Das Coronavirus und die Auswirkungen

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Es bräuchte keinen 6 Monate Lockdown wenn sich alle an die Regeln halten würden und dann Maske tragen wo erforderlich. China hat keine 2. Welle. Australien hatte eine wo die Situation Lokal extram war (in Melbourne) und hat diese ebenfals in den griff bekommen. Neuseeland und Vietnam haben das 2. Aufflammen des Virus unterbunden. 4 Wochen harter Lockdown und die Fallzahlen wären wieder da wo sie vor der Reisesaison gelegen haben. Danach Maskenpflicht im Freien bis die Neuansteckungen gegen Null gehen, anschließend alls positiv getesteten und Verdachtsfälle in ein Quarantänehotel (damit sie nicht "versehentlich" die Quarantäne ignorieren).
Mittlerweile weiß man dass eine Durchseuchung nichts bringt (das haben nämlich damals schon die Mehrheit der Experten gesagt), da:
1. Das Gesundheitssystem sonst überlastet wird, so dass auch jüngere oder Unfallopfer nicht mehr alle behandelt werden können (die Fallzahlen schießen ja jetzt schon durch die Decke, ohne die Maskenpflicht und Abstand hätte man locker R= ca. 3)
2. Der Virus schneller mutiert
3. Massive gesundheitliche Folgeschäden nicht nur theoretisch möglich sind sondern bei einem guten Teil der Krankenhauspatienten auftreten.
4. Wiederansteckungen mit einem anderen Strang des Virus erwiesenermaßen möglich sind (die Erkrankung verläuft bei allen bisher berichteten Wiederangesteckten schlimmer als beim ersten Durchlauf). Das ist russisches Roulette.

Dass die Maßnahmen wirken, sieht man auf der Südhalbkugel: In Neuseeland und Australien haben Lockdown und Maskenpflicht die Zahl der Grippetoten in dieser Saison um ca. 95% reduziert. Faktisch hatte Neuseeland (da nur eine Handvoll Covidtote) dadurch eine Untersterblichkeit im Vergleich zu normalen Jahren.
Wenn sich in Deutschland in normalen Jahren jeder mit Erkältungssymptomen freiwilig eine Maske aufsetzen würde, könnte man hier auch signifikant die Todeszahlen senken, selbst wenn der Grippeimpfstoff alle ist.

Normalerweise lese ich diesen Bereich des Forums selten und die ganzen Corona Diskussionen hab ich ohnehin satt... aber hier muss ich mich dann doch mal zu Wort melden.
Bayreuth, ich werde mit dir nicht diskutieren, da du ohnehin offenbar der Ansicht bist (wie so viel in meinem Umfeld), dass dieses Virus um jeden Preis bekämpft werden muss, koste es, was es wolle. Man hat den Eindruck, als sei das die schlimmste Krankheit, die je auf dieser Erde gewütet hätte. Die VR China macht es wohl richtig:wut:. Das ist eine kommunistische Diktatur. Vietnam dito. Dass die gemeldeten Zahlen aus diesen beiden Ländern stimmen, daran zweifle ich erheblich...
Und ein Vergleich mit Ländern der Südhalbkugel macht m.E. aus zweierlei Gründen keinen Sinn:
Dort beginnt jetzt der Frühling und die jahreszeitliche Komponente, wo sich Coronaviren vermehrt im Winter verbreiten, wird in der öffentlichen Berichterstattung praktisch ignoriert.
2. sind Australien und besonders Neuseeland Inselstaaten mit einer geringen Bevölkerungsdichte, die sich relativ gut gegen Zuzüge aus dem Ausland isolieren können.

