5 Gulden Danzig 1932 - Wie mit der Situation umgehen?

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Ach, schönes Thema! Ich habe gerade im Jaeger weiter geschnöckert. Erstmal wurden vom JD 7 (1 Gulden 1923), 20 Exemplare-Goldabschläge für die Mitglieder des Senat hergestellt. Hat schon jemand davon einen gesehen?

Und dann wurden von JD 7, im Jahr 1927 1 Million eingeschmolzen und daraus in Berlin(!) 400.000 Exemplare 1/2 Gulden 1927(JD 6) und 160.00 Exemplare 5 Gulden 1927 (JD 9) geprägt. Ebenfalls in Kehrprägung.
Und das JD 6 bis 9 in Kehrprägung hergestellt wurde steht auch im Jaeger.:schaem:
Stimmt, immer überlesen und jetzt entdeckt, unter D6 steht das. Was bedeutet, dass der Jahrgang 1927 von D 6 und D9die einzigen deutschen Münze sind, die in einer deutschen Prägeanstalt französisch geprägt wurden.

Dann taucht noch die spannende Frage auf, wieso Utrecht den Prägeauftrag so ausgeführt hat. Ich mutmasse mal, dass in der Bestellung diese Frage gar nicht erwähnt wurde und die Niederländer den Auftrag so ausgeführt haben, wie es ihnen am Natürlichsten erschien.
 
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Danken wir Rambo für seinen Beitrag zu seinem Kauf :)

Ich habe mal weiter in den Jaeger-Katalogen recherchiert. In der 11. Auflage steht noch der Grund der Umschmelzung: "Die Gesamtausmünzung sollte 20 Gulden pro Kopf der Bevölkerung betragen." In der 12. von Pusback steht eine längere Einleitung für Danzig mit einem Literaturhinweis auf Marian Gumowski - Handbuch der polnischen Numismatik, Graz 1960. Pusback hatte die Auflage D7 von 1.250.000 auf 3.500.000 korrigiert. Danzig hatte früher auch viele Aufträge aus Polen ausgeführt. Polnische Münzen haben glaube ich Kehrprägung.

Haben denn jetzt D1a und D1b Wendeprägung? Es stellt sich bei mir die Frage, warum sie überhaupt eine Wendeprägung gemacht haben.
[...]Was bedeutet, dass der Jahrgang 1927 vo D 6 die einzige deutsche Münze ist, die in einer deutschen Prägeanstalt französisch geprägt wurde.[...]
Ich bin mir da nicht so sicher. Ich halte es ebenso für wahrscheinlich, dass die Berliner Nachprägungen Wendeprägungen sind. Der Kommentar wurde in der 14. von Pusback ergänzt.

[...]
Dann taucht noch die spannende Frage auf, wieso Utrecht den Prägeauftrag so ausgeführt hat. Ich mutmasse mal, dass in der Bestellung diese Frage gar nicht erwähnt wurde und die Niederländer den Auftrag so ausgeführt haben, wie es ihnen am Natürlichsten erschien.
Wenn Deine Annahme sich als richtig erweist, müssten die Berliner Nachprägungen von D6 und D9 mit der gleichen Begründung aber ebenso in Wendeprägungen ausgeführt worden sein.

Edit: Ich hatte leider wieder die falschen (alten) Bezeichnungen verwendet :schaem:. Jetzt habe ich sie richtig.
 
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Haben denn jetzt D1a und D1b Kehrprägung? Es stellt sich bei mir die Frage, warum sie überhaupt eine Kehrprägung gemacht haben.

Ich bin mir da nicht so sicher. Ich halte es ebenso für wahrscheinlich, dass die Berliner Nachprägungen Kehrprägungen sind. Der Kommentar wurde in der 14. von Pusback ergänzt.


Wenn Deine Annahme sich als richtig erweist, müssten die Berliner Nachprägungen von D6 und D9 mit der gleichen Begründung aber ebenso in Kehrprägung ausgeführt worden sein.
D 1a hat die Wendeprägung (deutsche Prägung). Zumindest mein Exemplar. :D Deshalb gehe ich mal bei D1b ebenfalls davon aus. Die Berliner Prägungen von 1927 dürften ebenfalls die Kehrprägung wie die Exemplare aus Utrecht haben. Sonst wäre dies im Jaeger sicherlich vermerkt, oder eventuell eine eigene Jaeger-Nummer vergeben worden. Leider habe ich kein Exemplar von 1927, aber irgendwer aus dem Forum sollte doch wohl helfen können.
 
