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Brüssel denkt erneut über die Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen nach

Wie soll Brüssel zukünftig mit den 1- und 2-Cent-Münzen verfahren?

  • Alles bleibt wie es ist

    Stimmen: 53 44,9%
  • Produktion "billiger" Münzen (Material, Produktionskosten)

    Stimmen: 8 6,8%
  • Schneller Einzug der kleinen Münzen bis zu einem Stichtag, Rundungsregeln einführen

    Stimmen: 23 19,5%
  • Alte Münzen bleiben erhalten, keine neuen Münzen ausgeben, Rundungsregeln einführen

    Stimmen: 34 28,8%

  • Umfrageteilnehmer
    118
  • Umfrage geschlossen .
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Diese Argumente kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Wieso hat man denn die Geldbörse voller Centmünzen? Man bekommt sie als Wechselgeld, richtig. Aber warum? Weil man an der Kasse einen Betrag von z.B. 19,96 EUR bezahlen muss, aber eben einen 20-Euro-Schein hin gibt. Also bekommt man 4 Cent Wechselgeld. Wenn sich das ein paar Mal wiederholt, hat man vielleicht mal 8 oder 10 Cent klein in der Geldbörse. Das ist zum einen nicht wirklich sooo viel, und zum anderen kann ich ja nächstes Mal, wenn ich z.B. wieder 19,96 EUR zahlen muss, einfach einen 20-Euro-Schein und zusätzlich 6 Cent bezahlen. Also bekomme ich einen Zehner zurück und bin einiges an Kleinzeug losgeworden. Aber das machen eben die meisten nicht, sondern zahlen immer nur die runden Beträge, so dass sich das Kleingeld immer mehr anhäuft. Kommt einfach nur auf jeden selbst an, etwas dagegen zu tun. Man kann z.B. auch sagen "danke, stimmt so", und lässt sich die 4 Cent gar nicht erst zurück geben. Möglichkeiten gibt es viele...

Ja stimmt, Möglichkeiten gibt es viele...

Zum Beispiel die Abschaffung dieser in der heutigen Zeit unsinnigen Kleinmünzen.

Schade für meine Pfennig/Centsammlung, aber das ist der Lauf der Dinge.
 

FooFighter

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Zum Beispiel die Abschaffung dieser in der heutigen Zeit unsinnigen Kleinmünzen.

Wieso das? Was ist an den heutigen Zeiten anders als vor 30 Jahren? Die Preise sind doch nach wie vor die gleichen, was die Beträge angeht.
 
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Wieso das? Was ist an den heutigen Zeiten anders als vor 30 Jahren? Die Preise sind doch nach wie vor die gleichen, was die Beträge angeht.

Das mag sein, aber das Verständnis der Menschen nicht, diese Nominale werden nicht gebraucht.
Ich muss auch die Leute immer fast bedrohen das sie mal Kleingeld rausrücken, sie wollen es einfach haben.
Es ist ein Minusgeschäft also aus wirtschaftlicher Sicht weg damit.
 

Smythe

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Bei diesem Thema bin ich - naturgemäß - etwas zwiegespalten. Da mein Hauptsammelinteresse den Euro-Kursmünzen gilt, wäre eine Abschaffung der kleinen Cent-Münzen schon schade. KMS mit auch dem allerkleinsten Nominal (1 Cent) sind schon was Schönes bzw. gefühlsmäßg Komplettes.

Andererseits kann man eine Beibehaltung der 1 Cent und 2 Cent nicht ernsthaft fordern, wenn es wirtschaftliche Nachteile hat. Das Geld, das man hier verpulvert, kann man gut woanders gebrauchen. Außerdem wird es aufgrund der jährlichen Inflation die kleinen Münzen sowieso nicht ewig geben. Daher bin ich dafür, einfach keine neuen kleinen Münzen mehr auszugeben, aber die Zahlungskraft der bereits produzierten Münzen noch aufrecht zu erhalten.
 

Murdoc87

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ich bin auch für die beibehaltung und somit gegen die abschaffung dieser kleinen nominale. vetl. wäre aber ein kompromiss möglich, wenn es wirklich dazu kommen sollte:

die 1 und 2 cent münzen behalten ihre zahlungskraft, es werden aber keine neuen münzen mehr geprägt, außer für offizielle kms.

vielleicht können damit parlamentarier und münzsammler leben!?
 
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ich bin auch für die beibehaltung und somit gegen die abschaffung dieser kleinen nominale. vetl. wäre aber ein kompromiss möglich, wenn es wirklich dazu kommen sollte:

die 1 und 2 cent münzen behalten ihre zahlungskraft, es werden aber keine neuen münzen mehr geprägt, außer für offizielle kms.

vielleicht können damit parlamentarier und münzsammler leben!?

Damit kann ich persönlich als Münzsammler nicht leben, weil ich mir dann, um potentiell komplett zu bleiben einen riesen Haufen Pappe zulegen müsste!
Wenn Cent-Münzen, dann massenweise und für den Zahlungsverkehr!!!

Ansonsten abschaffen und stattdessen wenn überhaupt in die Pappen lieber ein schönes, jährliches gemeinsames 3 oder 5 Euro-Stück.
 
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Ich bin auch der Meinung: ganz oder gar nicht.

