50 Pfennig aus Messing?

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Es sind 3,575g +/- 0,005g, ich sollte mir vielleicht doch mal eine Feinwaage zulegen.
Also wurde Sie von dritten nachbearbeitet! Richtig?
 
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Ich habe eine Probe oder Fehlpraegungen 50 Pfennig 1950 in meiner Sammlung. Am wahrscheinlichsten ist eine Rondenverwechselung mit 10 Pfennig eisen/tombakplattiert. Das Stück scheint durch die Lochung aber offiziell/manuell entwertet zu sein, und der starke Kratzer könnte eine Probier Spur sein, was wiederum für eine absichtlich herbeigeführte Prägung spricht. Ebenso ist die Tönung des “tombak” sehr intensiv, könnte also auch was anderes sein. weiß jemand mehr?
 

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Moin Moin,
wie kommt man darauf, dass es sich bei einem solchen Teil um eine Probe handelt / handeln muss ? :(
Eine "echte" Verwechslung mit einer (gegenüber der 50-PF-Ronde) Ronde relativ deutlich größeren Durchmessers wie die zu den 10ern ist über die Zuführungsschächte zur Prägemaschine nicht möglich.
Halte bitte mal einen Magneten an das Stück. Bei einer Verwechslung mit einer 10-PF-Ronde müsste es eine starke Reaktion zeigen und am Magneten hängen bleiben - was ich bezweifle ;).
 
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Hallo Varukop,

auf welches Stück beziehst du dich, auf meines?

wenn ja: ob es eine Probe oder Fehlpraegungen ist, gilt es ja zu klären, bitte lesen ;). das Stück ist selbstverständlich stark magnetisch, es ist auch wie die 10 Pfennigstücke plattiert. Eine Rondenverwechselung ist es freilich nicht, da hast du recht. Ich hätte schreiben müssen “zainverwechselung” :)
 
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Bei einer Probe würde ich auch erwarten, daß sie nicht so abgegriffen aussieht wie nach jahrzehntelangem Umlauf. Ich stimme denen zu, die hier eine Farbmanipulation vermuten.

Andererseits: Schade... Andere Länder geben ja durchaus offizielle Abschläge in abweichenden Metallen aus, für Sammler und für teuer Geld natürlich, aber dennoch.
 
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Hallo Varukop,

auf welches Stück beziehst du dich, auf meines?

wenn ja: ob es eine Probe oder Fehlpraegungen ist, gilt es ja zu klären, bitte lesen ;). das Stück ist selbstverständlich stark magnetisch, es ist auch wie die 10 Pfennigstücke plattiert. Eine Rondenverwechselung ist es freilich nicht, da hast du recht. Ich hätte schreiben müssen “zainverwechselung” :)
Moin Moin,

ja, auf den "gelochten" 50er in Messingfarben.
---> Gelesen habe ich tatsächlich ;) - aber Deine Aussagen zu dem Stück über das "wahrscheinlich" in dem Moment nicht als Fakt angesehen.
---> Meine Aussage / Frage zu der Probe bezog / bezieht sich auf die offensichtliche Entwertung des vorliegenden Stückes, denn so etwas ist mir bei extra angefertigten Proben eher nicht geläufig. Möglich ist natürlich wie immer (fast) alles, aber .......
Bei der aufkommenden Vermutung "Probe" muss man sich aber auch möglichst immer gleich fragen, aus welchem sinnvollen Grund überhaupt Proben auf fremden Materialien angefertigt worden sein könnten.
Dass das in die Münze gestanzte Loch mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich von einer in einer der Prägestätten oder bei der Bundesbank vorgenommenen Entwertung herrührt, wird durch auch auf diese Weise in der Zeit der Markwährung vor und in den ersten Jahren der DM-Zeit z.B. entwertete Fälschungen untermauert.
---> Ich gehe davon aus, dass Deine Vermutung Rondenverwechslung aus Beitrag #1 schon die richtige ist. Allerdings werden wir die sich automatisch ergebende Frage, auf welchem Weg die im Durchmesser um ca. 1,5 mm größere 10 PF-Ronde auf den Prägestock gelangt ist, wohl nicht ganz klären können. Ob das letztlich wichtig ist !?
Eine Verwechslung ganzer Zain(blech)e - vor allem mit derart unterschiedlichen Farben - kann man m.E. doch eher ausschließen (ich glaube selbst bei den berühmten Montagsproduktionen:)). Das schreibe ich vor allem vor dem Hintergrund, dass mir in über 45 Jahren Fehlprägungssammelei nur ein einziges echtes Exemplar "untergekommen" ist, bei dem über eine unübliche Plattierung auch eine andere Farbe vorliegt, nämlich ein 5 PF-Stück in "sattem" rot, d.h., mit einer Cu-Plattierung. Aber auch das bestätigt, dass man selbst eigentlich eher nicht Mögliches wie bei diesem Stück, nicht gänzlich ausschließen kann / darf.

Schade, dass man durch die Entwertung kein genaues Gewicht bestimmen kann. Ein Wägeergebnis mit Loch würde mich aber trotzdem noch interessieren.

Es ist m.E. im Grunde trotz Entwertung ein tolles Stück - wenn auch "nur" ein Belegstück dafür, dass es, auf welchem Weg auch immer ermöglicht, beim Fehlprägungstyp "Rondenverwechslung" auch die von "50 PF auf (wahrscheinlich) 10 PF-Ronde" gibt.
 
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Hallo Karl-Heinz,

vielen Dank für deine ausführlichen Gedanken zu dem Stück, sehr interessant.

Allerdings war dein ursprünglicher Einwand, dass es sich nicht um eine Rondenverwechselung handelt, schon richtig: Es ist genau der Durchmesser und Dicke des 50 Pfennigstücks. Von daher müsste der “Fehler” im Prozessschritt vorher passiert sein, nämlich bei der Wahl des falschen Zains. Auch dies halte ich nicht fuer wahrscheinlich.

Ich glaube nach wie vor, dass es sich um eine bewusst hergestellte Probe handelt, entweder zur routinemäßigen Qualitätskontrolle oder zur Prüfung eines neuen Materials oder plattierungsverfahrens. Hierfür spricht:

- die von dir bestätige manuelle Entwertung des Stückes, evtl. sogar keine Entwertung, sondern zur Prüfung?
- man erkennt auf dem Foto sehr gut, dass die Farbe extrem “grün” ist. Ich habe leider kein praegefrisches 5 oder 10 Pf Stück dieser Zeit, aber m.E. waren die blasser. Die Probe kann ja zwischen 1950-1965 hergestellt worden sein, und ich bin mir sicher, dass es in der sich rasant entwickelnden BRD bald bessere Möglichkeiten als noch 1949 gegeben haben wird. Und die wurden sicherlich getestet, gerade in Hamburg durch die Nähe zur VDM. Eine RFA könnte hier helfen.
- der eindeutig absichtlich herbeigeführte Kratzer auf dem Rücken des maedchens als probierspur.

Aber warum wurde diese Plattierung auf einem 50 pf Stück getestet? Ganz einfach: es ist Zufall, die Praegemaschine war eben gerade für 50 pf Stücke gerüstet. Es hätten auch 1 Mark oder 2 pf Stücke sein können. Es gibt sehr viele Beispiele von Material Proben, bei denen ein beliebiger Stempel genutzt wurde (was dann oft zu Verwirrungen in der sammlerschaft zur Zuordnung der Probe führt).

Fazit: m.e. eine zwischen 1950 und 1965 hergestellte Materialprobe für die Prägung von 5 und 10 Pf Stücken.
 
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