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50 Cent Spanien 2001 Fehlprägung ?!

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Moin Moin,

es handelt sich, wie von "epareiner" angedacht, nach meiner Einschätzung mit allergrößter Wahrscheinlichkeit um eine Manipulation --- leider!

Gründe für meine Überzeugung :
1. Die Münze weist, über die Abb. jedenfalls für mich sichtbar, für eine Rondenverwechslung eine viel zu gleichmäßige Dicke auf. An der Stelle ohne Randstabandeutung müsste die Dicke über unbegrenzten Materialfluss eindeutig abnehmen.
2. Die in Randstabnähe befindlichen Reliefteile des Münzbildes zeigen für eine Rondenverwechslug eine eindeutig zu "saubere" (normale) Ausprägung auf. Durch den, über die im Durchmesser zu kleine Ronde, nicht wirksam werdenden Prägering müssten in Randstabnähe diese Merkmale gemäß Erfahrung durch den gestörten Materialfluss mehr oder weniger "verzerrt", d.h., wie nach außen geflossen aussehend, geprägt worden sein. Das ist hier aber eindeutig nicht der Fall.

@ "Adi"
Wäre dann nicht die "Spanische Blume" erkennbar?
confused.gif

-----> Das ist doch auf gar keinen Fall möglich !!! Diese werden über den Prägering und die 20er Stempel beim Prägen ausgebildet ("Lolos" richtige Vermutung) !!!!!

Beste Grüße
varukop
 

Münzadler

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@ "Adi"
Wäre dann nicht die "Spanische Blume" erkennbar?
confused.gif

-----> Das ist doch auf gar keinen Fall möglich !!! Diese werden über den Prägering und die 20er Stempel beim Prägen ausgebildet ("Lolos" richtige Vermutung) !!!!!

Beste Grüße
varukop

Stimmt, lediglich eine Randschrift wird vor dem prägen angebracht
nicht die Randgestaltung. :schaem:

Stimmts? :D
 
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Stimmt, lediglich eine Randschrift wird vor dem prägen angebracht
nicht die Randgestaltung. :schaem:

Stimmts? :D


Moin Moin,

auf den Euro bezogen stimmt das --- "fast" !:D

Unberücksichtigt bleiben bei dieser Aussage die Ränder der 2 Cent Münze ---- und letztlich auch die der beiden Pillen, obwohl sie nach dem Prägen nicht zur Randgestaltung der Münze beitragen :).

Generell: Auch eine Randschrift trägt m.E. in jedem Fall zur "Randgestaltung" einer Münze bei! ;):)

Nochmals zum Verständnis

Es existieren zur Zeit 4 verschiedene Grundtypen (definiert über den Herstellungsprozess) zur Randgestaltung beim Euro, die auch über 4 verschiedene Abläufe wie gewünscht gestaltet werden.
Zwei davon stellen separate Vorgänge vor dem Prägen dar, die beiden anderen erfolgen bei der Prägung.
Dabei sind die unterschiedlichen Verfahren bei der Anbringung von 1. Nut, 2. Rändelung (Randschrift, Ornamente usw.), 3. Spanischer Rose, Wellen, Kerben, Riffeln und 4. glattem und geradem Rand zu berücksichtigen

Zu 1.
2 Cent und Pille des 1 und 2 Euro --- die jeweils umlaufende Nut auf dem Rand wird beim Stauchprozess des Rohlings direkt mit angebracht
Zu 2.
2 Euro --- die Rändelung dieses Nominals erfolgt in dem der eigentlichen Prägung vorangehenden separaten Arbeitsschritt des "Aufrollens" auf die Ringronde.
Zu 3.
Diese Merkmale werden direkt beim Prägevorgang durch die entsprechend gearbeiteten Prägeringe * erzeugt.
Zu 4.
Dieses Merkmal entsteht ebenfalls beim Prägevorgang durch den entsprechend vorbereiteten Prägering

* Bei der Spanischen Rose tragen auch die, an zum Prägering passender Stelle, entsprechend gearbeiteten Prägestempel zum Aussehen bei !! Das wird z.B. sichtbar, wenn Dezentrierungen oder bestimmte Stempeldrehungen produziert worden sind.


Zu evtl. angestellten Überlegungen von vorher angebrachten Merkmalen zu 3. bitte noch etwas "weiter Überlegen", wie diese nach dem Prägen in einem dann glatten Prägering aussehen würden :eek: :):).

