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Andorra - Münzgeld im Umlauf - Statistik 09/2021

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Hallo Münzfreunde,
mein Urlaub in Andorra/Barcelona ist nun vorbei. Das ist Anlass genug, euch noch einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben.

Vor der Reise nach Andorra habe ich das Internet durchforstet, inwieweit andorranische Münzen in Andorra selbst im Umlauf überhaupt vorkommen. Aber nichts dazu gefunden. Von daher waren meine Erwartungen recht niedrig.

Vor der Reise habe ich mich natürlich ausreichend mit kleinen Scheinen eingedeckt. In Andorra angekommen habe ich jede Münze, die meine Reisebegleitung oder ich als Wechselgeld zurückbekam, erfasst. Es wurde nie explizit nach andorranischen Münzen gefragt.

Die große Mehrheit der Münzen stammt aus der Hauptstadt Andorra la Vella; einige wenige aus Encamp, Canillo und Ordino.

In den Supermärkten finden 1- und 2-Cent-Münzen Verwendung. Es wird nicht gerundet. Gelegentlich kam es vor, dass 2-Euro-Münzen fehlten, sodass anstelle 1-Euro-Münzen rausgegeben wurden. Im Allgemeinen herrschte aber keine Münzknappheit und es wurde nur einmal nach Münzgeld gefragt.

Die Zahlen
In den vier Tagen, die wir in Andorra verbracht haben (An- und Abreisetag nicht mitgezählt, weil da eh keine Zeit war zum Einkaufen), haben wir insgesamt 335 Münzen erfasst, wovon 104 (31%) andorranisch waren. :)

Übersicht der erhaltenen Münzen
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Der größte Anteil der Münzen im Wechselgeld entfiel auf Spanien (33%). Aber schon knapp dahinter folgten die Münzen aus Andorra (31%). Französische Münzen kamen an dritter Stelle (14%) und erst dann folgte Deutschland (8%). Münzen aus Griechenland, Slowenien, Zypern, Malta, Slowakei, Estland, Lettland und Litauen sowie aus anderen Kleinstaaten wurden gar nicht gefunden.

Anteil andorranischer Münzen nach Nominal
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Auffällig war, dass die 1-Euro-Münze aus Andorra sehr selten vorkommt. Das dürfte sicher der Nichtprägung der 1- Euro-Münzen in den letzten fünf Jahren geschuldet sein, aber auch des Zuflusses an 1-Euro-Münzen aus Spanien.

Auflistung der andorranischen Münzen nach Jahreszahlen
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Die 2021er Münzen wurden offenbar noch nicht in den Umlauf gegeben. Auffällig war auch, dass die 1- und 2-Centmünzen, welche prägefrisch rausgegeben wurden, allesamt Jahrgang 2018 waren. Die 2019er hingegen zirkulierten schon länger und waren schon angelaufen.

Insgesamt habe ich 25 Neuzugänge in meine Sammlung verzeichnen können (20x Andorra, 4x Spanien, 1x Frankreich), was meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat.

Für alle Freunde des Wanderns und der Bergwelt kann ich die Wanderung von Canillo (1530 m) zum Gipfel des Casamanyas (2740 m) und runter nach Ordino (1300 m) empfehlen. Mit etwas Glück kann man dabei sogar - wie wir - Gänsegeier beobachten.:)
 

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Eine generelle Frage an @ygggi:
Auf deinen verschiedenen Bildern haben die andorranischen Kupferlinge ein (scheinbar?) unterschiedliches Aussehen, einige wirken spiegelnd mit mattem Relief (etwa Jg. 2018). Ist das auch in natura so, und sind das alles gewöhnliche Umlaufmünzen?
 
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Eine generelle Frage an @ygggi:
Auf deinen verschiedenen Bildern haben die andorranischen Kupferlinge ein (scheinbar?) unterschiedliches Aussehen, einige wirken spiegelnd mit mattem Relief (etwa Jg. 2018). Ist das auch in natura so, und sind das alles gewöhnliche Umlaufmünzen?

Hallo Deichmann,
das ist mir noch gar nicht aufgefallen! Aber du hast völlig recht. Alle Kupferlinge von 2018 haben ein mattes Relief und unterscheiden sich damit von denen mit den Jahreszahlen 2014, 2017 und 2019. Es ist auch in natura so. Alle von mir gezeigten Münzen habe ich aus dem Umlauf.
 

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numisfreund

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Danke, Marco, für die interessanten Einblicke und Statistiken den andorranischen Münzverkehr betreffend - sehr aufschlussreich!
 
