzen erfunden, um eine fiktive Seltenheit von sog. Kupferstücken zu kreieren. Die Verleger haben es auch unreflektiert übernommen.

Zu dem von Keesuit neu gefundenen 15-Rupien-Stück liegen gute Bilder vor. Diese zeigen keinerlei Anzeichen von Manipulation oder Fälschung. Ich vertraue seiner Expertise mehr, da er hunderte Arbeitsstunden damit verbracht hat die Notmünzenprägungen zu untersuchen, zu recherchieren und in einen historischen Kontext zu bringen. Seine Arbeiten hat er in mehreren Fachpublikationen dargestellt, die auf einer validen Grundlage basieren; sein Stempelkatalog besteht zurzeit in der 3. Auflage und enthält hunderte von hochauflösenden Bildern und Angaben zu Häufigkeiten, Varianten und Besonderheiten.

Sorry, aber es ist für mich selten so eindeutig.

P.S.: Alle Auflagen nach der 11. von Kurt Jaeger verfassten, bezeichne ich bewusst als "Jäger"-Katalog, um auf die unterschiedlichen Verfasser zu verweisen.
 
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