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50 Pfennig "Bank deutscher Länder" 1950 G - Echt?

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@Meibian
Vergiß einfach die ganzen Posts oben.
Das Problem der Fälschungen liegt über 20 Jahre zurück, seinerzeit wurden diese Münzen noch richtig teuer gehandelt.
Stell das gute Stück ganz einfach bei ebay rein - und gut ist

Moin Moin "Zwerg",
bzgl. Deines Beitrages bin ich nicht nur ein wenig "schreiblos" :(.
Wie kann man einem bisher "münzenfremden" Fragesteller zur Echtheit dieser Münze in diesem Forum die Empfehlung geben, Beiträge zum Bemühen einer Klärung derselben zu vergessen (ignorieren) !? Ihm gleichzeitig zu einem Zeitpunkt, an dem bereits eine Manipulation als sehr wahrscheinlich erachtet wird, den Rat geben, das Stück ohne eine zufriedenstellende Klärung in einer Auktion anzubieten - und das obwohl er gerade das Hobby Münzen für sich entdeckt hat und wohl eher nicht an einem Verkauf interessiert sein wird -, geht schon in Richtung eines "Fassbodenausschlagens". :motz:;)
Ich würde empfehlen, dass "Meibian" eher Deinen doch arg daneben liegenden Beitrag "vergisst" und weiterhin an einer endgültigen Klärung mitwirkt. Nur über diesen Weg kann er auch zu diesem schwierigen Thema Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln und nutzen.
 
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Hallo erst mal,

anbei das Ergebnis der Waage: 3,4693 es sollte ja 3,5 bei einem Original sein. Aufgerundet passt das ja. Da er auch etwas abgenutzt ist, und es sicherlich bei der Herstellung auch Abweichungen gibt (bitte korrigiert, falls das nicht der Fall ist) würden wir als Neulinge erst mal sagen: Hier kann zumindest nicht ausgeschlossen werden, dass das Geldstück "echt" ist.

Natürlich folgen jetzt auch die Fotos vom Mikroskop im Anhang. Auch dort konnten von uns keinerlei Spuren eines Schnittes o.ä. festgestellt werden. Wie bewertet ihr das? Wir sind gespannt..

Hat von Euch jemand ein 50Pfennig Stück aus 1950 zur Klangprobe, welches er uns (kostengünstig) überlassen kann? Falls nicht, werden wir nochmal im Internet recherchieren :)

Achja und nur für den Fall, dass es passt... hier kommt nicht Jemand zufällig aus dem PLZ-Raum 34/37 und hat mehr Ahnung als wir? :)

Viele Grüße,

Meike & Fabian (Meibian)
 

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Seltengast

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Eine feine Vertiefung, die darauf schließen lässt, dass ein zweites Stück eingesetzt wurde, kann ich auf diesen Bilder nicht erkennen.
 
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Moin Moin "Ihr Zwei",

über diese Abb. kann ich mich nur der Aussage von "Seltengast" anschließen.
Es ist auch für mich an keiner der gezeigten Stellen eine auf diese spezielle Manipulation hinweisende "Rille" erkennbar, so dass das genannte mögliche und häufig vorgenommene Zusammensetzen nicht vorliegt.
---> Es gibt auch Manipulationen- allerdings sehr selten - in der Form, dass zwar ebenfalls zwei Hälften von entsprechenden Münzen zusammengefügt wurden, aber nicht durch "Einlegen" einer im Durchmesser kleineren Hälfte in die mit einer entsprechenden "Ausdrehung" versehenen zweiten Hälfte, sondern durch Zusammenfügen von zwei im kompletten Durchmesser bearbeiteten Hälften. Deshalb als letzte "Arbeit" die Münze am Rand, d.h., in den Kerben, begutachten. Es darf dort keine noch so feine Rille quer zu den Kerben sichtbar sein.
Sollte auch dieses hinsichtlich einer (evtl. auch nur teilweise umlaufenden Rille negativ ausfallen, dann ist die Münze (mit allergrößter Wahrscheinlichkeit) als eines der 30.000 geprägten echten Stücke anzusehen.
 
