Das Coronavirus und die Auswirkungen

Registriert
27.09.2008
Beiträge
176
Punkte Reaktionen
76
Ich bin zwar nicht Fusslbär aber hier meine Vorschlage:
Grenzen schließen ohne wenn und aber, nur Transport wichtiger Güter.
Totale Ausgangssperre in Orten mit 100/100000, Lockdown bei 50/100000 befristet auf 14 tage ohne wenn und aber.

Sehr schön, endlich mal konkrete Vorschläge die eine Diskussion zulassen. Danke!
Das würde im Gegenzug also bedeuten, dass Du weiterhin lokale Verwirrung aufgrund der lokalen Maßnahmen in Kauf nehmen würdest, richtig? Meinst Du, dass die Akzeptanz dieser Maßnahmen in der breiten Bevölkerung höher wäre, als die jetzt beschlossenen Maßnahmen? Ich würde behaupten: Nein. Bezieht sich die Äußerungen in Bezug auf die Grenzen und den Transport wichtiger Güter ebenfalls auf lokale Hotspots, oder auf ganz Deutschland? Was sind für dich wichtige Güter? Wer definiert diese? Wenn sich diese Maßnahmen auf ganz Deutschland beziehen sollten, wären davon faktisch mehr Menschen betroffen, als mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen, da u. U. das gesamte Logistiknetz samt der am Ende stehenden Händler stillgelegt würde.

Dieses erstmal besser machen kann ich auch schon nicht mehr hören.
Diese Herren und Damen haben den Beruf des Politikers gewählt und werden dafür gut bezahlt.

Machst Du in Deinem Job nie Fehler? Also ich schon. Das einzige Problem ist, dass Du und auch ich dafür auch die Verantwortung übernehmen müssen - im Gegensatz zu 99% der Politiker. Gibt ja genügend Beispiele in der jüngeren Vergangenheit. Ich habe es mir angewohnt, mich eher mit der Bundesliga messen zu wollen und nicht mit der Regionalliga. D. h. ich selbst maße mir eigentlich nur Äußerungen an, die ich auch zu 100% vertreten kann und übernehme dafür dann auch die Verantwortung.

Das habe ich die letzten 7 Monate getan.
Mein Lokal 1,5 Monate geschlossen, dann Hygienekonzept umgesetzt, mich damit rumgeschlagen die Kontaktdaten zu bekommen und die damit verbundenen Umsatzverluste hingenommen und nu? Wieder zu machen und das bei 24,9/100.000 auf einer Fläche von 3188km².

Aktuell mag das für Deine Region zutreffen, aber glaub mir: Es wäre nur eine Frage von Tagen gewesen, bis auch Ihr - ohne weitere Maßnahmen - auf 50+ gekommen wärt. Mindestens. Bei den einen Ländern bzw. Regionen dauerts länger, bei anderen gehts schneller. De facto hat es aber bisher jeden irgendwann erwischt - schau Dir unsere Nachbarländer an. Und man muss auch mal ganz ehrlich sagen, dass es auch hier wieder zwei Seiten gibt: Gestern Abend kam - ich glaube es war im Ersten - ein Bericht über die aktuelle Situation im Frankfurter Gastro- und Bar-Gewerbe. Da hatte ein Gastronom gesprochen der zwar die Maßnahmen im Grundsatz auch nicht OK findet, allerdings hat dieser aufgrund von lokalen Maßnahmen der Landesregierung (weil Inzidenz jenseites von Gut und Böse) bereits jetzt so gut wie keine nennenswerte Anzahl an Gästen mehr. Wenn sich das im November so weiter gezogen hätte - wo wäre er da gelandet? Jetzt scheint er zumindest die Möglichkeit zu haben, 75% des Vorjahresumsatzes (November 2019) geltend machen zu können. Ich muss zugeben - ich kenne die genauen Bedingungen noch nicht, genausowenig wie die bürokratischen Hürden -aber in welcher Situation würde er wohl besser dastehen?
 
Registriert
17.02.2006
Beiträge
6.892
Punkte Reaktionen
3.520
Zu1. ich denke das es keine Lokale Verwirrung geben würde weil schnell und kurz gehandelt wird. Mit Grenzen zu meine ich rund um Deutschland. Wichtige Güter sollte eigentlich klar sein. Teile für Windräder von NL nach D zu transportieren wäre für mich nicht wichtig. Diese Maßnahme hätte allerdings schon vor Wochen gemacht werden müssen.
Zu2, Klar, ich stehe dazu, versuche sie zu berichtigen und trage die Verantwortung und lerne daraus für die Zukunft.
Zu3. Das weiß man nicht. Wenn es soweit ist kann man ja Maßnahmen umsetzen. Zu den 75% warum wurde das nicht auch gleich beschlossen? Damit die betroffenen wenigstens etwas ruhiger schlafen können.
 
