Außergewöhnliche Preise bei Reichsgoldmünzen

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Fändet ihr es auch interessant, hier außergewöhnlich hohe aber auch niedrige Preise von angebotenen Reichsgoldmünzen zu verzeichnen?
Egal ob von Händlern oder Privatangebote.

Herr Honscha:
Ist so ein Thema möglich wenn man den Händler nicht nennt?
 
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Auf jeden Fall, ich finde solche Marktbeobachtung immer interessant. Teilweise kann man sich die Ergebnisse aus den Dateien ( Mecksuch z. B. ) ziehen, aber auch dort ist nicht alles verzeichnet. Im letzten Jahr haben Rambo, Fusselbär und ich einige Typen gezielt beobachtet, so etwas artet natürlich in Arbeit aus, wenn es umfassende wird, der Thread, den Du anstösst wird wohl eher Zufallsfunde auffassen, aber wenn mehrere daran beteiligt sind, kommt mehr zusammen.
Ich habe vor ein paar Wochen das sehr lesenswerte Büchlein " Wie ich zum Sammeln kam " gelesen. Erschienen Mitte der 70er jahre kommen dort noch Koryphäen wie Jaeger und Willy Fuchs zu Wort. Einer der Sammler, die dort aus ihrem Sammlerleben berichten, erwähnt, dass er in mehreren Jahrzehnten 250.000 Auktionsergebnisse zu seinem Sammlergebiet festgehalten hat. Eine beachtliche Anstrengung, die in den Vorinternetzeiten im Privaten blieb. Von so einem Thread könnten wir hingegen alle profitieren.
 
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Hier ist auch gleich ein schöner Kandidat :

200. Künker, Los 1236

J 202 20 Mark Bayern 1914 PP, Kabinettsstück

Zuschlag 13.000 Euro

PP hin, Kabinettsstück her ; ist das nicht ein bischen doll ?
 
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Noch ein Beispiel, bei dem man ewas mit dem Kopf schütteln kann :

MA Shop: 5 Mark Preussen 1877 A. Seit Juni für 795 Euro ein Ladenhüter, nach der plötzlichen Preiserhöhung auf 975 ( Zahlendreher :D ) über Nacht verkauft.
 
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Die Preise für Reichsgold sind zur Zeit alle außergewöhnlich. Ein Hype ohne Ende. Und wenn jemand eine zur Zeit umfangreiche Reichsgoldsammlung besitzt und eventuell Geld benötigt für ein schmuckes Eigenheim, dann ist das meiner Meinung nach eine sehr gute Gelegenheit Kasse zu machen.

Wenn mans denn emotional verkraftet. Mein Beispiel ein Stück aus der 56. Auktion Grün, J 238, 20 Mark Mecklenburg Strelitz, in fast Stempelglanz. Ausruf 10 000 Euro, Zuschlag 25 000. Herzlichen Glückwunsch.

Sicher in der Erhaltung schwierig aufzutreiben, aber weder ein Unikat noch extrem selten, bei einer Auflage von, ich glaube um die 6000 Stück.

Spekulanten, Anleger, die hoffen irgendjemanden zu finden der bereit ist noch mehr zu zahlen.
Klassischer Fall einer Preisblase?

Ein tolles Sammelgebiet, aber für den eigentlichen Sammler seit einigen Jahren versaut.
Hätte ich entsprechend Geld zur Verfügung würde ich zur Zeit 10 Krügerrand einem Fürst zu Waldeck und Pyrmont vorziehen.
 

Rambo

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Die Preise für Reichsgold sind zur Zeit alle außergewöhnlich. Ein Hype ohne Ende. Und wenn jemand eine zur Zeit umfangreiche Reichsgoldsammlung besitzt und eventuell Geld benötigt für ein schmuckes Eigenheim, dann ist das meiner Meinung nach eine sehr gute Gelegenheit Kasse zu machen.

Wenn mans denn emotional verkraftet. Mein Beispiel ein Stück aus der 56. Auktion Grün, J 238, 20 Mark Mecklenburg Strelitz, in fast Stempelglanz. Ausruf 10 000 Euro, Zuschlag 25 000. Herzlichen Glückwunsch.

Sicher in der Erhaltung schwierig aufzutreiben, aber weder ein Unikat noch extrem selten, bei einer Auflage von, ich glaube um die 6000 Stück.