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Hallo,
vielen lieben Dank für die Einschätzungen von euch. Wir haben den Rand der Münze mit der 60fachen Vergrößerung betrachtet und konnten auch hier keine Querrillen, die auf eine Manipulation hindeuten würden feststellen.
Als letztes werden wir dann noch den Klangtest durchführen und danach dann wieder berichten :)
Liebe Grüße,
MeiBian
 
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Ich kann da leider keine Entwarnung geben. Auf S. 234 im Weege (Münzfälschungen) wurde ein Gutachten von Lothar Schoenawa fotografiert, indem er eine Schleuderguss-Fälschung des besagten Stückes darstellt.

Das Gewicht wurde dort mit 3,479 g angegeben und liege knapp außerhalb der Toleranz. Das Material soll weicher sein als das übliche CuNi25, weil die Zusammensetzung geringfügig anders sei. Sämtliche Einhiebe auf der Münze würden tiefer wirken. Die Konturen seien allgemein gröber und flauer. Zu dem besagten Stück wird im Gutachten beschrieben, dass es Gusslöcher auf dem Rand der Münze gebe, die kaschiert wurden. Ein besonders großes Loch sei auf dem Rand, zwischen den "Füßen" und "1950".

Das Gewicht der hier gezeigten Münze ist auffällig gleich mit der Münze aus dem Fälschungsgutachten. Das Remedium der 50 Pf-Stücke ist übrigens 3,5 g plusminus 0,175 g und würde gesetzlich noch im Rahmen sein.
 
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Hallo ihr lieben,
wir haben Heute diverse Vergleichsmünzen erhalten, um „klingeln“ zu können (vielen Dank Karl-Heinz ) Vorher müssen wir aber erst mal unser neues Wissen anwenden um heraus zu bekommen, welche der Stücke manipuliert wurden
Dies kann sicherlich etwas dauern.. wir melden uns dann aber wieder zurück.
Vielen Dank auch an Navada51, wir werden nochmal ein besonderes Augenmerk auf die Prägung im Vergleich zu den anderen Stücken legen. Wobei auf den ersten Blick noch kein besonderer Unterschied (zu den meisten Stücken) auffällt
 
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Ich kann da leider keine Entwarnung geben. Auf S. 234 im Weege (Münzfälschungen) wurde ein Gutachten von Lothar Schoenawa fotografiert, indem er eine Schleuderguss-Fälschung des besagten Stückes darstellt.

1) Das Gewicht wurde dort mit 3,479 g angegeben und liege knapp außerhalb der Toleranz. Das Material soll weicher sein als das übliche CuNi25, weil die Zusammensetzung geringfügig anders sei. Sämtliche Einhiebe auf der Münze würden tiefer wirken. Die Konturen seien allgemein gröber und flauer. Zu dem besagten Stück wird im Gutachten beschrieben, dass es Gusslöcher auf dem Rand der Münze gebe, die kaschiert wurden. Ein besonders großes Loch sei auf dem Rand, zwischen den "Füßen" und "1950".

2) Das Gewicht der hier gezeigten Münze ist auffällig gleich mit der Münze aus dem Fälschungsgutachten. 3) Das Remedium der 50 Pf-Stücke ist übrigens 3,5 g plusminus 0,175 g und würde gesetzlich noch im Rahmen sein..
Moin Moin,

Zu 1) Die Aussage im Gutachten zum Gewicht und der Toleranz muss doch nicht nur ein wenig verwundern.
Gemäß ebenfalls bei Weege, Münzfälschungen Seite 237, für sämtliche Nominale angegebene "Interne Daten und Toleranzen Münzen der Bundesrepublik Deutschland" wird die Toleranz beim 50 PF-Stück mit +- 0,175 g (was auch "navada51 bereits anmerkte) angegeben. Daraus resultiert, dass ein "normal" mögliches Gewicht dieses Münztyps im Bereich von 3,325 bis 3,675 g (+- 5 %) akzeptabel ist.
Ein Gewichtsverlust durch z.B. Abnutzungen über einen langen Umlauf sind dabei natürlich nicht berücksichtigt, so dass bei einer sichtbar "abgenudelten" Münze in der Erhaltung ss und schlechter von vornherein ein Gewichtsverlust erwartet werden kann / muss.
Im bei Weege gezeigten Gutachten zu der dort beschriebenen und gemäß Gutachter im Schleudergussverfahren hergestellten Münze wird aber das Gewicht von 3,479 als "knapp außerhalb der Toleranz" aufgeführt :eek2:, was einigermaßen verwundern muss, liegt sie doch mit einem Minus von nur 0,021 g deutlich innerhalb derselben!