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Klasse, danke für die Auswertung deines Münzgeldes aus Andorra. Ich staune, mit so vielen einheimischen Münzen hätte ich nicht gerechnet. Die Auflagen sind aber natürlich für die nur ca. 80.000 Einwohner auch relativ hoch ausgefallen. Die (gerade noch so eben) Großstadt, in der ich lebe, hat über 20.000 Einwohner mehr als ganz Andorra. ;)

Solche Unterschiede mit komplett matten/glänzenden Münzen bzw. Münzen mit mattem Relief und stark glänzendem Hintergrund gab es in den ersten Euro Jahren aus bestimmten Ländern häufiger. Das kommt wohl darauf an, wie die Stempel vor dem Prägen poliert werden.
Berlin A 2002 hatte fast durchgehend solche Prägungen wie auf dem Bild links. München 2002 D teilweise.
In Hamburg waren und sind die Münzen eher komplett matt. Bei den mittlerweile stark zirkulierten Stücken sieht man das nur jetzt nicht mehr.
Auch 2003 D wurden - zumindest die tatsächlich im Jahr 2003 geprägten Stücke - ebenfalls so ausgeprägt, dass man bei neuen Münzen fast meinen könnte, es wären mit PP Stempeln geprägte Münzen. Nicht so war es z.B. bei sämtlichen 50 Cent 2003 D, welche erst 2007/08 für den Umlauf hergestellt wurden.
Auch Spanien hat zu Beginn - und auch später - teilweise solche Umlaufmünzen geprägt. Das variiert je nach Land und Jahrgang.
 

bayreuth

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Klasse, danke für die Auswertung deines Münzgeldes aus Andorra. Ich staune, mit so vielen einheimischen Münzen hätte ich nicht gerechnet. Die Auflagen sind aber natürlich für die nur ca. 80.000 Einwohner auch relativ hoch ausgefallen. Die (gerade noch so eben) Großstadt, in der ich lebe, hat über 20.000 Einwohner mehr als ganz Andorra. ;)

Solche Unterschiede mit komplett matten/glänzenden Münzen bzw. Münzen mit mattem Relief und stark glänzendem Hintergrund gab es in den ersten Euro Jahren aus bestimmten Ländern häufiger. Das kommt wohl darauf an, wie die Stempel vor dem Prägen poliert werden.
Berlin A 2002 hatte fast durchgehend solche Prägungen wie auf dem Bild links. München 2002 D teilweise.
In Hamburg waren und sind die Münzen eher komplett matt. Bei den mittlerweile stark zirkulierten Stücken sieht man das nur jetzt nicht mehr.
Auch 2003 D wurden - zumindest die tatsächlich im Jahr 2003 geprägten Stücke - ebenfalls so ausgeprägt, dass man bei neuen Münzen fast meinen könnte, es wären mit PP Stempeln geprägte Münzen. Nicht so war es z.B. bei sämtlichen 50 Cent 2003 D, welche erst 2007/08 für den Umlauf hergestellt wurden.
Auch Spanien hat zu Beginn - und auch später - teilweise solche Umlaufmünzen geprägt. Das variiert je nach Land und Jahrgang.
Der Anteil an einheimischen Münzen ist tatsächlich sehr hoch, aber ggf. liegt es auch daran dass weniger Touristen / Pendler als in den anderen Kleinstaaten in Andorra zugegen sind im Verhältnis zur Münzanzahl, und Andorra tatsächlich etliches in den Umlauf gegeben hat und nicht nur in KMS wie es andere tun. So bleibt vermutlich mehr Kleingeld im Lande.
 
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Der Anteil an einheimischen Münzen ist tatsächlich sehr hoch, aber ggf. liegt es auch daran dass weniger Touristen / Pendler als in den anderen Kleinstaaten in Andorra zugegen sind im Verhältnis zur Münzanzahl, und Andorra tatsächlich etliches in den Umlauf gegeben hat und nicht nur in KMS wie es andere tun. So bleibt vermutlich mehr Kleingeld im Lande.
Warum hast Du nicht das Argument "Ausbleibende Touristen wegen Corona" gebracht? Normalerweise fallen früh ganze Reisebusskolonnen aus Barcelona mit Tax-Free-Kaufwütigen in Andorra la Vella ein, die Andorra am späten Nachmittag wieder verlassen.
 
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Sicher ist der Anteil der nationalen Münzen im Umlauf auch so hoch, weil das jährliche Prägeontingent tatsächlich zur Deckung des eigene Bedarfes genutzt wird, statt wie die drei anderen Kleinststaaten nur bestimmte große Nominale und damit automatisch zahlenmäßig weniger Münzen für den Umlauf zu prägen.
 
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Zwei Fragen haben sich mir noch ergeben:

- darf Andorra eine höhere Summe Euro je Bürger und Jahr prägen lassen als die anderen drei Kleinststaaten, weil es sowohl ein variables Kontingent aus Spanien als auch aus Frankreich hat?

- Wie werden die Kursmünzen der vier Kleinststaaten eigentlich national in den Umlauf gebracht - über Banken oder über den Einzelhandel?
Im ersten Fall wäre es natürlich deutlich einfacher für Sammler und Händler, einen großen Teil der Auflage zum oder knapp über dem Nominalwert aufzukaufen, weshalb dann natürlich weniger Münzen den Weg in den alltäglichen Zahlungsverkehr finden würden.
 
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