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Abschied von der JU 52/3m der DLBS (Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung)

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von rollenchecker, 3. Februar 2019.

  1. rollenchecker

    rollenchecker

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  2. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Wenn ich fliegen würde, wäre mir auch ganz recht wenn sich das Flugunternehmen aufs Kerngeschäft konzentrieren würde und nicht Gelder in defizitären Bereichen versenken würde, die keinerlei Synergieeffekt mit sich bringen. Keiner fliegt ja deswegen mit der regulären Lufthansaflotte weil die für gelegentliche Rundflüge eine JU-52 betreiben. Wenn sich kein Verein dafür findet der das weiter macht, dann sollte man nach 80 Jahren das Ding halt mal ins Museum stellen.
    Mit dem eingesparten Geld können sie ja die Tickets etwas billiger machen, aber da findet sich sicher ein Manager, der das einem Beratungsunternehmen gibt, dass dann vorschlägt dass es noch viel zu viel Beinfreiheit auf der Langstrecke gibt, oder dass die Sitze für max. 1,65 m Körpergröße völlig ausreichend sind.
     
  3. Alu-Chip

    Alu-Chip

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    Schade, dass man sich seiner eigenen (Unternehmens-) Geschichte so wenig besinnt. Die Lufthansa macht denselben Fehler wie die Bundesbahn in den 70ern, als alle Dampfloks verschrottet wurden.
    Es geht überall nur noch um den Profit. Was kein Geld bringt, wird abgestoßen. Mich stimmt es traurig wie mit einem Stück Technikgeschichte umgegangen wird.
    Wer hier vorschlägt, dass ein Verein übernehmen könnte, hat keine Ahnung, was an Kosten und Aufwand da anstehen.
    Und ganz nebenbei: Fliegen ist sowieso schon viel viel zu billig, wenn man die damit verbundenen Umweltbelastungen und die Sinnlos-Flüge (z. B. innerdeutsche Flüge, Shopping in New York für 2 Tage u.ä.) bedenkt.
     
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  4. lightning

    lightning

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    Durchaus bedauerlich... kann mich noch erinnern, wie ich mich im Juni letzten Jahres gefreut habe, sie mal wieder in der Luft, diesmal über Schwabing, fliegen zu sehen.
     
  5. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Die Dampfloks wurden nicht alle verschrottet. Neben zahlreichen Museen haben auch diverse Vereine sich gekümmert und teilweise sogar eigene Museumsbahnen auf stillgelegten Strecken aufgemacht. Ohne diese Vereine gäbe es tatsächlich nur noch einige Stehzeuge im Technikmuseum (wo übrigens auch meist eine JU-52 steht). Die Dampfloks sind zwar schön anzuschauen im Sinne von Eisenbahromantik, waren aber im täglichen Betrieb mit Kohle weder umweltfreundlich noch förderlich für die Gesundheit der Lokführer und Heizer. Mal abgesehen von umfangreicher Infrastruktur die für Dampfloks vorgehalten werden musste, parallel zu bereits gezogenen Oberleitungen auf vielen Strecken. E-Lok ist da viel effizienter, und hält bei guter Wartung auch lange (siehe SBB, wo Loks aus den 60ern oder vorher im Regelverkehr sind).
    Früher hatten auch die Passagierjets 3 Leute im Cockpit (Pilot, Co-Pilot und Navigator). Gibts heute auch nicht mehr, nennt sich Fortschritt.
    Und zu den Kosten: Es gibt mindestens eine kleine Firma auf der Welt die mit dem Rundflugsbetrieb von JU-52 anscheinend Geld verdient. Ich sehe jetzt nicht, wie ein Verein (der wenn Gemeinnützigkeit zum Erhalt des Technikerbes ggf. sogar steuerbefreit sein kann) das nicht auf die Kette kriegen sollte. Es gibt ja auch Privatpiloten, die eigene Flugzeuge von Hand aus Bausätzen aufbauen und zertifiziert bekommen.
     
  6. rollenchecker

    rollenchecker

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    Aus luftrechtlichen Gründen ist das nicht so einfach. Da die Ju 52 ein maximales Abfluggewicht von über 5,7 Tonnen besitzt, ergeben sich bestimmte Auflagen, die nach EASA-Regularien erfüllt werden müssen, um z.B. kommerziellen Betrieb durchführen zu können.

    Das ganze Thema ist nicht sehr einfach. Dass der Betrieb der Ju defizitär ist, das kann man nicht leugnen. Hier handelt es sich um eines der ersten Leichtmetallflugzeuge aus deutscher Produktion, anscheinend liegt unserem Land die Pflege von Traditionen und Technikgeschichte heutzutage nicht mehr am Herzen. Ich habe es leider nicht geschafft, mir ihr zu fliegen.
     
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