2€CC Europäische Gemeinschaftsausgabe 2022 "35 Jahre Erasmus-Programm"

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Das Thema ist soweit ja ganz Ok, aber hätte man nicht noch wenigstens bis zum 40. Jubiläum warten können. Ich mein 50 Jahre wäre noch runder gewesen, aber zugegen, ob es da noch Münzen im allgemeinen oder den Euro im speziellen gibt ist fraglich. Aber 5 Jahre zu warten wäre doch wohl noch möglich gewesen...
 
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..
überflüssig wie ein Kropf, langweilig..., zum abgewöhnen,
könnte für mich das definierte Ende der 2 € Sammelei sein
 

numisfreund

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Keiner zwingt uns, 2-€-Gedenkmünzen zu sammeln. Das machen wir freiwillig, weil wir Spaß an der Sache haben … - oder lassen es einfach, aus diversen Gründen, die jeder für sich entscheidet.

Zu verlangen, dass die EU auf die Ausgabe von Gedenkmünzen in Form von einheitlichen Gemeinschaftsausgaben verzichten sollte, ist aber nicht geboten.

Münzen sind seit alters her Informations- und auch "Werbe"-träger. Mit ihnen konnte schon im Altertum der Ruhm eines Kaisers in die Welt getragen werden. Warum also sollte die EU darauf verzichten, den Bürgern Europas ihre Errungenschaften - man mag im einzelnen dazu stehen wie man will - zu präsentieren?

Ich für meinen Teil (und das habe ich schon weiter oben geschrieben) halte das ERASMUS-Programm der EU für eine sehr gute Einrichtung, von der vielen Bürger Europas profitiert haben und auch hoffentlich zukünftig noch viele profitieren werden.

Die Frage, die uns Sammler bewegt, ist doch viel mehr, ob es nötig ist, die Gemeinschaftsausgaben von Gedenkmünzen vom Motiv her so einheitlich zu gestalten, wie wir es mit den vier vorhergehenden Ausgaben erlebt haben. Aber diese Diskussion ist schon so alt, wie es diese Münzausgaben gibt.

Wir Münzsammler würden doch viel mehr darauf abfahren, wenn sich die nationalen Ausgaben neben der Länderumschrift auch noch in einem anderen Aspekt unterscheiden würden. So hatte ich zum Beispiel vor der letzten Ausgabe von 2015 (EU-Flagge) vorgeschlagen, jeweils neben dem Hauptmotiv der 12-Sterne-Flagge die nationale Flagge des Ausgabelandes zusätzlich mit darzustellen.

Also "Einheit in Vielfalt" - wie schon das Motto der EU lautet.

Diese 19 einerseits einheitlich, aber dennoch unterschiedlich gestalteten Münzen würden mit Sicherheit jedes Sammlerherz höher schlagen lassen.

Wie man diese Idee auf der neuen Münze umsetzen könnte, weiß ich nicht - aber eine Anregung wäre es doch. Vielleicht bleiben dann einige Sammler unserem Sammelgebiet treu … ;)
 

chrisild

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könnte für mich das definierte Ende der 2 € Sammelei sein
Wie numisfreund gerade schrieb, ist niemand gezwungen, Münzen bzw. bestimmte Münzen zu sammeln. Und die Fülle der Ausgaben macht eine "Komplettsammlung" ohnehin so gut wie unmöglich. Also: Was Du nicht magst, ignorierst Du halt. Ob das nun einzelne Ausgaben betrifft oder die 2-Euro-Münzen insgesamt, ist Deine Entscheidung, soweit es Deine Sammlung betrifft.

Erasmus 35 ... der "krumme" Jahrestag gefällt mir auch nicht, aber das Erasmus-Programm ist etwas, auf das wir durchaus stolz sein können. Und nein, ich werde mir nicht 19 (oder wegen Münzzeichen gar 23) Versionen dieser einen Münze zulegen; das musste schon bei der Flagge für mich nicht sein.

Wenn bei einem gemeinsamen Thema jeder Euro-Mitgliedstaat seine eigene Designvariante hätte, wäre mir das zu viel - es sei denn, der "Deckel" von zwei Ausgaben pro Jahr würde auch durch Gemeinschaftsausgaben nicht erhöht. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, dass die Europäische Zentralbank als Herausgeber der gemeinschaftlichen €2-Ausgaben einspringt. Dann gäbe es exakt eine Version. Müssten die Münzherren :) mal diskutieren - Hauptsache, es wird nicht wieder zwei Dutzend mal fast der gleiche Look ...

Tschüs,
Christian
 
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Bei den EU-Ausgaben ist m.M. nicht das Problem dass es sie überhaupt gibt, sondern der Anlass für den sie aufgelegt werden.

