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Bewertungssystem und digitales Siegel

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von navada51, 2. Januar 2019.

  1. navada51

    navada51

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    Ich war über die Ferientage dabei, einmal meine gesammelten Gedanken einmal aufzuarbeiten. Dabei bin ich auf einen kleinen Zettel aus dem Jahr 2012 gestoßen, bei dem ich im Zuge der diskutierten Nachteile des Grading-Systems gekommen bin.

    Ich stehe dem Grading ambivalent gegenüber, ich verstehe die Haltungen. Ich persönlich sehe die Nachteile vor allem:
    1. Ich kann den Rand nicht sehen
    2. subjektive Bewertung
    3. Fälschungen können unerkannt "durchgehen"
    4. Keine Haptik mehr möglich

    Vorteile dagegen:
    1. Konservierung der Erhaltung
    2. Representative Aufbewahrung
    3. Münze als normierte Ware handelbar

    Was wäre jetzt, wenn die Möglichkeit geschaffen werden könnte, eine Münze zu signieren und mit objektiven Bewertungsmaßstäben zu erfassen?

    1) Bewertungen an Hand des Verschleißes/Gewicht.
    Ich bin darauf gekommen, weil es dazu schon einmal Untersuchungen/Überlegungen von Zylka (1990) und Faul (2008) gegeben hat - siehe Anlagen.
    Es wäre durchaus möglich daraus je nach Nominal Standard-Werte mit Toleranzen zu finden, nach denen sich Erhaltungen ableiten könnten. Es ist ja zB. in der Wissenschaft, ich denke da an RFA durchaus üblich an Hand von Material-Normierungen Ableitungen für den untersuchten Gegenstand rein rechnerisch computergesteuert zu messen. Warum auch nicht bei Erhaltungen von Münzen.

    Wie ist hierzu der Tenor? Schwachsinn oder eine Überlegung wert?

    2) Digitales Siegel.
    Jede Münze, mathematisch ein Zylinder - ist durch ihre Oberflächenstruktur einmalig. Diese Einmaligkeit könnte man an Hand von (wenigen) Punkten digital erfassen und einer Münze zuordnen, und dieses "Siegel" sogar dann in die Münze integrieren. Sobald sich dann eine Abweichung aus dem Siegel und der erfassten Strukturen ergibt, erlicht das Siegel.

    Dadurch lassen sich Münzen nachverfolgen und sind ebenfalls in ihrer (objektiven) Erhaltungseinschätzung fixiert. Sollte die Münze dann im Nachhinein beschädigt werden, erlicht das Siegel und es müsste neu bewertet werden.

    Wäre das eine Alternative zum "Einsargen"?

    Diskussionen und Meinungen gerne erwünscht.
     
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  2. Fusselbär

    Fusselbär

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    Hallo Florian,
    das Gewicht als Grundlage der Erhaltungseinschätzung ist schwierig. Erstens, kann man dies nur bei relativ jungen Münzen, also vermutlich erst ab Kaiserreich ansetzen. Was ist aber mit unzirkulierten Stücken die schon während der Herstellung (Bagmarks usw.) Schäden bekommen haben?
     
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  3. BGK

    BGK

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    Ich finde die Übelegung sehr gut. Sehe aber ein sehr großes Problem darin eine Norm, Einheitlichkeit oder wie auch immer (Weltweit) zu erarbeiten.
     
  4. BGK

    BGK

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    Ähnlich wie es heute ja auch schon ist. Wenn man so ein Stück hat, pech. Wenn es geht tauschen. „Beschädigt“ ist „Beschädigt“
     
  5. moppel65

    moppel65 Moderator Mitarbeiter

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    Der Gedanke an sich ist prima, allerdings sehe ich erhebliche Probleme bei der Durchführung. Wie Matthias schon schrieb, ist das Gewicht keine Vorlage, die Bestand haben kann.
    Ich halte einen "Ausweis" für eine gute Idee. Ein Zettel oder eine eine Datei mit vielsagenden Bildern, technischen Werten etc.
     
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  6. Fusselbär

    Fusselbär

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    Ich auch. Bei Stücken mit Randinschrift hilft die dritte Seite. Ebenfalls ein Vorschlag seinerzeit von Zylka. Und damit denke ich, liessen sich solche Stücken besser eindeutig identifizieren.
     

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  7. Muppetshow

    Muppetshow

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    Gerade bei älteren, von Hand geprägten Münzen ist so etwas schon möglich. Anhand der individuellen Merkmale jedes Unikats lassen sich viele Münzen bei acsearch über mehrere Auktionen zurüxkverfolgen, ohne dass diese in der Beschreibung Bezug aufeinander nehmen.
     
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