Warum hört und liest man so wenig im Vergleich zur Asiatischen Grippe 1957/58 oder zur Hongkong-Grippe 1968-70? Auch hier gab es sehr viele Erkrankte und allein in DE Zehntausende Tote. Auch wenn die Zahlen damals noch nicht so präzise für jeden Tag ermittelt wurden, so gab es doch in den Monaten Oktober 1957 und in etwas geringem Umfang bis März 1958, außerdem besonders von Januar bis März 1968 und dann nochmal im Dezember 1969 und im Januar 1970 eine deutliche Übersterblichkeit. Entsprechende Zahlen gibt es beim Statistischen Bundesamt.
Klar, es war irgendwo eine andere Zeit. Aber dennoch ist es irgendwie vergleichbar. Habe meine Oma, Jahrgang 1932 mal gefragt. Sie war im Herbst 1957 schwanger mit meiner Mutter, also aus heutiger Sicht Risikogruppe.
Sie konnte sich nicht erinnern, dass es zu dieser Zeit überhaupt eine Pandemie mit mindestens 1-2 Mio. Toten weltweit gab (bei damals allerdings weniger als 3 Mrd. Menschen!).

Kehren wir mal zurück in die Gegenwart. Ich halte den 1. "Lockdown" (dieses Wort habe ich vorher noch nie gehört) schon für einen fatalen Fehler, der so nie hätte durchgeführt werden dürfen. Der von dir angesprochene R-Wert (auch so eine Wortneuschöpfung) lag bereits am 21.3 bei 0,97, am 22.3 (dem Tag, als Merkel abends den "Lockdown" verkündet hat) bei 0,98, am 23.3. bei 0,92 und am 24.3. bei 0,89. Entsprechende Quellen lassen sich finden.
Das zeigt, dass dieser "Lockdown" nicht annähernd den Effekt gebracht hat, so wie es dargestellt wird. Ganz wirkungslos war es sicher nicht, aber der Trend war schon seit dem 9.3. im Abwärtstrend. Teilweise sicher wegen erhöhter Vorsicht in der Bevölkerung, aber auch wegen des beginnenden Frühlings.
Eine allgemeine Maskenpflicht hatte zu dem Zeitpunkt wohl kaum jemand am Schirm. Die Infektionszahlen wären m.E. also auch ohne "Lockdown" zu der Zeit über kurz oder lang gesunken.
Die bessere Strategie wäre gewesen, das ganze über den Sommer mehr oder weniger kontrolliert laufen zu lassen (Herdenimmunität; ich weiß, gerade diese Ansicht wird gerade übelst diskreditiert, aber ich sehe es so). Man hätte die Risikogruppen, sofern diese das überhaupt wollen, besser schützen sollen und dafür das allgemeine Leben nicht so krass runterfahren dürfen. Dann wäre das gröbste jetzt wohl durch und die zweite Welle würde milder verlaufen.
Dass dabei Menschen sterben, ist nun mal leider so. Aber das passiert auch durch Grippe und - das erwähnt ebenfalls niemand - massiv bei Hitzewellen, von denen wir seit 2018 massiv heimgesucht wurden. Aber das interessiert niemanden. Alle denken nur "super Wetter" und keiner fordert, die Sonne "abzudunkeln":eek:.
Entsprechende, nach Tagen aufgeschlüsselte Sterbezahlen seit 2016 bis z.Zt. September 2020 veröffentlicht wieder das Statistische Bundesamt.

Und jetzt zu den indirekten Folgen dieser Pandemie-Maßnahmen. Die deutschen Maßnahmen sehe ich da irgendwo im Mittelfeld. Schlimmer ist noch, was z.B. in FR oder ES passiert. Jedenfalls sollte es ja laut Merkel darum gehen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und Leben zu retten.
Die langfristigen Folgen dieser Maßnahmen werden aber nicht erwähnt. Es wird (auch jetzt schon ohne 2. Lockdown) massiv viele Betriebe geben, die insolvent werden. Die Politik schiebt das nur vor sich her. Insbesondere betrifft das Gastronomen, Veranstalter und Künstler. Dazu kommen massive psychische Probleme bei vielen Menschen. Ich selbst bin da auch seit Jahren betroffen und zu 50 Grad schwerbehindert.
Die letzte Zeit hat das ganze massiv verschlechtert.

