15 Rupien Deutsch Ostafrika 1916 J 728c

Heinz-Rudolf

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Ich kopiere mal von dem Threadverlauf "Auktionsergebnisse 15 Rupien", da die Thematik doch Diskussionscharakter eingenommen hat:

navada51 schrieb:
Ergänzend dazu ist es auch wichtig zu wissen, dass das Münzbild auf dem Prägestempel im Laufe der Zeit sich durch den Druck der durch die einzelnen Prägungen verursacht wird, sich vergrößert.

Ich hatte daran im Zusammenhang mit den 15 Rupien auch noch nicht gedacht. Auch wie viele Avers-Prägestempel benutzt worden sind, ist bisher noch nicht nachgegangen wurden.

Ich habe bisher immer auf den typischen Riss bei der Elefantenseite Bezug genommen, der für mich ein Indiz ist, dass eben nur ein Prägestempel benutzt worden ist. Keine Münze des Typs "a" zeigt diesen Riss und die allermeisten des Typs "b" zeigt den Riss. Dank Kees ist nun ist ja auch noch Typ "c" hinzugekommen.

Er beschreibt auch bei Deiner Münze (ID 94460), Typ a, ein Stück mit Stempelriss. Wie sieht das denn im Original aus? Ist da ein Riss zu erkennen?


Falls es sich tatsächlich um einen Elefanten-Prägestempel handeln sollte, kann es schon möglich sein, dass der Stempel gegen Ende der 17.000 Stück getriftet ist. Darüber hinaus wird immer wieder betont, wie spröde das Gold gewesen sei und für eine Prägung schwierig. Bedeutet Sprödigkeit des einen Materials (Rohling) ein erhöhter Verschleiß des anderen Materials (Prägestempel) oder einen erniedrigten? Ich weiß es nicht.




Davon gehe ich auch aus. Das würde letzten Endes auch erklären, warum es vielleicht doch Münzen vom Typ a gibt mit einem (leichten) Stempelriss auf: Es sind die ersten 575 Exemplare der Prägung in Lulanguru. Die Druckreduzierung kann auch durchaus dann eingetreten sein. Man lernt ja aus Fehlern.


Ich denke, es nicht nicht so viele, wie Du vermutest. Ich habe darüber 2016 geschrieben (M&S 7+8, S. 34-38). Seit der Entdeckung von Version c ist es ein wenig überholt, aber prinzipiell gehe ich von (jetzt) 3 Prägestempeln der Adlerseite aus. Arbeitsstempel wurden vermutlich nicht hergestellt, weil zu aufwendig. Die gingen direkt von der Urpatritze auf eine Matrize. Dort wurde dann noch überarbeitet, Perlkreis gemacht und Randstab abgefräst, fertig ist der Prägestempel. Die Urpatritze musste dann wieder hinzugezogen werden, wenn der Prägestempel ganz kaputt gegangen ist.

Ich habe bisher keine Anhaltspunkte für eine Bearbeitung des Elefantenstempels gesehen. Also weder der Urpatritze, noch des Prägestempels.
Ich grüße euch und insbesonders navada51!
Danke für deine Zusammenfassung und deine Überlegungen. Ich bin im Ergebnis anderer Meinung;
aber es ist gut alles noch mal zu diskutieren und für mich mit open end.
Schöne festliche Grüße aus den "weißen" Alpen!
Heinz-Rudolf
 
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Ich grüße euch und insbesonders navada 51!
Danke für deine Zusammenfassung und deine Überlegungen. Ich bin im Ergebnis anderer Meinung;
aber es ist gut alles noch mal zu diskutieren und für mich mit open end.
Schöne festliche Grüße aus den "weißen" Alpen!
Heinz-Rudolf
worin genau anderer Meinung?
 
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Moin
Ich habe mal eine allgemeine Frage zu den 15 Rupien Stücken Tabora.
Gibt es einen mineralogischen Fingerabdruck vom Gold der Mine, aus der es stammt?

Viele Grüße

Karsten

PS:
Vielleicht weiß Keesuit das?
 

Heinz-Rudolf

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Moin
Ich habe mal eine allgemeine Frage zu den 15 Rupien Stücken Tabora.
Gibt es einen mineralogischen Fingerabdruck vom Gold der Mine, aus der es stammt?

Viele Grüße

Karsten

PS:
Vielleicht weiß Keesuit das?
Grüß dich Karsten!
Von jeder Mine auf dieser Welt gibt es den "Fingerabdruck".
Desgleichen auch von historischen Fundgruben.
Und die genaue Daten der 750er Legierung der 15 Rupien sind zumindest jedem Sammler bekannt.
Schöne Grüße
Heinz-Rudolf
 
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Schumacher hat gesagt die gegosene Zaine waren sehr hart und spröde wegen Eisengehalt.
Habe leider keine Analysen die das bestätigen könnten.
Schumacher sagt es wurde mit Reinkupfer legiert, aber wie rein diesem Reinkupfer war wissen wir auch nicht.
Hat einer vielleicht eine analyse die auch kleine und kleinste Teile anzeigt?
 
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Habe mich geirrt, habe doch 2 analysen, 728a und b.
Da zeigt sich kein Fingerabdruck und das Kupfer muss Reinkupfer gewesen sein.
Eisen gibts auch nicht.
- J728 15 Rupien.jpg
 

Heinz-Rudolf

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Habe mich geirrt, habe doch 2 analysen, 728a und b.
Da zeigt sich kein Fingerabdruck und das Kupfer muss Reinkupfer gewesen sein.
Eisen gibts auch nicht.Anhang anzeigen 223535
Ich grüße euch!
Sieht aus wie die Analyse des Elefanten. Das könnte 728a/b sein; aber was soll die Anmerkung von Reinkupfer etc.?
Mit fragenden Grüßen
Heinz-Rudolf
Edit. Ja es ist die Analyse der Elefanten (wenn man so will der Fingerprint). Die restliche Aussage bezieht sich wohl auf 20 Hellerstücke?)
 
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Kein Fingerabdruck? Du weißt schon was bei Metallen damit gemeint ist?

Ich sehe da neben Gold, Silber und Kupfer jede Menge "Verunreinigungen". Wo kommen die her?
 
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Fehlerchen: Schumacher hat geschrieben es wurde legiert mit Elektrolytkupfer (5 bis 10%). Oben 13,49 und 13.71.
Drei weitere analysen: -728a Au 74,89, Ag 13,3, Cu 11,85. - 728b Au 76,87, Ag 10,19, Cu 12,94. - 728a Au 77,53, Ag 12,34, Cu 10,13, nicht gefunden Pd ND < 0,02, Pt ND < 0,16

Zur Fingerabdrück muss man sich fragen wie genau ist das Gerät, wie wurde kalibriert? Wird an einer andere Stelle gemessen, werden andere Daten kommen.
Bei den letzten der drei weitere analysen werde notiert: nicht gefunden, mit anmerkungen die ich interpretiere als: keine Daten heisst es ist weniger als 0,02% Pd und weniger als 0,16% Pt im Materiaal. Im diesen Bereich ist das benützte Gerät einfach nicht zuverlässig.
Auch das zur ersten 2 analysen benützte Gerät wird solche Fehlermargen zeigen. Da sagt 0,002% überhaubt nichts.
Bei den 20-Helleranalysen hat sich gezeigt die Bi-Daten waren Fehlanzeigen.

Für eine echte Fingerabdruck braucht man viel mehr Analysen, am liebsten von verschiedene Geräte und dann dazu noch eine originalen Gold
 
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