2CC Deutschland 2014 "Niedersachsen, St. Michaelskirche"

numisfreund

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Pressemeldungen 2011 16.03.2011

Bundeskabinett beschloss Prägung der 2-Euro-Gedenkmünzen "Baden-Württemberg" 2013, "Niedersachsen" 2014 und "Hessen" 2015

Die Bundesregierung hat beschlossen, im Jahr 2013 eine 2-Euro-Gedenkmünze "Baden-Württemberg", 2014 eine 2-Euro-Gedenkmünze "Niedersachsen" und 2015 eine 2-Euro-Gedenkmünze "Hessen" auszugeben.

Dazu erklärt das Bundesministerium der Finanzen:

Die Euro-Länder sind seit November 2003 durch EU-Ratsentscheid ermächtigt, ab 2004 einmal jährlich eine 2-Euro-Gedenkmünze herauszugeben. Diese 2-Euro-Münzen haben unverändert die gemeinsame europäische Seite (Wertseite), während die Euro-Länder ihre nationale Seite (Bildseite) mit wechselnden Motiven ausgestalten können.

2006 wurde erstmals eine deutsche 2-Euro-Gedenkmünze "Schleswig-Holstein" mit dem Motiv Holsten-Tor in Lübeck ausgegeben. Sie bildete den Auftakt einer Serie "Bundesländer", die aus insgesamt 16 Münzen mit Abbildungen eines prägnanten Wahrzeichens oder Bauwerkes je Bundesland bestehen wird. Mit dieser Serie soll den Bürgerinnen und Bürgern in Europa der föderale Aufbau unseres Landes näher gebracht werden. Die Ausgabe der Münzen erfolgt in der Reihenfolge der Präsidentschaft im Bundesrat (2007 "Mecklenburg-Vorpommern", 2008 "Hamburg", 2009 Saarland, 2010 "Bremen", 2011 "Nordrhein-Westfalen", 2012 "Bayern").

Die Münzen werden neben den bisherigen 2-Euro-Umlaufmünzen, die gültiges Zahlungsmittel sind und weiter geprägt werden, ausgegeben. Auch die 2-Euro-Gedenkmünzen sind gültiges Zahlungsmittel in den Euro-Ländern. Die Auflagenhöhe wird jeweils voraussichtlich 30 Mio. Stück betragen.

Die gemeinsame europäische Seite der 2-Euro-Gedenkmünze entspricht der der 2-Euro-Umlaufmünze. Der Münzrand enthält in vertiefter Prägung unverändert die Inschrift:

"EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT"

Auf der Randzone der Münze sind die europäischen Sterne, das jeweilige Ausgabejahr und die Nationalitätenkennzeichnung "D" für das Ausgabeland Bundesrepublik Deutschland vermerkt.

2014 Deutschland 2CC Niedersachsen.jpg

Die nationale Seite der Gedenkmünze "Baden-Württemberg" enthält die prägenden Merkmale des Klosters Maulbronn. Der Entwurf stammt von dem Künstler Eugen Ruhl aus Pforzheim. Auf der Gedenkmünze "Niedersachsen" ist die St. Michaelskirche in Hildesheim abgebildet; sie wurde von dem Künstler Erich Ott aus München gestaltet. Die Gedenkmünze "Hessen" zeigt die klassische Perspektive auf die Paulskirche. Der Entwurf stammt von dem Künstler Heinz Hoyer aus Berlin.

Die 2-Euro-Gedenkmünze hat die gleichen technischen Parameter wie die 2-Euro-Umlaufmünze.

Copyright des Bildes: Bundesministerium der Finanzen
 
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung:

Münzwettbewerb 2 Euro Münzen

2013 Baden-Württemberg Kloster Maulbronn, 2014 Niedersachsen Michaeliskirche, 2015 Hessen Paulskirche

Die Münzserie „Bundesländer“, die bereits mit sieben Motiven auf 2-Euro Münzen begonnen wurde, soll durch drei weitere Motive für die Jahre 2013, 2014 und 2015 ergänzt werden.