Diese Krise wird zu mehr Suiziden, Gewalttaten, Hungertoten (weil entsprechende Programme entfallen bzw. eingeschränkt werden) und auch zu wesentlich mehr Toten durch Krankheiten wie Malaria, AIDS, Hepatitis C... u. a. gerade in ärmeren Ländern führen. Und das möglicherweise auf Jahre, je nachdem, wie das "Corona-Management" jetzt weiter geht. Aber über diese Toten redet niemand, Hauptsache man rettet Leben vor Corona:mad:

Für mich ist das eine mittlere bis schwere, von mir aus auch sehr schwere Grippe. Nicht mehr und nicht weniger. Die allermeisten Menschen genesen davon innerhalb 1-2 Wochen ohne größere Auswirkungen. Einige werden sterben und das werden auch noch mehr, so ist das nun mal. Aber es sind fast alles ältere Leute mit Vorerkrankungen.
Deshalb eine ganze Weltwirtschaft in den Ruin führen???
Und was die Masken angeht, ich glaube der Nutzen ist deutlich geringer, als uns verkauft werden soll,
Ein Bekannter, der noch vor ca. 3 Wochen in Norditalien war, berichtete mir, dass man sich dort sehr gewissenhaft an die Maskenpflicht halte. Oft selbst draußen, wenn kein Mensch in der nächsten Nähe ist. Und dennoch explodieren die Zahlen auch dort, wie praktisch überall auf der Nordhalbkugel.

Italien:
01.10. 1.851
02.10. 2.548
03.10. 2.499
04.10. 2.844
05.10. 2.578
06.10. 2.257
07.10. 2.677
08.10. 3.678
09.10. 4.458
10.10. 5.372
11.10. 5.724
12.10. 5.456
13.10. 4.619
14.10. 5.901
15.10. 7.332
16.10. 8.804
17.10. 10.010
18.10. 10.925
19.10. 11.705
20.10. 9.338
21.10. 10.874
22.10. 15.199
23.10. 16.079

...also ein massiver Anstieg innerhalb von Tagen. Und das soll auf die bösen Feiernden im privaten Bereich zurückzuführen sein? Und ausgerechnet bei den in Erinnerung an die Bilder vom Frühjahr so disziplinierten Italienern, denen die 1. Welle noch immer in den Knochen steckt? Und das gleiche dann auch praktisch in ganz Europa, Russland und Nordamerika?
Nein, das kann kein Zufall sein. Jetzt hat die Virensaison begonnen. Und es ist normal, dass Pandemien in mehreren Wellen verlaufen und die 2. meist die schlimmste ist. Man hätte das besser vorbereiten können. Aber man wollte wohl die Natur mal wieder austricksen und die Infektionszahlen auf Null drücken.
Das hat nicht geklappt und einen Plan B gibt es offenbar nicht...

Allein auf einen möglichen Impfstoff zu bauen, wo nicht mal sicher ist, dass er den Vorgaben der Herrschaften überhaupt entsprechen wird, halte ich für fatal. Und wann ist ja auch unsicher. Es wird eine gewisse Durchseuchung geben müssen. Und es werden noch Menschen daran sterben. So ist es nun mal. Aber ich wünsche euch allen, dass ihr es dennoch mit Fassung tragt und möglichst gesund bleibt. Und bitte kein Klopapier hamstern:newwer:
 
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Und bitte... schreibe nicht immer wieder hier "Tschechei". Das ist doch sehr veraltet und klingt wie 1939 "Zerschlagung der Rest-Tschechei".
Das Land ist die Tschechische Republik oder kurz Tschechien. Darüber gab es ja Anfang der 90er Jahre bei der Auflösung der Tschechoslowakei auch Diskussionen, wie denn die Nachfolgestaaten sich genau bezeichnen werden.
 
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Es interessiert keinen mehr. Ich sehe es tagtäglich.

Und so lange die Todeszahlen im "Rahmen" liegen, wird es auch keinen mehr interessieren.

Die Leute wissen, dass es keinen zweiten Lockdown wie im Frühjahr mehr geben kann.

Der Egoismus ist dermaßen weit verbreitet, dass die ganze "Bettelei", weil was anderes ist es nicht, der Politik verpufft.
 
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@CMM85

Die Sichtweisen sind sehr verschieden.

