1875 1 Pfennig Date Variations

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As I take more high resolution photos of my coins, some of the differences are starting to stand out more. I just made this composite image from a number of 1875 1 pfennig coins. The dates are all going to be slightly different depending on where the coin was minted. The difference is most notable with the last '5' digit. This isn't the only difference from this era. Other lettering on the coin can vary from mint to mint. Maybe tomorrow I'll try to add the mintmarks I missed here (i.e. C, E, G). This sort of variety information on Kaiserreich coins isn't published anywhere I've seen. Maybe someone has seen an article here or there. So I figured I should post this. I assume this sort of comparison is useful if you are trying to verify the authenticity of a key date like 1877-B or 1873-D. While I haven't tried to do it myself yet, I suspect that one could say what mint a coin came from without actually looking at the mintmark itself.

 
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Hello,
quit well- observed. The answer is given by Kurt Jaeger, cited from " Berichte ", 1961/2 :
" Die im Jaeger- Katalog " absichtlich nicht besonders vermerkten zahlreichen, meist minimalen Verschiedenheiten in den Stellungen von Jahreszahlen, vor allem bei den kleinen Münzen des Kaiserreiches, haben ihre einfache Ursache darin, dass die Matrizen für die Münzen wohl einheitlich geliefert wurden, jedoch ohne den Münzbuchstaben und auch ohne die letze Ziffer bei den Jahreszahlen, so dass diese jeweils von den einzelnen Münzstätten eingesetzt werden mussten. Hierbei blieb es dann nicht aus, dass Buchstaben - z.B. das G in Karlsruhe -manchmal in verschiedener Form oder die letzte Jahresziffer in unterschiedlicher Höhe eingefügt wurden.
Dieses nachträglich Einsetzen von Münzbuchstaben und letzter Jahresziffer zusammen mit dem bei grossen Prägemassen erheblichen Verbrauch an Münzstempeln ergibt die hin und wieder beobachteten kleinen Verschiedenheiten, die für den Spezialisten interessant und für de Techniker erklärlich sind. Solche Feinheiten aber besonders zu katalogisieren, das ginge zu weit. "
 
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Hallo,

dass die Matrizen für die Münzen wohl einheitlich geliefert wurden, jedoch ohne den Münzbuchstaben und auch ohne die letze Ziffer bei den Jahreszahlen

Beim betrachten der Bilder scheint meiner Meinung nach Jaeger geirrt zu haben. Für mich sind eindeutig die beiden letzten Ziffern zusätzlich geschnitten worden. Sehr deutlich an B und D zu sehen. B könnte noch von einer Verschmutzung des Stempel herrühren (schräg angeschnittener linker Anstrich der 7), bei D erscheint der linke Anstrich wie ein auf der spitze stehender Stiefel - da glaube ich nicht an verschmutzte Stempel. Auch die 7 bei A, H und J weicht im Habitus deutlich von den anderen ab. F würde ich als Standart 7 ohne irgend welche "Schnörkel" ansehen....
Hilfreich wären mehrere möglichst super erhaltene Vergleichsstücke.

Letzten Endes ist es jedoch wie bei den Variantensammler der Eurocent Stücke - es interessiert nur sehr wenige Spezialisten. Den meißten Sammlern wird es genügen die Stücke nach Jahr und/oder Prägestätte zu sammeln.
Eventuell haben einige Prüfer eigene (interne) Variantenkataloge wo solche Stempelunterschiede gelistet sind.
Interessant ist es aber in jedem Fall auch wenn man die Stücke nicht sammelt. Schult es doch den Blick für solch kleine Details beim eigenen Sammelgebiet.

Grüße
pingu
 
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Hallo,



Beim betrachten der Bilder scheint meiner Meinung nach Jaeger geirrt zu haben. Für mich sind eindeutig die beiden letzten Ziffern zusätzlich geschnitten worden. Sehr deutlich an B und D zu sehen. B könnte noch von einer Verschmutzung des Stempel herrühren (schräg angeschnittener linker Anstrich der 7), bei D erscheint der linke Anstrich wie ein auf der spitze stehender Stiefel - da glaube ich nicht an verschmutzte Stempel. Auch die 7 bei A, H und J weicht im Habitus deutlich von den anderen ab. F würde ich als Standart 7 ohne irgend welche "Schnörkel" ansehen....
Hilfreich wären mehrere möglichst super erhaltene Vergleichsstücke.

