Auktionsvorkommen und Diskussion: J 253 1915 A

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Die Verkäuferin hat wohl Post aus der alten Welt bekommen ( u.a. von mir ). Die gelieferten Bilder zeigten meiner Meinung nach eine echte Randschrift. Mittlerweile ist das Stück nun auch verkauft. Bleibt die Frage, wieso eine Münze, die nie in Umlauf gegeben und normalerweise nicht schlechter als vz vorkommt, hier aussieht, als sei sie jahrelang unterwegs gewesen.
Ich kenne so etwas vom schwedischen 20 Kronenstück von 1925. Dieser Typ bietet sich für einen Vergleich an, da er ebenfalls für den Tresor geprägt wurde. I .d.R. findet man Stücke in vz bis f. st. Deswegen war es besonders kras, als vor einiger Zeit auf einer Saalauktion zwei ( ! ) Stücke in ss ( ! ) angeboten wurden.
 
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Normalerweise gibt es nur zwei Möglichkeiten, da der Umlauf wohl sehr unwahrscheinlich ist. Extreme Prägeschwäche oder eine (warum auch immer:confused:) Manipulation des Stückes.
 
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Normalerweise gibt es nur zwei Möglichkeiten, da der Umlauf wohl sehr unwahrscheinlich ist. Extreme Prägeschwäche oder eine (warum auch immer:confused:) Manipulation des Stückes.

20 Mk 1915 A war nach der Prägung unter Verschluss,in Katalogen von Saalauktionen in der Zwischenkriegszeit habe ich ihn noch nicht entdeckt ( im Gegensatz zu J 202 ), die müssen erst dank Kurtchen auf den Markt gekommen sein.
Dieser 1915 A hat nicht nur Kratzer, sondern ist so abgenudelt, wie ich eigentlich nur von Reichsgoldmünzen aus den 1870er Jahren kenne, die einen so langen Umlauf hinter sich haben, dass sie sogar unter dem Passiergewicht liegen.
Als Beispiel hänge ich hier einen echten Veteranen an. 1871 A, Erhaltung ss,7,91 g, also eindeutig unter dem Passiergewicht. Interessant ist, dass die inkuse Randschrift so geschützt liegt, dass hier keine Abnutzung erkennbar ist.
 

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Münzadler

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20 Mk 1915 A war nach der Prägung unter Verschluss,in Katalogen von Saalauktionen in der Zwischenkriegszeit habe ich ihn noch nicht entdeckt ( im Gegensatz zu J 202 ), die müssen erst dank Kurtchen auf den Markt gekommen sein.
Dieser 1915 A hat nicht nur Kratzer, sondern ist so abgenudelt, wie ich eigentlich nur von Reichsgoldmünzen aus den 1870er Jahren kenne, die einen so langen Umlauf hinter sich haben, dass sie sogar unter dem Passiergewicht liegen.
Als Beispiel hänge ich hier einen echten Veteranen an. 1871 A, Erhaltung ss,7,91 g, also eindeutig unter dem Passiergewicht. Interessant ist, dass die inkuse Randschrift so geschützt liegt, dass hier keine Abnutzung erkennbar ist.
Wobei ich den 1871 noch nicht mal so abgenudelt finde wie den 1915er.

Wer bitte ist Kurtchen? :schaem:
 
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Die Verkäuferin hat wohl Post aus der alten Welt bekommen ( u.a. von mir ). Die gelieferten Bilder zeigten meiner Meinung nach eine echte Randschrift. Mittlerweile ist das Stück nun auch verkauft. Bleibt die Frage, wieso eine Münze, die nie in Umlauf gegeben und normalerweise nicht schlechter als vz vorkommt, hier aussieht, als sei sie jahrelang unterwegs gewesen.
Ich kenne so etwas vom schwedischen 20 Kronenstück von 1925. Dieser Typ bietet sich für einen Vergleich an, da er ebenfalls für den Tresor geprägt wurde. I .d.R. findet man Stücke in vz bis f. st. Deswegen war es besonders kras, als vor einiger Zeit auf einer Saalauktion zwei ( ! ) Stücke in ss ( ! ) angeboten wurden.


Jepp, meine vollste Zustimmung :). Jedoch wie Matthias (@ Fusselbär) an anderer Stelle bereits erwähnte "..., die Rändelung passt nicht zu der Erhaltung des Stücks
in der Bucht. ...". Bleibt also ferner auch noch die Frage, ob die zugesandten Randschriftbilder überhaupt wirklich von dieser Münze stammen oder nicht vielleicht doch
von `nem weiteren dritten Stück (nachdem nun innerhalb kurzer Zeit bereits derer zwei von diesem Anbieter verkauft wurden :eek:), welches demnächst eingestellt wird.
 
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Wobei ich den 1871 noch nicht mal so abgenudelt finde wie den 1915er.

Wer bitte ist Kurtchen? :schaem:

Kurtchen : http://www.emuenzen.de/forum/goto/post?id=739047

Jepp, meine vollste Zustimmung :). Jedoch wie Matthias (@ Fusselbär) an anderer Stelle bereits erwähnte "..., die Rändelung passt nicht zu der Erhaltung des Stücks
in der Bucht. ...". Bleibt also ferner auch noch die Frage, ob die zugesandten Randschriftbilder überhaupt wirklich von dieser Münze stammen oder nicht vielleicht doch
von `nem weiteren dritten Stück (nachdem nun innerhalb kurzer Zeit bereits derer zwei von diesem Anbieter verkauft wurden :eek:), welches demnächst eingestellt wird.

Ich muss gestehen, dass ich mir diese Frage auch gestellt habe. Auf den Randschriftbildern erkennt man nie die Jahreszahl und kann auch den auf den Reversbildern eindeutig strukturschwachen Adler nicht so recht beurteilen.
 
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... Als Beispiel hänge ich hier einen echten Veteranen an. 1871 A, Erhaltung ss,7,91 g, also eindeutig unter dem Passiergewicht. Interessant ist, dass die inkuse Randschrift so geschützt liegt, dass hier keine Abnutzung erkennbar ist.


Dein Veteran ist doch gar nicht mal sooo schlecht erhalten :).
Gegenüber dem 1915`er m.E.n. jedenfalls um Längen besser ;).
 
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Dein Veteran ist doch gar nicht mal sooo schlecht erhalten :).
Gegenüber dem 1915`er m.E.n. jedenfalls um Längen besser ;).

Nein, aber eben doch schon so abgenutzt, dass er streng betrachtet nicht mehr kursfähig war.
worauf ich hinaus wollte, war der Gegensatz zwischen deutlichem Abrieb ( Kronenkreuz, Brustschild ) einerseits und der deutlich erkennbaren Randschrift andererseits. Die ist so tief eingeprägt, dass vermutlich sehr viel hätte passieren müssen, um sie in Mitleidenschaft zu ziehen. Beim 1915 A aus der Auktion ist sie ebnfalls sehr tief eingeprägt, dass kann man auch anhand der wenigen erkennbaren Details auf den Autkionsbildern sehen.
 
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