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D 1a hat die Wendeprägung (deutsche Prägung). Zumindest mein Exemplar. :D Deshalb gehe ich mal bei D1b ebenfalls davon aus. Die Berliner Prägungen von 1927 dürften ebenfalls die Kehrprägung wie die Exemplare aus Utrecht haben. Sonst wäre dies im Jaeger sicherlich vermerkt, oder eventuell eine eigene Jaeger-Nummer vergeben worden. Leider habe ich kein Exemplar von 1927, aber irgendwer aus dem Forum sollte doch wohl helfen können.

Es wäre interessant herauszufinden, warum sie D1a und D1b in deutscher Prägung ausgeführt haben und dann D6 (1927) und D9 (1927) in französischer?
 
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Ach, schönes Thema! Ich habe gerade im Jaeger weiter geschnöckert. Erstmal wurden vom JD 7 (1 Gulden 1923), 20 Exemplare-Goldabschläge für die Mitglieder des Senat hergestellt. Hat schon jemand davon einen gesehen?

Nein, leider. In der Sammlung Vogel kamen zwar einige Goldbschläge vor, doch dieses Stück nicht. Ihm hätte ich es zugetraut, so etwas zu besitzen. Auf Acsearch bin ich auch nicht fündig geworden.
 
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Es wäre interessant herauszufinden, warum sie D1a und D1b in deutscher Prägung ausgeführt haben und dann D6 (1927) und D9 (1927) in französischer?
D1a und D1b sind ja für mein Verständnis eigentlich Notmünzen. Denn bis 1923 war doch die Mark in Danzig Zahlungsmittel. Erst als die Inflation richtig zuschlug änderte man dies. Deshalb wird man für die 10 Pf. von 1920 mit keinerlei Gedanken an die Kehrprägung gedacht haben.
 
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D1a und D1b sind ja für mein Verständnis eigentlich Notmünzen. Denn bis 1923 war doch die Mark in Danzig Zahlungsmittel. Erst als die Inflation richtig zuschlug änderte man dies. Deshalb wird man für die 10 Pf. von 1920 mit keinerlei Gedanken an die Kehrprägung gedacht haben.

Stimmt, da hast Du Recht. Muss ja dann in Kehrprägung sein. Ich habe soeben im Seidel gestöbert. In den Ausführungsbestimmungen zum Münzgesetz vom 6. Februar 1924 (GBl. Danz. S.21) wird eine Kehr- bzw. Wendeprägung nicht erwähnt.
 
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Stimmt, da hast Du Recht. Muss ja dann in Kehrprägung sein. Ich habe soeben im Seidel gestöbert. In den Ausführungsbestimmungen zum Münzgesetz vom 6. Februar 1924 (GBl. Danz. S.21) wird eine Kehr- bzw. Wendeprägung nicht erwähnt.
Nun wäre es interessant herauszufinden, ob die Presse ( Tagespresse, Sammlerpresse ) damals auf den Umstand reagiert hat, dass Utrecht Münzen mit einer für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen Anordung von Vorderseite und Rückseite geliefert hat.

In diesem Artikel zumndest, war dies kein Thema : http://webopac0.hwwa.de/DigiInst/F/...83126128000000001020000_0532_1051L000HP_A.JPG
 
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bernwetz

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Würde gerne einen Danziger-5er vorstellen, der mir nicht ganz geheuer ist. Mir gefallen u. a. die Es in Temere nicht wirklich, auch das NEC scheint nicht sehr gut ausgeprägt. Was sagen die Profis? :)
 

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Die typischen Fälschungsmerkmale sind nicht vorhanden, die Randschrift ist bei den Danzigern oft sehr dünn und wirkt deshalb krakelig. Der Charakter der Buchstaben ist ok.

Sofern dies eine Ferndiagnose zulässt, ist die Münze echt.
 
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