Wichtig ist zusätzlich, dass das Aufrollen der Rändelung noch vor dem Ausstanzen des Pillenloches aus der Ringronde erfolgen muss!!
Das bedeutet auch, dass dieses Ausstanzen nicht vom Hersteller durch geführt wird, sondern in den Prägestätten.
Daraus leitet sich ab, dass die Hersteller den Prägestätten bis auf den Ring komplett vorgefertigte Ronden(teile) zur Verfügung stellen - in den Ländern, die mit älteren Prägemaschinen mit Einkanalzuführung der Ronden prägen, auch bereits zusammengefügte Bimetallronden.

Beste Grüße
varukop
 
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Guten Tag, komisch ist das die Münze genauso dick und groß wir ein 20 Cent Stück ist ...

Außerdem sind auf der Rückseite die Sterne auch verrutscht also sieht auf keinen Fall aus wie Manipuliert (keine Manipulationsspuren).

Kann es sein das die Münze auf einen anderen fremden Ronden geprägt wurde ?!


Werde die Tage auch einen Magneten ranhalten .
 
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Hallo An Alle, dass Stück ist nicht Magnetisch .

Ich finde auch ,dass die Münze nicht so aussieht als wenn Sie Manipuliert sei oder ?!
 
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dass die Münze nicht so aussieht als wenn Sie Manipuliert sei oder
Obwohl die Münze echt wirkt, hat mich doch Punkt (2) von varukop überzeugt: wenn während der Prägung mehr Raum vorhanden ist, wohin sich das Metall ausdehnen kann, müssen die Designelemente im Randbereich einer solchen Prägung verzerrt sein. Es gibt bestimmt auch Beispielbilder von Prägungen auf zu kleiner Ronde.

Bei Punkt (1) von varukop komme ich allerdings ein wenig ins Grübeln:
1. Die Münze weist, über die Abb. jedenfalls für mich sichtbar, für eine Rondenverwechslung eine viel zu gleichmäßige Dicke auf.
Gibt es bei modernen Prägemachinen nicht eine Sicherheitseinstellung, die das Selbstprägen der Stempel verhindert? Mit anderen Worten, die Stempel können sich nur bis zu einem gewissen Abstand zueinander annähern, ob mit Ronde oder ohne. Wenn dieser Punkt bei der spanischen Münzprägestätte sehr "großzügig" gewählt wurde?

Grüße,
JPN
 
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Guten Tag, z.B. die Sterne oben auf der Rückseite sind verschoben genauso wie ein paar Sternenstriche auf der Vorderseite leicht .

Der Rand sieht auch nicht Manipuliert aus (wie Ich finde) .

Habe nochmal ein paar Fotos gemacht hoffe das die weiter Helfen .
 

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Bei Punkt (1) von varukop komme ich allerdings ein wenig ins Grübeln:
Gibt es bei modernen Prägemachinen nicht eine Sicherheitseinstellung, die das Selbstprägen der Stempel verhindert? Mit anderen Worten, die Stempel können sich nur bis zu einem gewissen Abstand zueinander annähern, ob mit Ronde oder ohne. Wenn dieser Punkt bei der spanischen Münzprägestätte sehr "großzügig" gewählt wurde?

Grüße,
JPN


Moin Moin,

wenn es diese Einrichtung gäbe bzw. eine solche Einrichtung bei der schnellen Stempelfolge in Bruchteilen von Sekunden auf eine fehlende Ronde reagieren könnte, dann gäbe es z.B. keine sogenannten "Lichtenrader Prägungen"!!
Diese entstehen ja als Folgeprägungen von Leerprägungen, bei der die Prägestempel bei fehlender Ronde mit "voller Wucht auf einander hauen" und sich gegenseitig (partiell) beschädigen ;).

Beste Grüße
varukop
 
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Ich habe die Info aus dem Buch von Henner R. Meding: Die Herstellung von Münzen, Gesellschaft für internationale Geldgeschichte, 2006. Auf S. 163/164 steht dort:
"Die Merkmale [Selbstprägung von Stempelpaaren] treten manchmal bei Prägungen mit der Spindelpresse auf. Bei den modernen Prägemachinen mit ihren Sicherheitseinrichtungen werden diese Fehler verhindert."
Meding bezieht sich dabei auf 2 Artikel in den geldgeschichtlichen Nachrichten über die Selbstprägung von Stempelpaaren [GN101, Mai 1984, S. 184 und GN102, Juli 1984, S. 236-237].

Wann sind denn die Lichtenrader zum letzten Mal aufgetaucht?

Grüße,
JPN
 
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