Zu 2) Von ein paar in meinem Besitz befindlichen echten Stücken des 50 PF 1950 G BDL möchte ich die Gewichte und ihre Erhaltungen anführen:
I) 3,479 g --- "ss" ---> (Minus 0,021 g)
II) 3,504 g --- "vz" ---> (Plus 0,004 g)
III) 3,485 g --- "vz/pfr" ---> (Minus 0,015 g)
IV) 3,588 g --- "pfr" ---> (Plus 0,088 g)
V) 3,477 g --- "PP" ---> (Minus 0,023 g
Die Stücke zeigen einen auch aufgrund der Erhaltungen normalen Gewichtsbereich von 3,477 bis 3,588 g, d.h., von + 0,088 g (ca. + 2,5 %) bis - 0,023 g (ca. - 0,66%).
Ich habe die beiden im Gewicht dem Schleuderguss des zitierten Gutachtens von Schoenawa im Gewicht identischen ( I ) bzw. fast identischen ( V) Stücke unterstrichen. Dass sich ausgerechnet die in ihrer Erhaltung "schlechteste", "beste" und der Schleuderguss derartig ähneln, darf man m.E. nicht in die Rubrik "auffällig" einordnen , sondern doch wohl eher in die des "Zufalls". ;)
---> Das von Schoenawa begutachtete "Schleudertrauma" habe ich "seinerzeit" zwar kurz gesehen aber leider nicht näher begutachten können. In schwacher Erinnerung ist mir aber geblieben, dass über das Kaschieren von Gussspurresten vor allem in den Kerben des Randes das Stück bei hier genauer Betrachtung eigentlich jedem einigermaßen erfahrenen Sammler mindestens sofort stutzig machen musste.

Das bedeutet für das gezeigte Stück, dass man zwar auch die Möglichkeit einer solchen Fälschungsform nicht gänzlich ausschließen darf, aber über das Gewicht deutet erst einmal absolut nichts Auffälliges darauf hin. Anhand der Abb. deutet auch über die Erzeugungsart durch Zusammenfügen zweier Hälften von echten Münzen bzw. einer Änderung der Jz (bei Weege "Münzfälschungen" auf Seite 235 beschrieben) nichts auf eine Manipulation hin.
Bin gespannt, was die Beiden für einen Eindruck nach dem vergleichenden Klangtest vermelden.
 
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wenn es eine andere Legierung sein soll, schafft eine Röntgen-Floureszenzanalyse (zerstörungsfrei) Klarheit.
Gewichte von Umlaufmünzen können stark schwanken. Es kommt nicht sehr häufig vor, aber es passiert immer wieder mal, dass es heftige Ausreißer gibt. Ich hatte mal eine Rondenverwechselung (ausländische Münze geprägt auf Rohling von 10 Cent aus einem Lot, in dem auch eine Münze war, die auf einer Euro-Pille geprägt war). Die Münze wog aber nur 3,8 Gramm und der Tauschpartner wollte ein Gutachten, dass es ein 10-Cent-Rohling war. Der Gutachter meinte: Finde eine 10-Cent-Münze, ohne gewichtsrelevante Abnutzung, die 3,8 Gramm wiegt und er schreibt das Gutachten, dem er - sozusagen als Beweis - als Referenz dann auch das untergewichtige 10-Cent-Stück anfügt. Also für um die 100 Euro 10-Cent-Rollen erworben.... nach der ersten Hälfte der zweiten Rolle wurde ich erlöst: 3,75 Gramm. Das war unverschämtes Glück - ich hätte - mit etwas Pech auch noch zigmal große Posten Rollen kaufen müssen.....
Später dann bekam ich durch Kontakt mit jemand, der in einer Bank arbeitet eine solche 10-Cent-Münze mit noch viel stärkerem Untergewicht.

Fazit: Gewichtsabweichungen bei Umlaufmünzen aus unedlem Metall sind ein Hinweis darauf, genauer hinsehen zu müssen, aber noch kein abschließender Beweis für eine Fälschung.
 
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