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BREXIT-Referendum am 23. Juni 2016

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von numisfreund, 6. Februar 2015.

  1. lorry62

    lorry62

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    Die Größe der Partei ist mir in dem Zusammenhang wurscht - ich find´s erbärmlich, dass solche Leute nicht mal die Absicht haben geschweige denn den Versuch machen, in irgendeiner Form jetzt Verantwortung zu übernehmen.

    Wenn´s denn so wäre: "ich würde ja gern, aber ....", ginge es ja noch.

    Aber stattdessen heißt´s ja im Grunde : "Schön, dass wegen mir jetzt alles neu gemacht werden muss - na denn macht mal schön..."
    :motz:
     
  2. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Am traurigsten bei der Abstimmung ist ja leider, dass besonders der britische Wahlkampf generell sehr agressiv und verlogen geführt wird. Deutlich agressiver als in DE und noch eine Stufe verlogener.
    Die Wähler wurden getäuscht. Das hat mit Demokratie nix zu tun, weil die Medien sich dort sogar aktiv einmischen und nicht mal den Anschein wahren, sie wären neutral. Dieser australische Medienmogul höchstpersönlich hat für den Brexit gekämpft!
     
  3. Uwe-11

    Uwe-11

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    Was ???
    Inwiefern wurde denn irgendjemand getäuscht ?

    Ich finde eine Volksabstimmung ist Demokratie in reinster Form. Wäre der Brexit nicht gekommen hätten einige hier mit Volksabstimmungen plötzlich kein Problem mehr. Man muß halt auch mit den Konsequenzen leben können ob einem die nun passen oder nicht.

    @lorry62
    Johnson wird britischer Außenminister und ist nicht "weg". Ist dir das entgangen ?
     
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  4. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Die Wähler in GB wurden belogen und getäuscht. Von beiden Seiten übrigens. Allerdings, wenn ich so die Nachrichten verfolgt habe und die Interviews, dann haben die Brexit-Werber "blühende Landschaften" in Form von mehr Geld für das Gesundheitssystem, die heimische Infrastruktur und was weiß ich versprochen. Jetzt, wo der Brexit wahr wird, werden solche Sprüche relativiert.
    Es hat von den Brexitern keiner gesagt, dass für GB vor allem der Binnenmarkt das fette Plus der EU war und dass der nun erst mal in Schwierigkeiten kommen wird.
    Auch die Job-Verluste durch den Abgang diverser Firmen und Europa-Vertretungen usw. wird seine Spuren hinterlassen. Die Einsparungen durch den Wegfall von EU-Zahlungen werden durch Mehrkosten als Folge des Brexit voraussichtlich mehr als aufgezehrt.
    Diese Abstimmung ging nicht nur um die EU. Es wurde besonders von den Brexit-Werbern gegen die Eliten und (wie so oft) gegen Ausländer getrommelt (gegen Eliten zu Recht, aber leider am Thema vorbei). Die EU wurde mit der Polit- und Finanz-Elite in einen Topf geworfen. Dass der Niedergang des britischen Mittelstandes aber auf 30 Jahre fotgesetzter Thatcher-Politik (für die Konzerne, gegen Sozialausgaben) zurückzuführen ist und die EU leider auch unter dieser Politik leidet (hat im Übrigen vor allem GB ganz stark in der EU vorangetrieben), das wurde den "Unzufriedenen" nicht klar gesagt. Ist aber auch schwerer zu verstehen als "die sind böse und nehmen uns alles weg".

    Eine solche Abstimmung selber ist klar zu befürworten. So was hätte ich in DE in der Tat auch gerne. Aber wir Wähler, egal in welchem Land, werden immer nach Strich und Faden belogen!
    Das Lügen der Kampagnenführer ist die Krux der Volks- und Bürgerentscheide und -Begehren usw. Das Volk selber würde nicht dumm entscheiden, wenn es denn mit den richtigen Informationen zur richtigen Zeit von glaubwürdigen Quellen versorgt werden würde.
    Aber die richtigen Informationen kommen meist gemischt mit falschen, aus unglaubwürdigem Munde oder aber teils erst nach der Abstimmung. Und da ist der Zug schon abgefahren und es kommt das böse Erwachen.