Covid19 als Grippe zu bezeichnen erachte ich dennoch als falsch.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass an Grippe Junge Menschen gestorben sind. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass es bei Grippe auch Langzeitfolgen über Monate hinweg hab.

Ich kenn mindestens einen Fall, in dem sich eine Mittzwanzigerin im März angesteckt hat und monatelang mit den Nachwirkungen zu kämpfen hat.
Mal ganz zu schweigen von den Folgen, die keiner auf dem Schirm hat.

Menschen in der Risikogruppe sehen dies übrigens auch etwas anders.

Wenn Masken keinen Sinn ergeben würden, sollte man das Maskentragen bei OP's oder sonstigen Nutzen im Gesundheitswesen hinterfragen.

Vielleicht ist es aber nur Nonsen, die Leute auch mit Schals vor dem Mund rumlaufen zu lassen?!
Der Zinken draußen ist ebenfalls bockmist und führt nicht zum gewünschten Ergebnis.
Wo liegt das Problem, FFP2 Masken ohne Filter zu tragen, oder Masken von Livinguard?

Italien und Frankreich haben ihren Lebensstil seit dem Frühjahr nicht verändert.
Ein Großteil in Frankreich begrüßt sich immer noch per Küsschen links, Küsschen rechts.
In Italien leben die Familien weiterhin auf engem Raum und viele Generationen unter einem Dach.
Beide Völker sind von Haus aus geselliger als unsereins.

Und ich bin sehr wohl der Meinung, dass der Beginn der 2. Welle in Deutschland an den familären Großveranstaltungen/ kirchlichen Massenveranstaltungen lag, wobei es nur wenige davon in die Medien geschafft haben.

Und es ist auch bekannt, dass sich das Virus in kühler Umgebung sehr wohl fühlt.
Also spielt die folgende/ laufende Jahreszeit dem sehr in die Hände.

Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass die Schulklassen halbiert werden sollten, und zwar schleunigst.

Wo ich bei dir bin und auch schon oft mitgeteilt habe, dass es keinen Plan B gibt.
Ein halbes Jahr hat man geschlafen und gehofft es regelt sich von selbst.


Während du auf eine Herdenimmunität hoffst, hoffe ich darauf, das ich und meine Familie um diese "Grippe" drumherum komm.

Mit allen möglichen Mitteln.

Von mir aus können sich die Herdenimunitätsbefürworter auf Corona Partys ihre vermeintliche Immunität abholen.
Wenn sie danach in Quarantäne gehen und ihre Mitmenschen, die es anders sehen und zur Risikogruppe gehören nicht anstecken.

Jeder wie er mag.
Aber jeder nur so weit, dass er andere damit nicht gefährdet.

Das sagt alles aus:
 
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bayreuth

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Normalerweise lese ich diesen Bereich des Forums selten und die ganzen Corona Diskussionen hab ich ohnehin satt... aber hier muss ich mich dann doch mal zu Wort melden.
Bayreuth, ich werde mit dir nicht diskutieren, da du ohnehin offenbar der Ansicht bist (wie so viel in meinem Umfeld), dass dieses Virus um jeden Preis bekämpft werden muss, koste es, was es wolle. Man hat den Eindruck, als sei das die schlimmste Krankheit, die je auf dieser Erde gewütet hätte. Die VR China macht es wohl richtig:wut:. Das ist eine kommunistische Diktatur. Vietnam dito. Dass die gemeldeten Zahlen aus diesen beiden Ländern stimmen, daran zweifle ich erheblich...
Und ein Vergleich mit Ländern der Südhalbkugel macht m.E. aus zweierlei Gründen keinen Sinn:
Dort beginnt jetzt der Frühling und die jahreszeitliche Komponente, wo sich Coronaviren vermehrt im Winter verbreiten, wird in der öffentlichen Berichterstattung praktisch ignoriert.
2. sind Australien und besonders Neuseeland Inselstaaten mit einer geringen Bevölkerungsdichte, die sich relativ gut gegen Zuzüge aus dem Ausland isolieren können.

