20 Mark Hamburg von 1903 - Fälschung?

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Hallo, ich bin hier neu und ich habe mal eine Frage.
Ich versteigere gerade Münzen bei Ebay, eine davon ist eine 20 Mark Goldmünze Deutsches Reich "Freie und Hansestadt Hamburg" von 1903, Münzanstalt j.
Jetzt hat mir gerade jemand geschrieben, dass es eine Fälschung sein muss, weil 1903 diese Münzen nicht herausgegeben wurden.
Kann mir da jemand näheres zu sagen? Kann das stimmen? Wie kann ich prinzipiell zwischen Original und Nachprägung unterscheiden?

Vielen Dank

Clara
 

jeggy

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clara schrieb:
Hallo, ich bin hier neu und ich habe mal eine Frage.
Ich versteigere gerade Münzen bei Ebay, eine davon ist eine 20 Mark Goldmünze Deutsches Reich "Freie und Hansestadt Hamburg" von 1903, Münzanstalt j.
Jetzt hat mir gerade jemand geschrieben, dass es eine Fälschung sein muss, weil 1903 diese Münzen nicht herausgegeben wurden.
Kann mir da jemand näheres zu sagen? Kann das stimmen? Wie kann ich prinzipiell zwischen Original und Nachprägung unterscheiden?

Vielen Dank

Clara
Ja, das ist schon richtig, du verkaufst da definitiv eine Fälschung. Da es verboten ist, damit zu handeln, solltest du deine Auktion beenden und dir die Fälschung in die Schublade stecken, oder zum Einschmelzen , z.B. an einen Juwelier oder Münzenhändler geben. Dann gibt es wenigstens noch den Materialwert (abzgl. Abschlag).

Solche Stücke wie deins sind moderne Fälschungen. Die mit die häufigsten aber leider auch mit die besten Fälschungen von einem gewissen Zahnarzt Dr. Schmidt, der in den 60er und 70er Jahren massenhaft mit professionellen Mitteln Fälschungen produziert hat, sind nicht so einfach zu erkennen. Das können nur Leute, die auf diese Stücke spezialisiert sind.

Gruss,
jeggy
 
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Hallo,

grundsätzlich ist es nicht unproblematisch solche Münzen über ebay zu versteigern. Besonders wenn man sich damit nicht besonders gut auskennt sind Scherereien nicht auszuschließen.
Du kannst ja gerne mal deine Münzen auflisten und hier einstellen oder mir die Liste zusenden. Vielleicht können wir dir auf diesem Wege schon ein wenig weiterhelfen.

Gruß

Tom
 
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Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich habe die Münze jetzt wieder bei Ebay rausgenommen, um mir Ärger zu ersparen.
Ansonsten habe ich noch eine 20 Mark Münze Wilhelm von Preussen von 1904 (Ebay-Artikelnummer:8325474531) und eine kleine Hungar Bohem von 1915 (Nr. 8325478662).
Bilder kann ich leider keine einstellen, weil meine Kamera nichts her gibt (wie man bei den Auktionen sieht).

Muss ich bei diesen Münzen auch annehmen, dass sie Fälschungen sind?
Ich habe schon im Forum gelesen, dass die Hungar Bohem nur bis 1914 geprägt wurde. Ist es dann eine Fälschung oder Nachprägung?
Die 20 Mark Münze ist außerdem eingefasst und an der Fassung leicht verschmutzt - das mindert den Wert bestimmt auch?

Vielen Dank nochmal und viele Grüße

Clara
 
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clara schrieb:
und eine kleine Hungar Bohem von 1915 (Nr. 8325478662).
Bilder kann ich leider keine einstellen, weil meine Kamera nichts her gibt (wie man bei den Auktionen sieht).

Muss ich bei diesen Münzen auch annehmen, dass sie Fälschungen sind?
Ich habe schon im Forum gelesen, dass die Hungar Bohem nur bis 1914 geprägt wurde. Ist es dann eine Fälschung oder Nachprägung?
Bei den Prägungen von 1915 handelt es sich um staatliche Nachprägungen.
 

w_pilz

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Hamburg 1903?

Hallo, zusammen,

auch wenn ich jetzt vielleicht heftigen Widerstand hervorrufe: Das Hamburger Gepräge von 1903 ist definitiv keine Fälschung weil man nur fälschen kann, was es auch tatsächlich gibt. Insofern handelt es sich um eine moderne Prägung, die bewusst mit einem nicht existierenden Prägejahr versehen wurde. Ich kenne Stücke nicht existenter Jahrgänge, die Kerbränder haben, oder deren Kupfergehalt beim Gold etwas höher ist. Zugegeben: Wer sich nicht auskennt, fällt gerne mal darauf rein. Und das ist das eigentliche Übel solcher Gepräge. War also gut so, das Stück aus der Versteigerung zu nehmen. Andererseits gibt es genug Sammler, die genau solches suchen. Manchmal erzielen solche Stücke bei Ebay (mit ungeschönter Beschreibung) sogar höherer Gebote, als die 08-15-Zwanziger mit höheren Auflagen...

Grüße, Wolfgang
 

jeggy

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w_pilz schrieb:
auch wenn ich jetzt vielleicht heftigen Widerstand hervorrufe: Das Hamburger Gepräge von 1903 ist definitiv keine Fälschung weil man nur fälschen kann, was es auch tatsächlich gibt.
Die Definition "man kann nur fälschen was es auch tatsächlich gibt" kann ich so nicht stehen lassen.

Es gibt genügend Beispiele für Fälschungen, füw welche es kein echtes Pendant gibt, und die Fälschung eben gerade suggerieren soll, dass es diese Stücke tatsächlich gibt. Wenn die Fälschung perfekt durchgeführt wird, fällt dann die Fälschungserkennung besonders schwer, da es natürlich keine Vergleichsexemplare gibt.

Hier kann dann nur eine Plausibilitätsprüfung zum Schluss kommen, dass es sich um kein authentisches Stück handeln kann. Im Bereich der antiken Münzen kommt so etwas natürlich viel öfter vor.

Gruss,
jeggy
 
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jeggy

Deine Aussage ist sachlich falsch.

1.) Nicht mehr gültige Zahlungsmittel herzustellen ist eine Ordnungswidrigkeit ( noch nicht mal eine Straftat ).

2.) Der Handel mit Fälschungen ist nicht verboten sobald ich angebe, dass es sich um eine Fälschung handelt und nicht wissentlich eine Fälscung als echt verkaufe.

3.) Handel ich unwissentlich mit einer Fälschung erfüllt auch das keinen Straftatbestand.
 

jeggy

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Ich bezog mich lediglich auf das MünzG, insbesondere §11 und §12

http://www.bwpv.de/dokumente/muenzgesetz_52f2a23c06e04eef8e3.pdf

Gerne hätte ich zu diesem Thema eine Quellenangabe, wo nachzulesen ist, dass man mit ausser Kurs gesetzten gefälschten, aber ungekennzeichneten Münzen handeln darf, auch wenn man sie in der Beschreibung als Fälschung deklariert.

Ich kann hier nicht genau abgrenzen, um was es sich bei "Stücke, die als Nachahmungen gestaltet" handelt. Ich dachte immer, es handelt sich dabei um deutlich gekennzeichnete Nachprägungen (wie z.B. mit "2004" o.ä. punzierte Stücke)

Gruss,
jeggy
 
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jeggy
Da hast du Recht. Es handelt sich darum wenn es Stücke sind die für einen Laien als Nachprägung zu erkennen sind. Entweder durch die Einprägung des Wortes Kopie oder Copy oder der neuen Jahreszahl.
 
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