2€CC Malta 2020/1 "Prähistorische Stätten Maltas - Tempel von Skorba"

numisfreund

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Seit dem Jahre 2016 gibt Malta jährlich eine 2-€-Gedenkmünze aus einer Serie von insgesamt sieben Münzen heraus, die sich den "Prähistorischen Stätten Maltas" widmen.

Die Reihenfolge wird, wenn sie entsprechend der Reihenfolge der Nennungen durch die UNESCO folgt, so aussehen:

2016: Tempel von Ġgantija
2017: Hypogäum von Ħal-Saflieni
2018: Ħaġar Qim
2019: Mnajdra
2020: Ta’ Ħaġrat
2021: Tempel von Skorba
2022: Tempel von Tarxien

Im ersten Ausgabejahr sind 350.000 Münzen aus der Rolle, 30.000 Münzen in einer Coincard sowie weitere 30.000 Münzen im KMS BU vorgesehen. Es darf davon ausgegangen werden, dass diese Auflagenhöhe während der Serie beibehalten wird.

Die Münzen in der Coincard tragen das Münzzeichen der Prägestätte (2016 Monnaie de Paris), die im Kursmünzensatz ein maltesisches Münzzeichen, die Rollenware 2016 trägt kein Münzzeichen. Auch diese Regelung wird voraussichtlich während der Serie beibehalten.

EDIT 20.10.2016: Die tatsächliche Reihenfolge der Ausgaben entspricht nicht der obigen. Diese Münze wird vermutlich im Jahre 2020 erscheinen.
 
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numisfreund

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Hintergrundwissen:

Die Tempel von Skorba liegen einen Kilometer östlich der Anlage von Ta’ Ħaġrat bei Mġarr am Südosthang des Bidnija Ridge beim Ort Żebbiegħ auf Malta. Sie zählen zu den Megalithischen Tempeln von Malta, die 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden und wurden in das Nationale Inventar der Kulturgüter der maltesischen Inseln aufgenommen. Es finden sich megalithische Ruinen.

Die kontinuierliche Nutzung des Kultplatzes, der zu den ältesten Maltas gehört, erfolgte seit der Għar-Dalam-Phase und geht bis zum Ende der Tempelkultur. Der westliche Steintempel wurde ab der Ġgantija-Phase, der östliche seit der Tarxien-Phase genutzt.

Der Einzugsbereich des Kultplatzes umfasst die Terra-Böden im Hügelland sowie den Ostteil der Binġemma-Senke. Besondere Bedeutung erhält der Kultplatz durch die Hauptverbindung zwischen Mittel- und Nordmalta, die sich hier vom Falka Gap kommend verzweigt.



Zwei benachbarte Tempel (West bzw. Ost), vielleicht einst beide mit fünflappiger Komposition. Der Westtempel mit tiefer, der Osttempel mit flacher Kopfnische. Erhaltene Steinreste im Osten der Umzäunung bezeugen, dass der Kultplatz ein größeres Areal als das abgegrenzte Gelände umfasste.

Quelle und mehr: Tempel von Skorba – Wikipedia
 

minted

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Die Nationalbank von Malta teilte auf Anfrage mit: ... The temples of Ta Hagrat and Skorba will appear in 2019 and 2020. However the order in which these two temples will appear will be determined at a later stage.
 
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Danke für die Info. Ich habe die Threadtitel der Serie angepasst.
 

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Hier ein erstes Bild des Münzmotivs:

Screenshot (718).png


Quelle: Central Bank of Malta (aus dem Schreiben vom 19.09.2019 an die EU)
 
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numisfreund

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Hintergrundwissen:
(zur abgebildeten Figur)

Die Keramik von Skorba

Die Entwicklung der maltesischen Besiedlung wird in Perioden und Phasen angegeben, deren exakte zeitliche Abgrenzung bis heute nicht eindeutig festgelegt ist. Es sind zum Teil sehr unterschiedliche Angaben zu finden.[1] Die Einteilung wird für die zeitliche Bestimmung der gefundenen Keramiken und Skulpturen verwendet.[2] Die einzelnen Phasen tragen dabei oft die Bezeichnung eines bekannten Tempels aus dem entsprechenden Zeitabschnitt. Das Graue Skorba (4500–4400 v. Chr.) und das Rote Skorba (4400–4100 v. Chr.) stellen die älteste Siedlungskeramik der Insel dar. Auch eine den Kykladenidolen ähnelnde Frauenfigur wurde in Skorba gefunden.

Quelle: Tempel von Skorba – Wikipedia

Kykladenidol

Kykladenidol, früher „Spedos-Typ“, Goulandris Museum Athen

Kykladenidole sind Figuren überwiegend aus Marmor, die aus der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit stammen. Sie wurden vorwiegend auf der griechischen Inselgruppe der Kykladen gefunden und sind charakteristisch für die Kykladenkultur in der Zeit um 5000 v. Chr. bis 1600 v. Chr. Die ausgeprägtesten Formen werden dem 3. Jahrtausend v. Chr. zugerechnet. Die Herstellung von Kykladenidolen endet mit dem Umbruch zur Mittelkykladischen Zeit um 2000 v. Chr. Ein kausaler Zusammenhang mit der damaligen Einwanderung von Indo-Europäern in den griechischen Raum wird diskutiert.[1] "Idol" bezeichnet in der Vor- und Frühgeschichte alle abstrahierten Bildwerke, bei denen eine kultische Bedeutung anzunehmen ist.[2]

Rund 230 Objekte werden im Goulandris-Museum für kykladische Kunst in Athen ausgestellt, eine umfangreiche Sammlung hat auch das Archäologische Museum in Iraklio auf Kreta. In Deutschland besitzt das Badische Landesmuseum in Karlsruhe eine bedeutende Sammlung. Kleinere Sammlungen befinden sich im Louvre, Paris, im Britischen Museum in London, dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles und verschiedenen weiteren Museen und Privatsammlungen.

Quelle: Kykladenidol – Wikipedia
 
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Endlich eine Darstellung die sich signifikant von den Vorgängern unterscheidet, sehr gelungen!
 

numisfreund

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Endlich eine Darstellung die sich signifikant von den Vorgängern unterscheidet, sehr gelungen!
Es ist ja auch ein anderer Tempel. Zusätzlich ist das "Kykladenidol" eingefügt.

Hier mal die bisherigen fünf Tempelabbildungen im Vergleich:

2016 253 Malta Ggantija ohne Mz-20.jpg
2017 273 Malta Hagar Qim -F-20.jpg
2018 317 Malta Mnajdra -20.jpg
2019 344 Malta Ta Hagrat (Mz F)-20.jpg
2020 MT 2020 Skorba.jpg
 
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Sorry, am Vorabend des Mauerfalls sollten wir keine neuen errichten... :lachtot:
 
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