Bilder von Mineralen auf Münzen, natürliche Patina

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Hallo,

wie in einem andern Faden vorgeschlagen, hier ein Faden für eure Münzen mit nantürlicher Patina und Mineralen, die auf dieser zu finden sind.
Ich möchte hier zunächst ein paar Münzen aus der nördlichen Song Dynastie vorstellen, die in den letzten 900 - 1000 Jahren ein schönes Kristallwachstum zeigen.
Zunächst die "Probanden":
Song-Münzen.jpg


auf der 1. (oben links) Kalzit, Gips und gediegen Kupfer bei 100 facher Vergrößerung mit einem USB Mikroskop (20 Euro Ausführung aus China)
Calzit_Gips_Kupferx100.jpg


die 2. (oben rechts) Cuprit Kristalle bei 50 facher Vergrößerung (ein Mineral, das in der Natur nur sehr selten in gut ausgebildeten Kristallen vorliegt - hier in sehr typischer Kristallform))
Cupritx50.jpg

die 3. (unten links), Bournonit und Kalzit bei 200 facher Vergrößerung
Bournonit_Calzitx200.jpg

und zu guter letzt unten rechts - Azurit bei 50-facher Vergrößerung
Azuritx50.jpg

und Malachit bei 150-facher Vergrößerung
Malachitx150.jpg


Wenn Interesse besteht mache ich gern noch mehr Bilder. Ich würde mich freuen, Bilder von euch zu sehen.

vielen Dank, pingu
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

da werde ich das einmal wiederbeleben.:
scan 1.jpg


zu sehen sind 2 Qin Shihuang Ban Liang, gegossen zwischen 300BC und 200BC.
Zumindest ist das im Bild linke Stück so alt. Die Patina besteht bei dem linken Stück aus verschiedenen Kupfermineralen, hauptsächlich aus nierig/traubig ausgebildetem Malachit, etwas Azurit, Linarit und Chrysokoll. Man kann deutlich die Stellen am unteren Rand erkennen, wo im Fundkomplex die aufliegende Münze die Patinabildung behindert hat. Da schaut bräunlich angelaufenes Kupfer hervor.
Das rechte Stück hingegen hat eine Patina aus einer chinesischen Hinterhoffälscherwerkstatt und besteht aus verschiedenen zusammengemischten Farbschichten. Die Alterung und Gebrauchsspuren der Münze (Krater, Erhebungen auf der Münze und Randschäden) wurden gleich mit gefälscht. Am Rand kann man an einigen Stellen das Münzmetall durscheinen sehen, es handelt sich um deutlich gelblich glänzendes Messink.
Es fehlt noch die Rückseite:
scan 2.jpg

Auch hier kann man den Abdruck der im Fundkomplex aufliegenden Münze auf der linken Seite noch gut nachvollziehen, man erkennt sogar noch die Schriftzeichen, so man weis wie sie aussehen sollten... .

Grüße pingu
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf einem China-Dollar von vor 120 Jahren fiel mir am Rand dieses grüne Pünktchen auf:
grün-3.jpg
Grünspan-oder-was.jpg


Wie ich die Münze unter das Mikroskop bekommen soll muss ich noch drüber nachdenken....
 
Hallo,

es handelt sich mit Sicherheit um Kupferminerale. Diese haben sich an einem winzigen Kupferkern (Kristall) im Material gebildet. Da dieser Kristall durch die Herstellung der Ronde genau an der Oberfläche liegt, bietet er einen Angriffspunkt für die einsetzende Korrosion.
Die Herstellung der Silberbleche und vor allem der Legierungen für die Bleche ist immer abhängig von den Umgebungsbedingungen. Bei geringen Temperaturschwankungen durch zu langsames Abkühlen, kann es zu Anreicherungen von Kupfer in der noch flüssigen Metallschmelze kommen, wo sich einzelne Kupferkristalle im Mikrometerbereich bis winzige Aggregate (<0,1mm) bilden. Das Silber fängt erst etwas später an zu kristallisieren. Bei einer schnellen Erstarrung der Schmelze tritt dieser Effekt kaum auf und kann somit umgangen werden. Die Legierungen werden dadurch homogener, die Metalle sind in der Schmelze und dem späteren Zainblech gleichmäßig verteilt und es können sich keine solche "Spots" bilden.
Das ist sozusagen schon die Urform einer Fehlprägung:newwer::lachtot:, da mit der Schmelze für die späteren Zainbleche falsch umgegangen wurde. Allerdings reden wir hier von Schwankungen der Temperatur von wenigen °C und Zeiten von wenigen Minuten... .

In diesem Effekt vermute ich übrigens auch die Ursache der roten Flecke auf manchen modernen Goldmünzen... .

Grüße pingu
 
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