Warum hört und liest man so wenig im Vergleich zur Asiatischen Grippe 1957/58 oder zur Hongkong-Grippe 1968-70? Auch hier gab es sehr viele Erkrankte und allein in DE Zehntausende Tote. Auch wenn die Zahlen damals noch nicht so präzise für jeden Tag ermittelt wurden, so gab es doch in den Monaten Oktober 1957 und in etwas geringem Umfang bis März 1958, außerdem besonders von Januar bis März 1968 und dann nochmal im Dezember 1969 und im Januar 1970 eine deutliche Übersterblichkeit. Entsprechende Zahlen gibt es beim Statistischen Bundesamt.
Klar, es war irgendwo eine andere Zeit. Aber dennoch ist es irgendwie vergleichbar. Habe meine Oma, Jahrgang 1932 mal gefragt. Sie war im Herbst 1957 schwanger mit meiner Mutter, also aus heutiger Sicht Risikogruppe.
Sie konnte sich nicht erinnern, dass es zu dieser Zeit überhaupt eine Pandemie mit mindestens 1-2 Mio. Toten weltweit gab (bei damals allerdings weniger als 3 Mrd. Menschen!).

Kehren wir mal zurück in die Gegenwart. Ich halte den 1. "Lockdown" (dieses Wort habe ich vorher noch nie gehört) schon für einen fatalen Fehler, der so nie hätte durchgeführt werden dürfen. Der von dir angesprochene R-Wert (auch so eine Wortneuschöpfung) lag bereits am 21.3 bei 0,97, am 22.3 (dem Tag, als Merkel abends den "Lockdown" verkündet hat) bei 0,98, am 23.3. bei 0,92 und am 24.3. bei 0,89. Entsprechende Quellen lassen sich finden.
Das zeigt, dass dieser "Lockdown" nicht annähernd den Effekt gebracht hat, so wie es dargestellt wird. Ganz wirkungslos war es sicher nicht, aber der Trend war schon seit dem 9.3. im Abwärtstrend. Teilweise sicher wegen erhöhter Vorsicht in der Bevölkerung, aber auch wegen des beginnenden Frühlings.
Eine allgemeine Maskenpflicht hatte zu dem Zeitpunkt wohl kaum jemand am Schirm. Die Infektionszahlen wären m.E. also auch ohne "Lockdown" zu der Zeit über kurz oder lang gesunken.
Die bessere Strategie wäre gewesen, das ganze über den Sommer mehr oder weniger kontrolliert laufen zu lassen (Herdenimmunität; ich weiß, gerade diese Ansicht wird gerade übelst diskreditiert, aber ich sehe es so). Man hätte die Risikogruppen, sofern diese das überhaupt wollen, besser schützen sollen und dafür das allgemeine Leben nicht so krass runterfahren dürfen. Dann wäre das gröbste jetzt wohl durch und die zweite Welle würde milder verlaufen.
Dass dabei Menschen sterben, ist nun mal leider so. Aber das passiert auch durch Grippe und - das erwähnt ebenfalls niemand - massiv bei Hitzewellen, von denen wir seit 2018 massiv heimgesucht wurden. Aber das interessiert niemanden. Alle denken nur "super Wetter" und keiner fordert, die Sonne "abzudunkeln":eek:.
Entsprechende, nach Tagen aufgeschlüsselte Sterbezahlen seit 2016 bis z.Zt. September 2020 veröffentlicht wieder das Statistische Bundesamt.

Und jetzt zu den indirekten Folgen dieser Pandemie-Maßnahmen. Die deutschen Maßnahmen sehe ich da irgendwo im Mittelfeld. Schlimmer ist noch, was z.B. in FR oder ES passiert. Jedenfalls sollte es ja laut Merkel darum gehen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und Leben zu retten.
Die langfristigen Folgen dieser Maßnahmen werden aber nicht erwähnt. Es wird (auch jetzt schon ohne 2. Lockdown) massiv viele Betriebe geben, die insolvent werden. Die Politik schiebt das nur vor sich her. Insbesondere betrifft das Gastronomen, Veranstalter und Künstler. Dazu kommen massive psychische Probleme bei vielen Menschen. Ich selbst bin da auch seit Jahren betroffen und zu 50 Grad schwerbehindert.
Die letzte Zeit hat das ganze massiv verschlechtert.

