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Das Coronavirus und die Auswirkungen

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... Die Welt ist glaub die einzige Zeitschrift, welche immer schreibt an oder mit Covid19.

Solange hier keine flächendeckenden Obduktionen über einen längeren Zeitraum stattfinden und wirklich das an oder mit untersuchen, könnte man auch in die Versuchung kommen zu sagen, dass die Zahlen nix ausagen.
Das mit dem, an, mit oder durch ist Haarspalterei. Sterben tut man an den Folgen...
Die meisten infizierten Menschen die sterben sind über 70, haben Vorerkrankungen, sind pflegebedürftig und leben oft in Alten- und Pflegeheimen. Hier verbreiten sich die Infektionen rasant, nicht nur durch die Bewohner oder Besucher, sondern trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auch durch die Pflegekräfte. Ohne Covid19 hätten die alten Leute wahrscheinlich noch einige mehr oder weniger gute Monate oder Jahre gehabt, aber dann kommt noch das Virus dazu und das ist einfach zu viel.

Bis Mitte Oktober kannte ich gerade mal jemanden, der jemanden kennt, der "es" hatte, dann war es plötzlich nicht mehr weit weg.

Ich arbeite wenige hundert Meter von einem Pflegeheim entfernt, da gab es am 30. Oktober den ersten positiv getesteten Bewohner, 2 Wochen und 2 Tests später waren es 62 von 80 Bewohnern und 31 von 60 Beschäftigten. Mehrere Bewohner sind inzwischen verstorben. Bei Sterbefällen in den Heimen wird es wahrscheinlich keine Obduktionen geben, die Verstorbenen werden auch nicht erst noch zum Bestatter gebracht um nicht noch mehr Menschen zu infizieren.

In meiner Abteilung gab es Mitte Oktober 2 voneinander unabhängige Coronafälle, weitere Mitarbeiter waren nicht erkrankt. Einer davon wurde wohl vom Gesundheitsamt nicht mal kontaktiert. Andere würden, falls z.B. der Ehepartner positv getestet wird, so lange weiterarbeiten bis sie unter Quarantäne gestellt werden und das kann dauern. Schließlich kann man ja nicht einfach der Arbeit fern bleiben. Wenn ich sowas höre, krieg ich 'nen Hals. Wäre mal interessant, wieviele da (wenigstens mit Maske) rum rennen, die positiv sind und keine Symptome haben.

Ansonsten sieht man beim Einkaufen kaum Leute ohne Maske, allerdings desinfiziert auch kaum noch jemand den Einkaufswagen. Die Schlange am Fleischstand ist auch nicht das Problem, aber die "Schikanen" in den Gängen in Form von Waren auf Paletten samt Hubwagen oder schräg gestellten Sonderangeboten erschweren das Abstand halten.

Die Sächsische Zeitung schreibt übrigens auch "an oder mit Covid19",
 
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Die Infiziertenzahlen finde ich nicht so interessant, wenn man bedenkt, dass schon zu Beginn der Pandemie in China die WHO geschätzt hat, dass 1 1/2 Jahre später 70% der Weltbevölkerung das Virus min. einmal hatten.
Die Zahlen passen also. Interessanter fände ich zu den "an und mit" Zahlen eine Gegenüberstellung zu normalen Jahren zu gleicher Jahreszeit.
Wenn ich mich recht entsinne, sterben an einem durchschnittlichen Tag etwa 1'000 Menschen in D.
Kommen die gemeldeten 200, 400 oder wieviel auch immer, ich habe die Zahlen nicht verfolgt "oben drauf" auf den Durchschnitt oder sind es immer noch gleich viele wie sonst?
Nur eine statistische Frage, unabhängig von evtl. Überlastung/Gesundheitswesen etc.
 

Seltengast

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Es sind ein paar mehr, die täglich sterben, jeden Monat jedes Jahr.
Im Schnitt glaub 2.500. Am Tag.

Monatliche Sterbefälle bis 2020 | Statista


Ob es eine tatsächlichen Übersterblichkeit 2020 gibt, sieht man im Januar 2021.
Interessante Grafik. Danke dafür.

Zumindest ist eine deutliche Übersterblichkleit im April 2020 zum Vorjahresmonat zu lesen.
83.789 zu 77.410 Verstorbene. Das sind 6.973 Verstorbene mehr als im April 2019.
Das ist eine Übersterblichkeit von etwa 8% im April, also zu der Hochzeit der ersten Welle.

Mittlerweile sterben etwa 200 bis 400 Menschen täglich an Covid-19. Das ist in etwa die selbe Größenordnung wie im April. Ich befürchte wegen der Zahlen der Wintermonate Schlimmes.
 
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Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seit Beginn der Krise wöchentlich tagesaktuelle Sterbefallzahlen, die aktuell bis 01.11.2020 zurückgehen. Die Daten entsprechen dem Meldedatum, aber entstammen den Rohdaten ohne Plausibilisierung. Einen interessanten Überblick liefern sie trotzdem schon. Die Zahlen sind i.d.R. leicht zu niedrig, d.h. es gibt vereinzelte Nachmeldungen nach Tagen.
Verglichen wird mit dem Durchschnitt der Jahre 2016-2019, da in den letzten Jahren tendeziell mehr Menschen sterben (Tiefstand 2004 waren es 818.271, 2019 dann schon 939.520). Schon seit ca. 2007 steigt die Zahl in den meisten Jahren, da es immer mehr alte Menschen gibt und die Jahrgänge kaum noch von den Kriegen beeinflusst sind und seit Mitte der 30er bis Anfang 40er Jahre auch deutlich stärker besetzt sind.
Pro Tag sind es ca. 2.500 Verstorbene, manchmal auch weniger, in Zeiten der Grippe, bei Hitze oder bei Corona im April geht es auch mal deutlich über die 3.000 hinaus,

2020 gab es demnach im Februar eine recht deutliche Untersterblichkeit, im März und besonders April dann eine signifikante Übersterblichkeit. Von Mai bis Juli lag die Sterblichkeit dann wieder im Durchschnitt.

Im August gab es durch die anhaltende Hitze und Schwüle wieder deutlich mehr Tote, unabhängig von Corona.
Im September und Oktober liegt die Sterblichkeit wieder leicht über dem Durchschnitt, im November dürfte es aufgrund der aktuellen Covid-19 Welle wieder eine deutliche Übersterblichkeit geben.

Sterbefälle - Fallzahlen 2016 bis 2020 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
 
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Gerade darüber gestolpert.

Wusste ich nicht bisher.

Und hier sehe ich eine Impfpflicht durch die Hintertür inkl. Berufsverbot bei Nichtimpfung.

 
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Gerade darüber gestolpert.

Wusste ich nicht bisher.

Und hier sehe ich eine Impfpflicht durch die Hintertür inkl. Berufsverbot bei Nichtimpfung.


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