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Bilder gut erhaltener Münzen Altdeutschland

Dieses Thema im Forum "Altdeutschland" wurde erstellt von namibia, 16. April 2004.

  1. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Ein weiterer vorzüglich erhaltener Geschichtstaler :) :

    Auf den Handelsvertrag zwischen Bayern, Preußen, Württemberg und Hessen 1829
    J 39 , AKS 124 , Wittelsbach 2733 , Dav. 564 , Kahnt 84 , Thun 57 , Stutzmann 196

    Der Zollverein zwischen Bayern und Württemberg von 1827 zeigte nicht nur für diese beiden Länder sehr günstige Auswirkungen, sondern eröffnete auch die Aussicht, nach und nach in allen deutschen Gebieten die den Handel hindernden Zollschranken aufheben zu können. Bereits wenige Wochen nach seinem Abschluß ging Preußen mit Hessen-Darmstadt einen ähnlichen Vertrag ein, und kaum drei Monate später entstand ein dritter Zollvertrag zwischen mehreren mitteldeutschen Staaten.
    Gab es noch bei dem Regierungsantritt von König Ludwig I. zweiundzwanzig Zollgrenzen, so entstanden in wenigen Jahren durch das Vorbild Bayerns und Württembergs drei große Zollunionen, und neunzehn sich in ihren Interessen bekämpfende Handelsschranken konnten beseitigt werden.
    Einen weiteren Zusammenschluß brachte das Jahr 1829, in dem der Bayerisch-Württembergische und der Preußisch-Hessische Verein miteinander verschmolzen wurden. Durch den von König Ludwig I. von Bayern mit König Wilhelm I. von Württemberg 1828 endgültig abgeschlossenen Vertrag (bis dahin war es nur ein vorläufiger Vertrag) waren sechs Millionen Menschen innerhalb einer Handelsgrenze zusammengefasst worden, durch den Handelsvertrag von 1829 waren es 18 Millionen Deutsche.

    Wie 1827 auf den Abschluß des Bayerisch-Württembergischen Zollvereins wurde auch 1829 ein historischer Konventionstaler auf das Ereignis geprägt. Er zeigt auf der Vorderseite das Brustbild des Königs und auf der Rückseite zwei gegeneinandergestellte Füllhörner, in deren Mitte der Merkur-Stab; außen herum sind in Form eines Kreuzes die Wappen von Bayern, Preußen, Württemberg und Hessen-Darmstadt gestellt.
    Die Umschrift lautet :
    HANDELSVERTRAG ZWISCHEN BAYERN, PREUSSEN, WÜRTEMBERG UND HESSEN
    (Württemberg hier nur mit einem "T").
    Unter dem Wappen von Hessen befindet sich die Jahreszahl.

    Geschätzte Auflage : 2886 Stück

    J 39 (1).JPG J 39 (2).JPG
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Mai 2020
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  2. FooFighter

    FooFighter

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    Wirklich ein tolles Stück! Vor allem die Färbung ist ein absoluter Hingucker!
     
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  3. Kempelen

    Kempelen Moderator Mitarbeiter

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    Ich mache weiter mit der Reihe gut erhaltener Geschichtstaler und zeige heute die Ausgabe :

    Auf die Stiftung des Theresien-Ordens 1827
    J 36 , AKS 119 , Wittelsbach 2728 , Dav. 561 , Kahnt 81 , Thun 54 , Stutzmann 193

    "Die Gattin König Ludwigs I., Königin Therese, stiftete am 12. Dezember 1827 für Damen des bayerischen Adels den Theresien-Orden. Die Anwärterinnen des Ordens mußten christlich, ehelich geboren und ledig sein. Die zwölf Präbenden des Ordens beliefen sich auf je 300 Gulden oder, seit 1875, auf 516 Mark.
    Neben den "präberierenden Damen" gab es Ehrendamen. Sie hatten keinen Anspruch auf Präbenden und mußten eine Aufnahmegebühr von 55 Gulden (ab 1876 : 100 Mark) entrichten. Am 2. Januar 1904 wurde diese Gebühr auf 200 Mark erhöht."
    (Quelle : Walter Grasser, Bayerische Geschichtstaler, Ausgabe 1982)

    Der Geschichtstaler zeigt das Ordenskreuz zwischen zwei Lilienzweigen.
    Die Umschrift lautet : DIE KOENIGIN VON BAYERN STIFTET DEN THERESIEN ORDEN
    Unten steht die Jahreszahl 1827.
    Bei dem von mir gezeigten Stück handelt es sich um eine der seltenen Proben (erkennbar an der Rückseite. Unten lautet die Umschrift : AM 12 DEC. 1827 anstatt nur der Jahreszahl 1827).

    Geschätzte Auflage : 2886 Stück

    J 36 (1).JPG J 36 (2).JPG
     
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