Registriert
27.09.2008
Beiträge
176
Punkte Reaktionen
76
1. Sind Möbel für Dich wichtig um beispielsweise die Belieferung von Möbelhäusern aufrecht zu erhalten? Freizeitartikel wie Fahrräder, Fitnessgeräte, etc.? Oder war der Transport wichtiger Güter für Dich auf grenzüberschreitenden Verkehr gemeint und nicht innerdeutsch? Das kam nicht ganz so klar rüber...
2. Eben - das ist der Punkt, den man dem Großteil unserer Politiker da oben ankreiden kann. Und zwar nicht erst seit Corona.
3. Die 75% wurden gestern bereits klar und deutlich kommuniziert, Details hierzu sollen heute vom Finanzminister erläutert werden. Dieser hatte ja in die gestrige Debatte der Ministerpräsidenten/innen erst diese Möglichkeit eingebracht und vorgerechnet, was "uns" dieser "Spaß" kostet.
 
Registriert
17.02.2006
Beiträge
6.892
Punkte Reaktionen
3.520
1. Ja Grenzüberschreitender Verkehr
3. wir werden sehen, von Unternehmerlohn wird auch schon lange geredet.
 
Registriert
21.10.2004
Beiträge
528
Punkte Reaktionen
1.982
Ich hätte da eine Idee, wie man die Gaststätten doch noch offenhalten kann. Man widmet sie einfach zur Kirche um. Die Heilige Schrift sind die jeweiligen Eindämmungsverordnungen der Länder, die Landesregierungen somit die Propheten. Den Gottesdienst feiert man durch tägliche gemeinsame Abendmahle, ersatzweise Trinkopfer. Und auf der Speisekarte steht nicht mehr "Speisekarte" sondern "Kirchensteuertabelle". Müßte gehen, oder? Religionsfreiheit? ;)
 
Registriert
17.02.2006
Beiträge
6.892
Punkte Reaktionen
3.520
Ich hätte da eine Idee, wie man die Gaststätten doch noch offenhalten kann. Man widmet sie einfach zur Kirche um. Die Heilige Schrift sind die jeweiligen Eindämmungsverordnungen der Länder, die Landesregierungen somit die Propheten. Den Gottesdienst feiert man durch tägliche gemeinsame Abendmahle, ersatzweise Trinkopfer. Und auf der Speisekarte steht nicht mehr "Speisekarte" sondern "Kirchensteuertabelle". Müßte gehen, oder? Religionsfreiheit? ;)
Ich hab überlegt bei mir draußen am Schaufenster KANTINE ran zuschreiben, essen gibt es zwar keins aber massig Nachtisch.
 
Registriert
17.11.2006
Beiträge
668
Punkte Reaktionen
850
Ich finde die Maßnahmen rational sinnvoll.
Im Grunde folgt das alles einem: Man weiss nicht mehr, wo die Quellen wirklich sind.
Also geht man mathematisch vor: statistische 3/4 der möglichen Quellen reduzieren, das führt relativ zwangsläufig zum gewünschten Ergebnis. Bei allem Verständnis für die direkt Betroffenen - diese Maßnahmen werden den gewünschten Erfolg bringen, vorausgesetzt das die Menschen sich privat auch vorsichtig verhalten.

Was hier fehlt, ist ein angemessener Ausgleich für die direkt Betroffenen.
Und was mir komplett fehlt, ist ein Plan für Ende November, wieder dann alles lockern und warten auf die dritte Welle ?
 
Registriert
31.12.2013
Beiträge
994
Punkte Reaktionen
545
Diese Frage haben auch schon Politiker und Wirtschaftsvertreter gestellt.

Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir es auch alle.

Es soll zahlenmäßig für die Feiertage reichen. Zur Not wird der Endtermin verschoben bis es passt.
Nicht mehr und nicht weniger.

Aber erneut geht der Gedanke, zumindest öffentlich, nicht darüber hinaus.
 
Registriert
27.09.2008
Beiträge
176
Punkte Reaktionen
76
Allein heute wieder 68 Neuinfektionen und zwei neue Todesfälle bei uns im LK. Inzidenz bei 128. Nachbarlandkreis 74 neue Fälle... jetzt geht's ruck-zuck...
 

hh1969

Moderator...und seit über 18 Jahren hier an Board.
Teammitglied
Registriert
08.02.2002
Beiträge
4.980
Punkte Reaktionen
1.117
Ich habe auch große Zweifel, dass die getroffenen Entscheidungen das Infektionsgeschehen wesentlich nach unten bringen werden. Man müsste ja mindestens wieder unter 3000 pro Tag kommen.

Und dann stellt sich ja die Frage, wie es dann im Dezember weiter gehen soll. Da wird sich dann vermutlich wieder lustig neuinfiziert, um im Januar - nach ausgiebigen Weihnachtsfesten und Silvesterparties (man hatte ja soo viele Entbehrungen dieses Jahr, da wird das doch wohl noch erlaubt sein.... :rolleyes: ) dann dasselbe durchzumachen.

Die Fliegen wechseln, aber die Sch.... bleibt dieselbe.
 
Oben