Als eine Briefmarke 100 Millionen Mark kostete

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Für die 3. Dekade vom 21. Januar bis zum 31. Januar ist die Goldmark mit einem Wert von 4464 Papiermark notiert.

Wo liegt da eigentlich die "Silbermark" in dem Gefüge zwischen Gold- und Papiermark?
Macht diese Frage Sinn? ;-)

Ich meine 1000 einzelne Silbermark sind vermutlich anders zu werten als ein 1000M-Schein, oder?
Was für Markstücke hatte man eigentlich 1923?
 
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Das aus Silber geprägte 1 Markstück war mit 0,345 g Gold gedeckt. Ich bilde sie nur als Symbol für den Wert des Vorkriegsgeldes ab.
 
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Noch ein Literatur-Tipp zum Thema: "Der schwarze Obelisk" von Erich Remarque ("Im Westen nichts Neues").

Dieser anspruchsvolle, aber auch recht unterhaltsame Roman handelt zur Zeit der galoppierenden Inflation, beschreibt die Verarmung der unteren und mittleren Schicht, wie die Reichen und Industriellen in Saus&Braus leben und von der Wiedererstarkung und Radikalisierung der politischen Rechten im Nachgang zu WK1 und Versailles.
Insgesamt, auch für Nicht-Geschichtsinteressierte, sehr empfehlenswert!
 
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Vielen Dank für den Literaturhinweis. Remarques Werk finde ich in jeder Hinsicht lohnenswert, seine übrigen Werke stehen verständlicherweise, aber unverdient, im Schatten von " Im Westen nichts Neues " .
Ein anderer Autor, der das damalige Leben im Roman reflektiert, ist Hans Fallada. In " Der Eiserne Gustav " spielt die Entwertung des Geldes ebenfalls eine prominente Rolle, sein Roman " Wolf unter Wölfen " , den ich mir schon für den Sommer vorgemerkt habe, hat die Hochinflation zum Thema. Ein Motiv ist mir von meiner letzten Lektüre vor zwanzig Jahren noch im Gedächtnis haften geblieben. Der Förster des brandenburgischen Landgutes, auf dem die Handlung angesiedelt ist, hat einem Landarbeiter vor dem Krieg seine Lebensersparnisse von 10.000 guten Goldmark geliehen. Leider entpuppt sich der Landarbeiter als Hallodri.Der vereinbarte Jahreszins von 2 % wird erst seit der Geldentwertung stets pünktlich gezahlt. Der Schuft feixt sogar, er habe sich für den Alten schon zwei schöne Hundertmarkscheine zurechtgelegt.
Entweder Golo Mann oder Sebastian Haffner hat sinngemäß geschrieben,das deutsche Bürgertum habe der es der Republik nie verziehen, daß sie die Währung habe verfallen lassen, dafür kann dieses Motiv möglicherweise als Illustration diesen.
 
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Ich habe noch einen weiteren Literaturtipp, einen Roman, der im Berlin der Jahre 1922/23 spielt: Arthur R.G. Solmssen, Berliner Reigen, erschienen u.a. in der bb-Serie des Aufbauverlages.
 
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Das Jahr 1923 hat übrigens auch noch Münzen hervorgebracht, frühe Alu-Chips zu 200 und 500 Mark. Jhr werdet sie kennen, ich stelle sie trotzdem mal ein weil zum Thema gehörig.
AKS 23, 500 Mark 1923 A, KM 36 (1).JPGAKS 23, 500 Mark 1923 A, KM 36 (2).JPGAKS 24, 200 Mark 1923 A (1).JPGAKS 24, 200 Mark 1923 A (2).JPG
 
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