Letzten Endes ist es jedoch wie bei den Variantensammler der Eurocent Stücke - es interessiert nur sehr wenige Spezialisten. Den meißten Sammlern wird es genügen die Stücke nach Jahr und/oder Prägestätte zu sammeln.
Eventuell haben einige Prüfer eigene (interne) Variantenkataloge wo solche Stempelunterschiede gelistet sind.
Interessant ist es aber in jedem Fall auch wenn man die Stücke nicht sammelt. Schult es doch den Blick für solch kleine Details beim eigenen Sammelgebiet.

Grüße
pingu
Verschleiss und unterschiedliche Stempelpflege kommt noch dazu. Laut Münzgesetzgebung hatten alle Prägeanstalten ( aus Berlin ) u.a. eine " Normalzahlenreihe "anzufordern. Angestrebt wurde eine " grösstmögliche Einheitlichkeit des Gepräges " ( sinngemäss zitiert ). Aus der Formulierung geht ja schon bereits hervor, dass man mit kleinen Abweichungen gerechnet hat, an die " individuelle Handschrift der einzelnen Münzämter", die ein ehemalges Mitglied dieses Forms vor einigen Jahren hier und gegenwärtig in einer Münzenzeitschrift vertritt,glaube ich nicht. Spätestens seit der Lektüre von " Münze betreffend "( Rinke ),erscheint mir die Geldherstellung als ein recht emotionsloses Gewerbe.
 

Heinz-Rudolf

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Ich grüße Euch!
In den 70er hatte ich das Vergnügen an einem Vortrag (Hannover in den Räumen der Deutschen Bank) von Kurt Jäger teilzunehmen.
Auf die diesbezügliche Frage, ob er vor hätte die Prägeunterschiede (von Matthias oben beschrieben) zu katalogisieren?
Kam die Heiterkeit auslösende Antwort: Er halte nichts von der Variantenjägerei!
Viele Grüße
Heinz-Rudolf
 
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Interessantes Thema, zumindest mehr als die Ach-wie-Gesuchten Prägefehler bei Euros, die einem allerlei Seiten auftischen wollen oder Seriennummern bei Scheinen.

Hat eigentlich jemand (ein Bild von) einen (einem) Stempel mit nur zwei, bzw. drei Ziffern (18.., 187. o.ä.) und wie dann eine weitere Ziffer "eingesetzt" wurde. Ich könnte mir eher vorstellen, dass dort noch Material stehen gelassen wurde und es später weg-"geschnitten" wurde.

Grüsse
Endre
 
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Interessantes Thema, zumindest mehr als die Ach-wie-Gesuchten Prägefehler bei Euros, die einem allerlei Seiten auftischen wollen oder Seriennummern bei Scheinen.

Hat eigentlich jemand (ein Bild von) einen (einem) Stempel mit nur zwei, bzw. drei Ziffern (18.., 187. o.ä.) und wie dann eine weitere Ziffer "eingesetzt" wurde. Ich könnte mir eher vorstellen, dass dort noch Material stehen gelassen wurde und es später weg-"geschnitten" wurde.

Grüsse
Endre
Nein, Abbildungen von solchen zur Fertigstellung vorgefertigten Prägewerkzeugen habe ich noch nie gesehen. Am Nähesten kommt wohl die Abbildung der sächsischen Probemünze zu 2 Mark, die den König in Uniform zeigt. Bei diesem laut dem Jaeger 1916 entstandenen und dort abgebildeten Entwurf, ist die Jahreszahl bis auf erste 1 unvollständig.
 

michel008

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Interessantes Thema, zumindest mehr als die Ach-wie-Gesuchten Prägefehler bei Euros, die einem allerlei Seiten auftischen wollen oder Seriennummern bei Scheinen.

Hat eigentlich jemand (ein Bild von) einen (einem) Stempel mit nur zwei, bzw. drei Ziffern (18.., 187. o.ä.) und wie dann eine weitere Ziffer "eingesetzt" wurde. Ich könnte mir eher vorstellen, dass dort noch Material stehen gelassen wurde und es später weg-"geschnitten" wurde.

Grüsse
Endre

Moin Moin,

es bedarf keiner Beschreibung...

Beste Grüße
michel008

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I personally do not collect varieties, but I think it's interesting to notice the difference. Out of curiosity, I compared my 1 penny to my 2 penny coins. There are differences in the "1" digit, but those differences came from the main engraver and were not created at the individual mints.

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