Das Coronavirus und die Auswirkungen

hh1969

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Und ein Blick in die Niederlande: Mehr als 7500 Neuinfektionen bei 17,3 Millionen Einwohnern - das sind umgerechnet auf Deutschlands Einwohnerzahl ähnliche Zahlen wie in Frankreich. Erschreckend.
 

bayreuth

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Ganz ehrlich: Was soll eine Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr bringen? Richtig: Wenig bis nichts.

Hier hilft nur noch rigorose Kontaktunterbrechung. Sprich: Alle zuhause bleiben, auch tagsüber. Was einem zweiten Lockdown gleich käme. Den keiner will. Es bleibt spannend.
Durch o.g. Ausgangssperre können nächtliche Saufgelage und Parties sowie Besuche "wir treffen uns alle heimlich bei xy" recht effizient unterbunden werden, weil es auffällt wenn man dann um 3 Uhr früh nach Hause torkelt. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit sinkt mit der Zahl der Kontakte. Von daher ist eine Ausgangssperre zwischen 21 und 6 Uhr ein signifikant schärferes Schwert als eine "Sperrstunde um 23 Uhr". Ich denke mal, so ab 20000 Infizierten pro Tag wird man auch bei uns über sowas nachdenken. Es wäre so einfach: Die heute beschlossenen Regeln + allgemein Deutschlandweit jeder der vor die eigene Haustür geht zieht eine Maske auf und behällt sie auf (sofern er nicht völlig alleine im Wald spazieren geht meinetwegen). Dann sinken die Neuansteckungen rapide ab. China hat es nicht anders gemacht (und auch jetzt trägt man dort Maske in Bus und Bahn)
 

hh1969

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Die Maßnahmen sind insgesamt viel zu lasch, nicht nur in Frankreich. Es müsste deutlich mehr Kontrollen und wesentlich höhere Bußgelder geben - das brächte die (meisten) Leute auf jeden Fall zur Vernunft.

An meinem Wohnort musste ein Fitnesstudio 2000 € berappen, weil zwei Mitarbeiter ohne Mund-Nasen-Schutz rumliefen und Plexiglaswände zwischen den Trainingsgeräten fehlten.

Ich könnte täglich mindestens 10 Leute anzeigen, die die Maske so tragen, dass zwar das Kinn perfekt geschützt ist, die Nase allerdings gar nicht.
 
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Man hätte es früher machen müssen.

Der Drops ist gelutscht und man wird es auch nicht mehr einfangen können.

Ich denke, dass es kein Einfangen der Zahlen mehr geben wird.

Macht man nicht sehr schnell in den Schulen etwas, ist auch hier alles vorbei.

Dennoch, einen zweiten Lockdown wird die Wirtschaft nicht überleben und er wird nichts bringen.
Wir haben 4 Monate vor uns. Die kann man so nicht überstehen.

Was folgt, dürfte sehr unangenehm werden.


Am meisten ärgert mich, dass unsere Politiker vom Frühjahr bis heute nichts gelernt haben. Gar nichts. Das macht mich wütend.
 
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Angebot und Nachfrage. Wenn ein Hotel das auf Feriengäste spezialisiert ist pleite geht, dann ist das Gebäude ja immer noch da. Sobald die Situation bereinigt ist, kauft das jemand günstig aus der Insolvenzmasse und macht es wieder auf. Reine Businesshotels könten evtl. aber dauerhaft weniger Auslastung haben, seit die Geschäftsreisenden die Onlinekonferenz entdeckt haben. Die großen Firmen nutzen dieses Einsparpotential zukünftig garantiert maximal aus.
Gastronomie die lokal verwurzelt ist kann sich mit reduziertem Personal im Liefer und Abholservice vielleicht über Wasser halten bis es wieder besser ist. Reine Touristenfressbuden? Kümmert es da wirklich jemanden, ob da der Eigentümer wechselt (außer diesem selbst)?

Übrigens: Der Sultan von Ankara steckt wahrscheinlich hinter dem Ausbruch in ganz Europa. Dort wurden hundertausende Fälle einfach unterschlagen, die Reisewarnung für die Türkei hätte NIE aufgehoben werden dürfen und die Grenze hätte dicht bleiben müssen. Das ist wie Ischgl, nur statt einer Bar ein ganzes Land.
Ich denke, wir werden die nächsten Tage weitere Rekorde bei Neuinfektionen sehen (und die Positivquote steigt weiter, weil die Asymptomatischen Fälle nicht mehr alle getestet werden.
Stell dir mal vor da kommt einer um die Ecke und sagt "Mensch in der Firma vom Bayreuth da sind nun schon so viele erkrankt, wir machen den Laden einfach zu, entlassen alle Mitarbeiter und eventuell kauft ja später jemand billig den Laden aus der Insolvenzmasse und macht wieder auf."
Dann bin ich mal gespannt ob du deine Vorschläge immer noch so entspannt siehst.
 

Tobias Honscha

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Bis ca. 20 Uhr in Deutschland schon 6900 Fälle - das kann doch wirklich nicht sein. Sind die Menschen wirklich so unvernünftig?
Übrigens (und das finde ich natürlich gut!): Wir nehmen wieder Patienten aus den Niederlanden auf.

Jetzt ist es sicherlich auch wieder zu spät, den Grenzverkehr zu beschränken. Europa ist durchseucht.
 

bayreuth

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Stell dir mal vor da kommt einer um die Ecke und sagt "Mensch in der Firma vom Bayreuth da sind nun schon so viele erkrankt, wir machen den Laden einfach zu, entlassen alle Mitarbeiter und eventuell kauft ja später jemand billig den Laden aus der Insolvenzmasse und macht wieder auf."
Dann bin ich mal gespannt ob du deine Vorschläge immer noch so entspannt siehst.
Mal abgesehen davon, dass eine Firma nicht zugemacht wird weil da so viele krank sind (oder gemauschelt wird bis der Arzt geht, siehe Tönnies), wenn die Produkte gebraucht werden und die Produktion lokal lohnt sind die Areitsplätze nicht weg wenn "wieder aufgemacht wird".
Klar, nächstes Jahr gibt es sicher keine Erfolgsbeteiligung, aber das einzige was mich ärgert ist die Unvernunft derer, wegen denen vermutlich auch die Beteiligungen der nächsten Jahre davonschwimmen werden.
 

hh1969

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Bayern auch tschechische Patienten. Finde ich auch gut. Weniger gut ist, dass es erst dazu kommen musste.

Morgen dürfte das RKI über 7000 melden. Es steigt halt nun exponentiell- mit den übliche Aussetzern sonntags und montags, wenn die Gesundheitsämter zum Teil nicht melden.

Immerhin kippen jetzt nach und nach die unsinnigen Beherbergungsverbote, die nur Testkapazitäten wegnehmen und den ohnehin schon an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Laboren unnötige Zusatzarbeit bescheren.
 

bayreuth

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Ab Samstag wird es wieder aufgehoben.
Sinn und Zweck der Verbote ist die Reisetätigkeit zu unterbinden. Keine Reisen = weniger Kontakte = weniger Neuansteckungen. Aber einige haben ja Urlaub gebucht und der muss durchgeführt werden, scheißegal ob andere dabei draufgehen. Ein zweiter Lockdown wird teuer, aber langsam unvermeidlich.
Immerhin: Per Gesetz soll jetzt festgelegt werden, dass Fluggesellschaften die bereits vorhandenen Passagierlisten und Sitzplatzlisten automatisch ans RKI senden, wenn der Flug aus dem Risikogebiet kommt. Diese einfach Maßnahme hätte man doch auch VOR der Reisesaison einführen können.
 
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