Spekulanten, Anleger, die hoffen irgendjemanden zu finden der bereit ist noch mehr zu zahlen.
Klassischer Fall einer Preisblase?

Ein tolles Sammelgebiet, aber für den eigentlichen Sammler seit einigen Jahren versaut.
Hätte ich entsprechend Geld zur Verfügung würde ich zur Zeit 10 Krügerrand einem Fürst zu Waldeck und Pyrmont vorziehen.

Die aktuellen Preise sind hoch, aber ich denke nicht, dass Spitzenerhaltungen im Wert drastisch verlieren. Ich denke sogar, dass das Ende noch nicht erreicht ist.

Ich vergleiche es mal mit amerikanischen Münzen. Viele Stücke mit dieser Auflage von ca. 6000 Stück erzielen in Spitzenerhaltung (MS64 aufwärts) aberwitzige Preise bei den Auktionen, z.T. mehrere 10.000 bis 100.000 Euros. Von den meisten dieser Stücke gibt es aber nicht nur einen Jahrgang, sonderen mehrere mit dem gleichen Münzmotiv. Klar hinkt der Vergleich ein wenig, aber trotzdem denke ich kann man es als Vergleich sehen.

Im Vergleich dazu gibt es den J.238 nur 1 x mit dem Motiv. Selbst bei einer Auflage von 6000 Stück gibt es kaum Kabinettstücke. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass wir das amerikanische Gradingsystem adoptieren und die Preise können weiter explodieren. Ich denke es ist auch hier in Deutschland bzw. Europa bald so der Fall. Mit Sammeln hat das dann wenig zu tun, soetwas kann man dann eigentlich nur noch als Investment sehen. Die geslabte Münze als Wertobjekt / Kunstobjekt.

China ist z.B. auch der gleiche Fall. Nicht auszudenken wie sich die Preise dort noch entwickeln können, wenn der Wohlstand weiter so zunimmt.

mfg
 
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Die geslabbte, anerkannt zertifizierte und echte historische Münze als Top Investment ist sicher eine reizvolle Vorstellung.

Aber auch dieser Plan geht nur auf wenn Nachfrage besteht. Nachfrage mit hohem finanziellem Background.

Reichsgold ist zur Zeit voll im Trend, ohne Frage. Vergleicht man mit wesentlich selteneren Goldmünzen Altdeutschlands, dann sind die Kurse hoffnungslos überzogen.

Klar kann das noch ne Weile so weitergehen. Nur wohin? Die Kaufkraft eines fünf oder sechsstelligen Eurobetrages für Münzen in tausendfacher Auflage?

J 236 hat übrigens das gleiche Motiv, nur eben der kleine Adler, Auflage 6400, die war auch im Angebot auf dieser Auktion.Fast Stempelglanz. Höher im Schätzwert, wesentlich niedriger im Ergebnis.

Zuschläge sind hier abhängig davon, wer gerade mitbietet. Und Wertermittlungen werden immer mehr von Zufällen gesteuert.

Natürlich spielt viel Emotion bei den Bietergechten eine Rolle. Ob die in letzter Konsequenz alle wissen was sie tun zweifle ich sehr stark an.
 

Rambo

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Folgendes Ergebnis sehe ich auch als außergewöhnlich ...

Fast 800 Euro für eine 10 Mark Lübeck mit Öse: klick

mfg
 
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Ja, bis 5 % über Spot habe ich mitgehalten...die Adlerseite macht bezüglich Echtheit einen ernüchternden Eindruck : unsauberer Rand (unsauberer hab ich noch keinen gesehen :D) , Schrift arg krakelig. Diese Münze war schon immer gesucht und entsprechend hoch im Preis. Höchst unwahrscheinlich, dass so ein Stück als "Knopf" endete ! :)V.G.
 

Rambo

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Naja, echt ist das Stück schon. Kann mir schon vorstellen, dass das ein oder andere Stück als Knopf endete, bevor die Münzen einen Sammlerwert hatten. Die ganzen Randschäden würde ich auf den Gebrauch rückschließen.

Dennoch ist der Preis extrem hoch für diese entwertete Münze. Die Öse bekommt man ohne Spuren nicht weg. Für mich wäre es ein typisches Belegexemplar.

mfg
 
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