Diese Krise wird zu mehr Suiziden, Gewalttaten, Hungertoten (weil entsprechende Programme entfallen bzw. eingeschränkt werden) und auch zu wesentlich mehr Toten durch Krankheiten wie Malaria, AIDS, Hepatitis C... u. a. gerade in ärmeren Ländern führen. Und das möglicherweise auf Jahre, je nachdem, wie das "Corona-Management" jetzt weiter geht. Aber über diese Toten redet niemand, Hauptsache man rettet Leben vor Corona:mad:

Für mich ist das eine mittlere bis schwere, von mir aus auch sehr schwere Grippe. Nicht mehr und nicht weniger. Die allermeisten Menschen genesen davon innerhalb 1-2 Wochen ohne größere Auswirkungen. Einige werden sterben und das werden auch noch mehr, so ist das nun mal. Aber es sind fast alles ältere Leute mit Vorerkrankungen.
Deshalb eine ganze Weltwirtschaft in den Ruin führen???
Und was die Masken angeht, ich glaube der Nutzen ist deutlich geringer, als uns verkauft werden soll,
Ein Bekannter, der noch vor ca. 3 Wochen in Norditalien war, berichtete mir, dass man sich dort sehr gewissenhaft an die Maskenpflicht halte. Oft selbst draußen, wenn kein Mensch in der nächsten Nähe ist. Und dennoch explodieren die Zahlen auch dort, wie praktisch überall auf der Nordhalbkugel.

Italien:
01.10. 1.851
02.10. 2.548
03.10. 2.499
04.10. 2.844
05.10. 2.578
06.10. 2.257
07.10. 2.677
08.10. 3.678
09.10. 4.458
10.10. 5.372
11.10. 5.724
12.10. 5.456
13.10. 4.619
14.10. 5.901
15.10. 7.332
16.10. 8.804
17.10. 10.010
18.10. 10.925
19.10. 11.705
20.10. 9.338
21.10. 10.874
22.10. 15.199
23.10. 16.079

...also ein massiver Anstieg innerhalb von Tagen. Und das soll auf die bösen Feiernden im privaten Bereich zurückzuführen sein? Und ausgerechnet bei den in Erinnerung an die Bilder vom Frühjahr so disziplinierten Italienern, denen die 1. Welle noch immer in den Knochen steckt? Und das gleiche dann auch praktisch in ganz Europa, Russland und Nordamerika?
Nein, das kann kein Zufall sein. Jetzt hat die Virensaison begonnen. Und es ist normal, dass Pandemien in mehreren Wellen verlaufen und die 2. meist die schlimmste ist. Man hätte das besser vorbereiten können. Aber man wollte wohl die Natur mal wieder austricksen und die Infektionszahlen auf Null drücken.
Das hat nicht geklappt und einen Plan B gibt es offenbar nicht...