"Flagge" erweckte bei mir den Eindruck, dass um jeden Preis eine Ausgabe her musste; es war zweitrangig, wem/wessen man da "gedenken" wollte.
Dann hätte man 2015 z.B. "50 Jahre EU-Fusionsvertrag" nehmen können, was ich viel besser gefunden hätte.


(Für die Jüngeren unter uns:

EG-Fusionsvertrag – Wikipedia

;))


Und wenn man schon ein derart "unrundes" Jubiläum wie ein 35. nimmt, wäre für 2022 eine Ausgabe "60 Jahre europäisches Parlament" meiner Meinung auch ein besseres Thema gewesen.
 
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Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, dass die Europäische Zentralbank als Herausgeber der gemeinschaftlichen €2-Ausgaben einspringt. Dann gäbe es exakt eine Version. Müssten die Münzherren :) mal diskutieren - Hauptsache, es wird nicht wieder zwei Dutzend mal fast der gleiche Look ...

Tschüs,
Christian

Dass halte ich für unwahrscheinlich. Immerhin verspricht die Ausbringung von Münzen mit einer hohen Differenz zwischen Nominalwert und Prägekosten einen guten Gewinn für die jeweilige Staatskasse bei vergleichsweise geringem Aufwand. Dieses einfach verdiente Geld werden sich die meisten Staaten kaum nehmen lassen.
Momentan beobachten wir anhand der mannigfaltigen Ausgabe von reinen Sammlermünzen und dem Trend, Gedenkzweier als reine Sammlermünzen auszugeben wenn die EZB einen landesweit zu großen Überschuss an Zweier rügt anstatt auf die Ausgabe ganz zu verzichten ja, wie lukrativ die Münzprägung (gerade für den Sammler arkt) ja sein muss.
 
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Selbst eine aus kostengründen einheitliche Gestaltung oder zentrale Produktion von 1 und 2 Cent-Stücken ist ja schon abgelehnt worden, daher halte ich es für ausgeschlossen, dass es in näherer Zukunft seitens der EZB oder anderer EU-Institutionen emittierte Münzen geben wird
 

chrisild

Sammler :)
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"Flagge" erweckte bei mir den Eindruck, dass um jeden Preis eine Ausgabe her musste; es war zweitrangig, wem/wessen man da "gedenken" wollte.
Seh' ich nicht ganz so - solche Symbole sind für ein Gemeinwesen durchaus von Bedeutung. (Zum Beispiel hat so gut wie jede Stadt/Gemeinde ihr eigenes Wappen.) Und die Europäische Union hat offiziell seit 1985 eine Flagge und eine Hymne. Dass man 30 Jahre später daran erinnert, finde ich sinnvoll - allerdings hätte ich "damals" eine Kombination der beiden Symbole für sinnvoll gehalten.

Für 2022 hätte ich mir, wie erwähnt, den Jahrestag des Vertrags von Maastricht als Münzmotiv gewünscht. Immerhin gibt es seitdem (bzw. seit dem Inkrafttreten 1993) eine Europäische Union. Allerdings weiß ich nicht, ob es gegen dieses Thema nicht vielleicht Widerstände aus einem Mitgliedstaat gab.

@Muppetshow - Ja, ich bin, was "EZB-Münzen" angeht, auch eher skeptisch. Solange es auf der einzelstaatlichen Ebene bleibt (s. "Bundesrepublik"-Münzen und "Bundesbank"-Goldmark), scheint es ja zu funktionieren, aber sonst vermutlich nicht. Doch gerade weil eine große Zahl von Gedenkzweiern ja durchaus auf Kritik stößt, wäre es einen fernen Tages ;) mal eine Überlegung wert ...

Tschüs,
Christian
 
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Die anderen Themen, die für eine gemeinsame Gedenkmünze im Jahr 2022 in Betracht gezogen wurden, waren:

- 25. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Amsterdam
- 20. Jahrestag der Einführung von Euro-Bargeld

Für die gemeinsame Gedenkmünze findet ein Designwettbewerb statt. Nur Personen, die zum Zeitpunkt des Starts des Münzwettbewerbs an einem Erasmus-Programm teilnehmen, dürfen einen Entwurf einreichen. Eine professionelle Jury wählt eine kleine Gruppe der am besten geeigneten Designs aus. Bürger des Euro-Währungsgebiets können anschließend durch Online-Abstimmung auswählen, welches Design verwendet werden soll.

Die Entscheidung zur Herausgabe einer gemeinsamen Gedenkmünze im Jahr 2022 wurde bereits im November 2017 getroffen. Das Thema der Münze wurde im Juni 2018 gewählt.

Quelle: Niels van Schendel (Informationen, die mir vom Rat der Europäischen Union zur Verfügung gestellt wurden).
 
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