Bilder von KR-Fehlprägungen

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(...) - mit Absenkung des (ab)gebrochenen Stempelteils.
(...)
Versteh ich nicht. Ich hätte jetzt auf einen schönen Stempelausbruch getippt, zumal das fehlerhafte Detail auch noch nett von zwei Bruchlinien flankiert wird, die jeweils schön zur Münzmitte laufen.
 

BGK

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Versteh ich nicht. Ich hätte jetzt auf einen schönen Stempelausbruch getippt, zumal das fehlerhafte Detail auch noch nett von zwei Bruchlinien flankiert wird, die jeweils schön zur Münzmitte laufen.

Eben aus dem Grund. Der Stempel ist gebrochen und nicht nur ein Stückchen ausgebrochen. Ein Riss geht durch den Stempel von der einen zur anderen Seite. Das Stück konnte sich ein bisschen bewegen und dadurch ist ein leichter Versatz (Absenkung) entstanden. Wenn es noch ein bisschen stärker wird, dann ist auch keine Prägung mehr an dem Teilstück.

Mal verstaucht, es einfach zu erklären. Nur falls gleich die Diskussion los geht.
 
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Hallo varukop,
Danke für die Einschätzung. Da ich keine Fehlprägungen sammle werde ich den 5er in die Bucht stellen.
Desweiteren habe ich ein 2 Pfennig-Stück 1924 D bei dem vermutlich ein fehlerhafter Schrötling verwendet wurde. Würdest Du das auch so sehen?
Gruß
Cosvieh
Moin Moin,
ja dem ist so :). Das Zain(blech) muss an dieser Stelle sich auch nicht durch den Druck beim Prägen verdichten lassende Einschlüsse von Fremdmaterial gehabt haben. Über die das Rondenmaterial generell stark belastenden Vorbehandlungen (z.B. Erhitzen) und Arbeitsgängen wie Stauchen und Prägen hat dieses später die anfangs darüber befindliche Cu- bzw. Bronze-Schicht "abgesprengt".
 
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(...) - mit Absenkung des (ab)gebrochenen Stempelteils.
(...)
Versteh ich nicht. Ich hätte jetzt auf einen schönen Stempelausbruch getippt, zumal das fehlerhafte Detail auch noch nett von zwei Bruchlinien flankiert wird, die jeweils schön zur Münzmitte laufen.
Moin Moin,
auf die beiden "nett flankierenden" (Bruch)Linien hätte ich natürlich auch noch eingehen können.
Es handelt sich bei diesen beiden erhabenen Linien über das Sichtbare in erster Näherung um zwei Stempelrisse, die ja (fast) immer der Beginn eines Stempelbruches sind. Hier sind sie, da sie an den jeweiligen Enden des schon sichtbaren Stempelbruches beginnen, mit einiger Sicherheit der Beginn einer kleinen "Katastrophe" bei diesem Stempel.
Es ist zu vermuten, dass sich der bereits vorhandene Stempelbruch bei weiterer Stempelnutzung entsprechnd (entlang) den Risslinien zu einem sehr großen Stempelbruch ausweiten kann bzw. schon ausgeweitet hat, denn wie tief selbst derart feine diese Risslinien bereits jetzt in den Stempel hineingehen bis durchgängig sind, kann man an ihnen nicht ablesen.
Einordnen müsste man die Fehlprägung als "Misch"Fehlprägung mit der Bezeichnung "Stempelbruch mit Stempelrissen" einordnen.
Noch zur "Absenkung": Je nach Festsitzen des Stempels nach Einbau und über das Weiterprägen mit dem Stempel nach dem Bruch, die größe des Bruches und durch den beim Prägen erforderlichen Druck zur Erzeugung eines optimalen Materialflusses ergibt sich diese mehr oder weniger deutlich (bzw. kann sich diese so ergeben).
 
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Hallo und guten Abend,
In diesen Koronazeiten hat man mehr Zeit für sein Hobby und findet seltsames.
Bei der abgebildeten 2 Reichspfennig ist auf der RS die 2 von der VS deutlich zu erkennen.
Entsteht das durch zu hohen Pressdruck oder war der Rohling schuld?
Beste Grüße
Cosvieh
 

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Hallo und guten Abend,
In diesen Koronazeiten hat man mehr Zeit für sein Hobby und findet seltsames.
Bei der abgebildeten 2 Reichspfennig ist auf der RS die 2 von der VS deutlich zu erkennen.
Entsteht das durch zu hohen Pressdruck oder war der Rohling schuld?
Beste Grüße
Cosvieh
Weder noch. Das passiert üblicherweise, wenn die Stempel unzureichend gehärtet sind. Prägestempel prägen nicht nur Ronden, sondern Ronden prägen auch die Stempel. Genauer gesagt, geht das Motiv des einen Stempels über die Ronden auf den anderen Stempel über. Dieser Effekt wird um so intensiver (progressive Entwicklung), je älter ein Stempelpaar ist. Was wie Hexenwerk klingt ist eine physikalische Tatsache. Man nennt es "Designtransfer" oder im Angelsächsischen "ghost(ing)".

Dies tritt besonders bei Münzen auf, deren gegenseitigen Motive auf den Stempeln nicht miteinander in Einklang stehen. Also wenn z.B. ein großer Kopf auf dem einen Stempel auf eine große Freifläche auf den anderen trifft. Dann drückt sich der Kopf über 123.323 geprägte Ronden in die Freifläche des Gegenstempels ein. Also wird der Stempel mit der Zeit deformiert.

Die englischen ONE PENNY sind prominente Beispiele, aber auch die Pfennig-Stücke Bank Deutscher Länder.
 
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Weder noch. Das passiert üblicherweise, wenn die Stempel unzureichend gehärtet sind. Prägestempel prägen nicht nur Ronden, sondern Ronden prägen auch die Stempel. Genauer gesagt, geht das Motiv des einen Stempels über die Ronden auf den anderen Stempel über. Dieser Effekt wird um so intensiver (progressive Entwicklung), je älter ein Stempelpaar ist. Was wie Hexenwerk klingt ist eine physikalische Tatsache. Man nennt es "Designtransfer" oder im Angelsächsischen "ghost(ing)".

Dies tritt besonders bei Münzen auf, deren gegenseitigen Motive auf den Stempeln nicht miteinander in Einklang stehen. Also wenn z.B. ein großer Kopf auf dem einen Stempel auf eine große Freifläche auf den anderen trifft. Dann drückt sich der Kopf über 123.323 geprägte Ronden in die Freifläche des Gegenstempels ein. Also wird der Stempel mit der Zeit deformiert.

Die englischen ONE PENNY sind prominente Beispiele, aber auch die Pfennig-Stücke Bank Deutscher Länder.
Moin Moin,
zu den Beispielen gibt es mit Sicherheit noch einige "prominente" mehr, möchte aus heimischer Sicht aber gern noch die 2 DM Adenauer und Heuss erwähnen, bei denen man solche Phänomene ebenfalls vorfinden kann.
 
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