Am 2. Dezember 2010 entschied eine achtköpfige Jury unter Vorsitz der Bonner Künstlerin Lucia Maria Hardegen die Gestaltung dieser 2-Euro-Gedenkmünze.

1. Platz 2014 Tarnzahl 1782
Erich Ott, München

Der Siegerentwurf zeigt die St. Michaelskirche in Hildesheim in ihrer charakteristischen Außenansicht von Süden. Perspektive und Proportionen sind stimmig. Die Idee des Grundrisses in Form des griechischen Doppelkreuzes mit zwei Querschiffen und den beiden wuchtigen Türmen über den Vierungen kommt überzeugend zum Ausdruck. Der Entwurf ist sehr sauber gearbeitet und besticht durch seine Detailgenauigkeit bis hin zu den Maßwerken der Fenster. Im Vergleich zu anderen Entwürfen entwickelt sich die plastische Darstellung aber zart über dem Reliefgrund. Dies trägt zum harmonischen Gesamteindruck bei. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist mit hohem Wiederkennungswert prägnant und stimmig wiedergegeben. Es ist in diesem Entwurf geeignet, das Land Niedersachsen mit diesem Architekturkleinod über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen.
Das Preisgericht empfiehlt, die Schriftgröße des Nationalitätenkennzeichens sowie des Schriftzuges Niedersachsen an die Größe der Jahreszahl 2014 anzupassen, sowie den hier zu dominanten Buchstaben J an die linke Seite des Gebäudes zu verschieben.
 

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Hintergrundinformationen:

St. Michaeliskirche Hildesheim.jpg

St. Michael in Hildesheim, auch als Michaeliskirche bezeichnet, ist eine vorromanische Kirche. Seit 1985 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie soll 2014 das Motiv auf der Rückseite der deutschen 2-Euro-Gedenkmünze sein. Am 2. Januar 2010 erschien eine Jubiläumsbriefmarke (2,20 EUR) mit dem Motiv von St. Michael.

St. Michael ist eine der bedeutendsten erhaltenen Kirchen im ottonischen, also vorromanischen, Baustil.

Im Gesamtbau und in den Einzelformen wird eine neue Freiheit und Unabhängigkeit von Antikem, Frühchristlichem, Byzantinischem und auch Karolingischem erreicht. Zum ersten Mal ist der gesamte Kirchenbau nach einer durchgehenden maßeinheitlichen Ordnung gestaltet, indem das Vierungsquadrat zur Grundeinheit für die Gesamtkonstruktion genommen wurde. Die Gesamtansicht verdeutlicht die strenge kubische Ordnung, die den Eindruck archaischer Macht ausstrahlt.

Es ist eine doppelchörige Basilika mit zwei Querhäusern und einem quadratischen Turm an jeder Vierung. Die Querhäuser werden von je zwei runden, kleineren Treppentürmen flankiert. Der gesamte Bau folgt einer aus gleich großen Quadraten entwickelten geometrischen Konzeption.

St. Michael liegt am nordwestlichen Rand des Stadtkerns von Hildesheim auf dem sog. Michaelishügel. Über die Südseite wird das Langhaus durch das Hauptportal betreten. Hinter der Kirche schließt ein Garten an, der Klostergarten. Über den alten Kreuzgang, der auch über diesen Garten zu erreichen ist, gelangt man in die modernen Gebäude der Umgebung mit dem Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik und der Landessuperintendentur. Nach Osten und Süden erreicht man über Seitenstraßen das Stadtzentrum. Unweit westlich der Michaeliskirche befindet sich der barocke Magdalenengarten, und im Norden schließt das Gymnasium Andreanum an.

Quelle und mehr
 
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Die Originalquelle ist übrigens die Facebookseite der Münze Berlin.
 
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