Allein auf einen möglichen Impfstoff zu bauen, wo nicht mal sicher ist, dass er den Vorgaben der Herrschaften überhaupt entsprechen wird, halte ich für fatal. Und wann ist ja auch unsicher. Es wird eine gewisse Durchseuchung geben müssen. Und es werden noch Menschen daran sterben. So ist es nun mal. Aber ich wünsche euch allen, dass ihr es dennoch mit Fassung tragt und möglichst gesund bleibt. Und bitte kein Klopapier hamstern:newwer:
Es ist bezeichnend, dass du jetzt anführst, dass es auf der Südhalbkugel nicht vergleichbar ist weil jetzt dort der Frühling beginnt. Immer wieder neue Argumente nur weil man die Wahrheit nicht hören will. Was war denn auf der Südhalbkugel vor 6 Monaten? Auch Frühling? Australien ist zwar im Schnitt dünn besiedelt, aber die Bevölkerung ist doch teilweise lokal recht konzentriert, in Melbourne und Sydney. Melbourne hatte vor vor einigen Wochen harten Lockdown, jetzt sind die Neuansteckungen wieder einstellig. Was ist denn mit Argentinien. Dort schießen die Zahlen jetzt auch durch die Decke (liegt das jetzt auf der Nordhalbkugel und ist nicht mehr im Schnitt dünn besiedelt)? Die erste Welle gab es dort quasi nicht, weil man einen harten Lockdown hatte. Bis Ende Juni war komplett Ruhe (auch die Grippe hat sich diese Saison nicht so verbreitet wie sonst). Großbritannien ist auch eine Insel, trotzdem hat man dort richtig verkackt, weil man eine Herdenimmunität für einige Wochen angestrebt hat (zum Glück hat man dann die Reißleine gezogen).
Und nur weil China und Vietnam eine KP haben, stimmen die Zahlen nicht, jaja. Ich kenne mehrere Arbeitskollegen, die vor Ort arbeiten, und die beschreiben mir: Es gibt draußen eine Maskenpflicht (die wird eingehalten), keine Coronaleugner und ansonsten ist das Leben normal, weil man den Virus sobald er aufflammt im Keim erstickt. Und wenn man wegen 12 Erkrankten eine Stadt mit 9 Mio Einwohneren komplett durchtestet, wird das akzeptiert und beendet die Ansteckungsketten.
Und dass es eine 2. Welle bei Virenerkrankungen gibt muss nicht zwingend so sein, wenn sich bei der ersten Welle alle an die Eindämmungen halten. So konnte man z.B. Sars und Mers eindämmen.
Corona hat offiziell schon >1,1 Mio Menschen getötet (Dunkelziffer aber höher, einfach auf die Übersterblichkeit schauen, in den Musterdemokratien USA und GB wird ja getrickst bei den Zahlen). Die Anzahl der offiziell Genesenen liegt bei 31 Millionen (auch dort vermutlich eine Dunkelziffer).
Wenn man das mal hochrechnet, könnten da deutlich 100-200 Mio elendig verrecken, bis die Herdenimmunität (noch ist ja nicht mal klar ob diese Dauerhaft eintritt) erreicht ist, wahrscheinlich mehr, weil wenn die Krankenhäuser überlastet sind die Todeszahlen zwangsläufig steigen. Im Europäischen Ausland ist man schon so weit mancherorts. Dazu kommen noch mal mindestens genausoviele mit Langzeitschäden. Die Kosten für das Gesundheitswesen sind nicht beherrschbar.
Es ist einfach nur krank, wenn man eine Lebenseinstellung hat ala, "sollen die Alten doch verrecken, ich will mich nicht in irgendeiner Weise einschränken, die Wirtschaft darf in keinem Sektor beeinträchtigt werden". Hätte sich jeder an die Maskenpflicht und Abstand gehalten, hätten wir weiterhin Zahlen wie im Juni (da hatten wir darüber diskutiert dass es in Ganz Deutschland nur ca. 5000 Infizierte gab in Summe und täglich einige hundert dazukamen. Jetzt haben wir >6000 im Krankenhaus und >83000 insgesamt. Es ist noch nicht mal November. Noch hält das Gesundheitssystem stand, aber die Neuansteckungen und Positivquote steigen weiter. Wird der R-Wert nicht signifikant gesenkt, bricht es spätestens Ende November zusammen.
Die Mitarbeiter des Gesundheitswesens sind auf der Arbeit (wo sie auch vielen Maskenverweigerern helfen müssen) einer erhöhten Viruslast ausgesetzt, es ist mittlerweile ziemlich sicher das es einen Zusammenhang zwischen Viruslast und Schwere der Erkrankung gibt. Sonst würden in den Brennpunkten nicht so viele Ärzte und Pflegepersonal (auch jüngere in beiden Gruppen) versterben. Wer sich trotz Maske im normalen Leben ansteckt (ausgeschlossen ist es ja nicht, wenn der andere keine trägt) hat eine sehr geringe Viruslast und somit einen milderen Verlauf.
 
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Im Nachhinein weiss immer jeder alles besser.
Nur möchte ich wissen, wie jeder einzelne gehandelt und entschieden hätte, wenn er in der Verantwortung gestanden hätte oder jetzt stünde.
Wie wardas nochmal ?
 

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