Bestimmung Mittelalterliche Silbermünze

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@ischbierra : Bei Friedrich II. kann ich bei Krug deine genannte VCR-Verteilung nicht finden. Nur CVR und VRC, was uns bei dem abgebildeten RVC nicht weiterhilft.

@Rollentöter : Du hast recht. Und jetzt wirds diffus. GRADIA ist bei Friedrich II. gelistet. Aber nur bei Zwickauer (oder Sangershausener) Schildgroschen mit Schrägkreuz als Münzzeichen. (Krug 1074).

Um es kurz zu machen: das wird eine bei Krug unedierte Variante der Schildgroschen unter Friedrich II. mit der Münzstätte Gotha aus den frühen 1440ern sein.
 
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@Durruti, Du gibt auf?

Du hast die Münze unter Friedrich II in Gotha verordnet.
Eine Löwenseite ist dieser Variante unter F II in Gotha nicht im Krug, aber für eine andere Prägestätte.
Die Kreuzseite ist in dieser Variante unter F II im Krug gar nicht vorhanden.

Ergo unterstellst du eine Stempelkopplung von zwei für F Ii in Gotha uneditierten Stempeln (Unter und Oberstempel),

Ich hoffe ich bin nicht zu vermessen, wenn ich Mal Frage, ob die Festlegung auf Friedrich II und Gotha denn überhaupt sicher ist? (Klein Fritzchen würde sagen: Woher weiß ich das, steht ja nicht drauf.)

Gruß
 
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Ich habe Holger Mehner mal angeschrieben. Er hat den neuesten Katalog zu den Meissner Groschen geschrieben. Vielleicht weiß er ja etwas zu unserm Problem zu sagen.
 
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Ich hoffe ich bin nicht zu vermessen, wenn ich Mal Frage, ob die Festlegung auf Friedrich II und Gotha denn überhaupt sicher ist? (Klein Fritzchen würde sagen: Woher weiß ich das, steht ja nicht drauf.)
Na es wäre doch schon sehr verwunderlich, wenn ein und dasselbe Zeichen einer Emissionsperiode für zwei verschiedene Prägeorte steht, oder?
 
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Na es wäre doch schon sehr verwunderlich, wenn ein und dasselbe Zeichen einer Emissionsperiode für zwei verschiedene Prägeorte steht, oder?

Ich bin kein Fachmann für Meißner Groschen (wurden n meiner Region nicht geprâgt)

An welchem Zeichen machst Du Emmisiionsperiode und Prägeort fest?

Gruß
 
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Danke Durrutu.


Das Tatzenkreuz als Markierung des Anfangs/Endes der Umschrift gab's also nur unter Friedrich II in Gotha

Gruß
 
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Danke Durrutu.


Das Tatzenkreuz als Markierung des Anfangs/Endes der Umschrift gab's also nur unter Friedrich II in Gotha

Gruß

Jein. Das wäre leider vereinfacht. Unter Friedrich dem II. ja. Aber unter Vorgängern, zum Beispiel Landgraf Balthasar, kann das Kreuz auch für Freiberg stehen.
Umschrift (auch wenn da noch einige Fragen offen sind) und Darstellung (Pfahlschild, Beizeichen Ringel hinter dem Löwenschwanz, ...) des gefragten Stückes entsprechen aber am ehesten den Groschen der Münzstätte Gotha unter Friedrich II.
 
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So, das Rätsel ist gelöst, Holger Mehner hat freundlicherweise geantwortet. Es ist ein Pfahlschildgroschen Landgraf Friedrichs von Thüringen (1406-1440) aus Sangerhausen.
AV: +F°DEI°GRACIA°TVRInG°LAnT
RV: +GROSSVS°mARCh°mISnEHSIS
Lit.: Mehner 6/48; Krug -
Dank an Herrn Mehnert.
Gruß ischbierra
 
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