    Es lohnt sich immer viele Quellen heranzuziehen und auch mal in die Argumente der Gegenpartei zu gucken, wenn man glaubt eine bestimmte Seite gewählt zu haben. Manchmal findet man heraus, dass die Seite, für die man sich entschieden hat, die verlogenere ist. Trotzdem macht das fast keiner so. Kostet auch viel Zeit und verursacht sehr schlechte Laune. So ging es auch mir schon bei Wahlen. Eigentlich uns allen, fürchte ich.

    Das große Dilemma unserer "freien Welt":
    Meinungs- und Redefreiheit erlaubt es Hornochsen und Lügnern, den größten Mist zu verzapfen und die Leute davon zu überzeugen (teils mit viel Medienmacht).
    Mit Fehlinformationen gefüttert bilden wir unsere Meinung und stimmen entsprechend ab oder demonstrieren oder posten irgend einen Scheiß in Foren und Blogs und auf Twitter und sonstwo.
    Heraus kommt das, was wir als "real existierende Demokratie" erleben.
    Ist mir trotzdem lieber als das, was aktuell z. B. in der Türkei oder in Russland an Politik und Medienlandschaft von hier aus erkennbar ist. Von China und Nordkorea reden wir besser erst gar nicht. ;)

    Gruß

    Lars
     
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  5. Raphael

    Raphael Super-Moderator Mitarbeiter

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    Die neue Premier gefällt mir sehr gut. Sie geht die Sache ruhig an und sie wirkt wie eine Kämpferin für das eigene Land (Länder)

    Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass bedingt durch die Verhandlungen EU/GBR doch einige Gesetze in der EU überdacht und geändert werden.
     
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  6. Fusselbär

    Fusselbär

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    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn ich aktuell nur an diesen Schwachsinn mit den eingewanderten Tieren denke (z.B. Waschbär) die zukünftig nicht mehr in Tierpark gezeigt werden dürfen, weil eingewandert...... .
    EU vom feinsten.:wut:
     
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  7. jannys33

    jannys33 Registered User

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    Manchmal ist es besser einen alten kranken verkorksten Baum zu fällen und gegen einen neuen zu ersetzen.
     
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  8. lorry62

    lorry62

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    @lorry62
    Johnson wird britischer Außenminister und ist nicht "weg". Ist dir das entgangen ?[/QUOTE]



    Der hat sich aber nach dem Referendum auch erstmal zurückgezogen und angekündigt, nicht Regierungschef werden zu wollen.
    Und Farage gib als erstes den Parteivorsitz bei UKIP auf. Begründung: "Ich will mein Leben zurück"

    Und das, nachdem er mit dafür gesorgt hat, einen Großteil der Grundlagen des britischen wirtschafts-, innen- und außenpolitischen Lebens umzustürzen.

    Denn unabhängig davon, ob man den Brexit für richtig hält oder nicht:
    Die langjährige (!) EU-Zugehörigkeit zu beenden, zieht in jedem Land, das einen solchen Schritt macht, einen gewaltigen politischen und wirtschaftlichen Umbruch dar. Und wenn dann ein ganzes Land diesbezüglich sein Leben umstellen muss, finde ich diesen Spruch ne Frechheit.

    Dass Johnson jetzt doch in die Pflicht genommen wird - entweder hat er Druck von außen gekriegt oder er hat sich dann eines Besseren besonnen (was ihm hoch anzurechnen wäre).
     
  9. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Und intelligenterweise wurde er im Außenministerium kaltgestellt, wo er Urwaldhäuptlinge in den Commonwealth- Staaten am Gefieder kitzeln darf, anstatt wichtige Verhandlungen zu versauen.
     
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  10. Django

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    Es wird immer nur über die Politik der Arschgeigen geredet.
    Wo bleiben eigentlich die Bürger? Sie sind das Volk, um (und für) die es geht, nicht die Pfeifen im Parlament. Das gilt auch für Deutschland!
     
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