Am liebsten würde ich die beiden Nominale behalten.
Wenn aber die Nachteile derart überwiegen, dann sollten 1 und 2 Cent Münzen aus dem Umlauf UND aus allen künftigen KMS verschwinden. Dieses künstliche am Leben halten von Kleinmünzen die nicht kursieren hat nix mit Geldpolitik zu tun, sondern mit Geldschinderei.

Diesen Rundungs-Kram sollte man meiner Meinung nach im Fall des Falles auch so bald wie möglich durch vernünftige Preisauszeichnung beenden. Entweder ich verlange 1,95€, oder gleich 2,00. Es gibt ja jetzt schon viele Bäckereien und Läden die ihre Preise auf 5 Cent ausrichten (vermutlich um das Getue mit dem Kleinkram zu minimieren).

Wenn dann tatsächlich mal die Produktion der Kleinen eingestellt werden würde, dann sollte man die noch ein oder zwei Jahre im Laden loswerden dürfen, dann aber aus dem Zahlungsverkehr verbannen und wie DM und Pfennig nur noch bei der Bundesbank umtauschbar machen.

Was anderes Material usw. angeht: Was ist billiger als kupferbeschichteter Stahl? Wie sollen die Produktionskosten reduziert werden? Stempel muss man sowiso herstellen.
Mit einem weicheren Metall wäre evtl. der Verschleiß der Stempel geringer.
Einige Länder hantieren mit Alu-Münzen für das kleinste Nominal. Alu will ich aber für den Euro-Cent nicht haben... erinnert mich an die Münzen der früheren Ostblockstaaten :eek: (sammel ich zwar gerne, aber bezahlen möchte ich damit nicht)
Zink will ich auch nicht haben... erinnert mich an die Kriegsmünzen der Nazi-Zeit (auch die sammel ich gerne, aber sie waren aus der Rohstoffknappheit geboren und erinnern mich an den Mangel, den die Bevölkerung Europas damals leiden musste)
Was bleibt da noch billiges?
Stahl ohne Kupferschicht? Da käme nur rostfreier Stahl in Frage der aber wiederum teuerer wäre als der bisher verwendete.
Reduzierung des Münzgewichtes und damit des Materialverbrauches?
Kleinere Münzen als den Cent gibt es nur wenige... alle davon finde ich zu klein.
Dünnere Münzen wären die einzige Möglichkeit die mir einfällt, welche mir nicht total zuwider wäre. Aber würde das die Kosten stark genug reduzieren?
Ganz abgesehen von den zusätzlichen Handlingsproblemen (unterschiedliches Gewicht der alten und der neuen Münzen).

Ich vermute: Wenn es zu einer Änderung kommt, dann zu der, dass die kleinen total abgeschafft werden. Alles andere wäre kurzsichtig und würde weitere Kosten verursachen (siehe Großbritannien und ihr Umstieg von Cu-Ni auf Nickel-galvanisierten Stahl für ihre 5 und 10 Pence Münzen - die Automatenbetreiber haben zig Millionen in Justage, Modifizierung oder gar Ersatz von Münzprüfern investieren müssen, damit der Staat ein paar wenige Millionen einsparen kann. :wut:
Bezahlen tun das hintenrum wieder die Kunden an den Automaten durch Preiserhöhungen.
So schlimm wäre es wegen der Kleinen bei uns nicht, da nur Banken und Cash-Dienstleister betroffen wären (und Betreiber von Automaten für Souvenirprägungen wie Arp und PennyPress).
Bleibt für unsere Automatenbetreiber zu hoffen, dass wenigstens an den 5erln und den Alu-Bronze-Münzen nix rumgeändert wird.

Wenigstens würde das schöne Eichenlaub durch die 5erl erhalten bleiben. Meines erachtens sind die einzig wirklich schönen deutschen Umlauf-Euro-Münzen eben die 3 kleinen mit dem Eichenlaub. Das Brandenburger Tor ist zwar nicht hässlich, aber ich habe mich definitiv satt gesehen. Von den fetten Hennen auf den großen Nominalen will ich gar nicht erst reden...
 
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Die Kostenproblematik ist ein Witz! Wenn man mit den 1 und 2 Cent Münzen Verlust einfährt, dann sollte man Fairerweise mal den Gewinn von den größeren Münzen gegenrechnen. Hier wird mal wieder der Bürger nach Strich und Faden verschaukelt.
 
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Die Kostenproblematik ist ein Witz! Wenn man mit den 1 und 2 Cent Münzen Verlust einfährt, dann sollte man Fairerweise mal den Gewinn von den größeren Münzen gegenrechnen. Hier wird mal wieder der Bürger nach Strich und Faden verschaukelt.

Den Gewinn bei den Geldscheinen sollte man auch mal gegenrechnen. Dann werden die 1,4 Millarden Verlust zu Peanuts.

Viele grüße
Hermann
 

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@ Fusselbär und hekuhn

Ihr habt sicher recht - aber so wie ich das verstanden habe, hat ja auch niemand behauptet, dass die Münzenproduktion (bzw. Produktion der Geldscheine) an sich defizitär ist. Es sind eben nur die zwei kleinsten Nominale. Und wenn die weggelassen werden, steigt ja auch der Gesamtgewinn - also schon ein Vorteil... :D

Der Wirt freut sich ja auch, wenn er an allen acht angebotenen Speisen verdient - und nicht mit einem Viertel davon Verlust macht, der letztlich den Gesamtgewinn schmälert... ;)
 
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