Bruchmünzen und Bruchgeld

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Hallo ihr Lieben,

eine Herausforderung im Münzwesen ist es, eine passende Stückelung der Umlaufmünzen (Cent, Pfennige, etc.) anzubieten. Ein generell gültiger Standard hierfür hat sich auch nach mehreren tausend Jahren Münzgeschichte nicht eingestellt.

Einerseits kann es nicht im Interesse des Münzherrn sein, so wenige Kleinmünzen-Stückelungen zu prägen, dass die Bezahlung bestimmter Teilbeträge nicht oder nur erschwert erfolgen kann (lassen wir Ausnahmen ála Cent-Münzen in Finnland mal außen vor).

Andererseits kann es jedoch auch schnell sehr kostenintensiv werden, wenn sehr viele verschiedene kleinteilige Münzen geprägt werden, welche letztlich niemand braucht (z.B. 4 Pfennig-Münze Weimarer Republik). Es gilt also eine Art Mittelweg zu finden.

Einen etwas anderen Ansatz habe ich mir jüngst überlegt. Dabei wird lediglich ein relativ großes Nominal und ggf. zusätzlich noch einige wenige Kleinmünzen geprägt.

Das große Hauptnominal - hier "1 feine Mark" genannt - wird dabei mit Sollbruchstellen/Bruchkerben (graue Linien) geprägt, siehe Bild 1. Durch die Bruchkerben lassen sich die Münzen an vordefinierten Stellen zerbrechen, um Kleingeld "zu erzeugen". Wer eine halbe feine Mark zu zahlen aber eine solche Stückelung gerade nicht zur Hand hat, kann also einfach eine ganze feine Mark in zwei Teile zerbrechen und mit einem der beiden entstandenen Bruchstücke zahlen, siehe Bild 2. Auch die halbe feine Mark lässt sich anhand der Bruchstellen weiter teilen, bis hin zu 1/8 feinen Mark. Am Ende könnte so beispielhaft eine Stückelung wie auf Bild 3 ersichtlich entstehen.
Münze gesamt.png

Ich habe dieses System einfach mal "Bruchmünze" genannt. Das System hat natürlich auch einge Nachteile, klar. Im Internet konnte ich dazu nichts finden, weshalb mich interessieren würde, ob es ein solches System überhaupt schonmal gegeben hat. Weiß dazu jemand mehr?

Und wie ist überhaupt Eure Meinung dazu? Wäre die Idee historisch einen Versuch wert gewesen oder ist das alles völliger Blödsinn, den ich hier vor mir gebe?

Ich freue mich auf Eure Antworten!
 
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Hallo ihr Lieben,

eine Herausforderung im Münzwesen ist es, eine passende Stückelung der Umlaufmünzen (Cent, Pfennige, etc.) anzubieten. Ein generell gültiger Standard hierfür hat sich auch nach mehreren tausend Jahren Münzgeschichte nicht eingestellt.

Einerseits kann es nicht im Interesse des Münzherrn sein, so wenige Kleinmünzen-Stückelungen zu prägen, dass die Bezahlung bestimmter Teilbeträge nicht oder nur erschwert erfolgen kann (lassen wir Ausnahmen ála Cent-Münzen in Finnland mal außen vor).

Andererseits kann es jedoch auch schnell sehr kostenintensiv werden, wenn sehr viele verschiedene kleinteilige Münzen geprägt werden, welche letztlich niemand braucht (z.B. 4 Pfennig-Münze Weimarer Republik). Es gilt also eine Art Mittelweg zu finden.

Einen etwas anderen Ansatz habe ich mir jüngst überlegt. Dabei wird lediglich ein relativ großes Nominal und ggf. zusätzlich noch einige wenige Kleinmünzen geprägt.

Das große Hauptnominal - hier "1 feine Mark" genannt - wird dabei mit Sollbruchstellen/Bruchkerben (graue Linien) geprägt, siehe Bild 1. Durch die Bruchkerben lassen sich die Münzen an vordefinierten Stellen zerbrechen, um Kleingeld "zu erzeugen". Wer eine halbe feine Mark zu zahlen aber eine solche Stückelung gerade nicht zur Hand hat, kann also einfach eine ganze feine Mark in zwei Teile zerbrechen und mit einem der beiden entstandenen Bruchstücke zahlen, siehe Bild 2. Auch die halbe feine Mark lässt sich anhand der Bruchstellen weiter teilen, bis hin zu 1/8 feinen Mark. Am Ende könnte so beispielhaft eine Stückelung wie auf Bild 3 ersichtlich entstehen.
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Ich habe dieses System einfach mal "Bruchmünze" genannt. Das System hat natürlich auch einge Nachteile, klar. Im Internet konnte ich dazu nichts finden, weshalb mich interessieren würde, ob es ein solches System überhaupt schonmal gegeben hat. Weiß dazu jemand mehr?

Und wie ist überhaupt Eure Meinung dazu? Wäre die Idee historisch einen Versuch wert gewesen oder ist das alles völliger Blödsinn, den ich hier vor mir gebe?

Ich freue mich auf Eure Antworten!
Witzig.
Dürfte nur schwierig werden mit anderen Problemchen.
Sicherheitsmerkmale, Transport, Wiederaufarbeitung usw.

Nicht zu vergessen wie es sich mir Schadensersatz verhält, wenn sich einer dabei die Flossen aufschneidet.
 
Hast du schon mal Tabletten mit der Kraft deiner Finger geteilt? Für Metallscheiben ist das m.M.n. noch schlechter zu handhaben.

Am Ende (nach einiger Zeit) gäbe es nur noch "Krümmel" und keine vollständigen Münzen mehr.
 
Hallo,

wenn so ein System für alle funktionieren soll, muss auch die 90jährige Oma mit wenig Kraft in den Fingern die Münze brechen können. Das würde bedeuten, dass die Sollbruchstellen sehr schwach sind. Also würden nach kurzer Zeit die ganzen Stücke schon im Geldbeutel zerbrechen. Das ist so alles nicht realisierbar.

Ohne Sollbruchstelle gab es diese geteilten Stücke schon vor 1000 Jahren. Siehe Hacksilber.
 
Mit unserer aktuellen Euro/Cent-Stückelung kannst du mit nur maximal acht Münzen jeden beliebigen Betrag bis 4,99 € darstellen. Für alles Weitere gibt es Scheine.
 
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