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Denar - echt?

Dieses Thema im Forum "Muenzen der Antike" wurde erstellt von Gracchus, 24. April 2020.

  1. Gracchus

    Gracchus

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    Servus zusammen,

    nach vielen Jahren Pause fange ich nun wieder mit dem Münzsammeln an und das in einem für mich vollkommen neuen Feld, der Antike und speziell der römischen Republik. Deswegen habe ich die ersten Münzen bei Auktionen altbekannter Händler gekauft. So auch den abgebildeten Denar (C. Reni, 138 v.Chr., Cr. 231/1, Sear 108, Erhaltung prpf).

    Wenn ich es richtig sehe, müssten sie aus halbwegs massivem Silber sein. Dieser Denar hat allerdings einen Einschlag, die ich auch abgebildet habe. Es sieht so aus, als wäre der Kern nur mit Silber belegt, also eine Fälschung. Was meint ihr dazu?

    Beste Grüße aus München Screenshot_20200423-201530_Gallery.jpg Screenshot_20200423-201530_Gallery.jpg Screenshot_20200423-201530_Gallery.jpg
     

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  2. arrius

    arrius

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    Die Münze sieht tatsächlich subaerat aus. Eine antike Fälschung. Jetzt weiß ich nicht, ob das bei dem Typ öfters vorkommt, aber das Auktionshaus hätte das schon erwähnen müssen, auf den Fotos ist es ja nicht zu erkennen. Eine schöne Münze ist es auf jeden Fall.
     
  3. Gracchus

    Gracchus

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    Servus Arrius, besten Dank für Deine Info. Ich habe inzwischen vom Münzhaus eine Rückmeldung, die ich hier veröffentlichen möchte, da sie mir sehr weiter geholfen hat.

    "Zunächst zur Frage, ob das Stück subärat ist: hier ist die Antwort nein. Dann müsste es im Inneren einen Kupferkern geben, dieser hätte mit der Zeit eine grüne Patina gebildet, die ich aber hier nicht sehen kann. Gegen ein subärates Stück sprechen weiterhin das reguläre Gewicht des Denars (3,8g) sowie die Tatsache, dass es auch sonst keine Fehlstellen im Silber gibt.
    Ich denke, die Stelle ist durch einen nicht optimal hergestellten Schrötling zu erklären. Möglicherweise war das Silber bei der Erstellung des Schrötlings schon etwas zu stark erkaltet, weshalb er zunächst von Form und Größe nicht perfekt ist. Auf der Vorderseite sehen Sie zudem einen Riss in der Oberfläche des Schrötlings, der sich durch nicht perfekt miteinander verbundene „Schichten“ im Material, die sich dann durch den Prägeschlag voreinander gelöst haben, erklären lässt. Kommen wir zu der von Ihnen fotografierten Stelle: Diese zeigt auch Silber, aber eben nicht ganz so verdichtet wie an den Oberflächen, welche diese Verdichtung durch den Prägeschlag erhalten haben. Vielmehr ist die kleine Stelle etwas poröser. Die unterschiedliche Färbung ist so zu erklären: Reinigt man eine Münze nach dem Fund, so erhält man auf den verdichteten, glatteren Oberflächen einen helleren Ton, poröse Stellen sind aber stärker oxidiert, da der Sauerstoff hier mehr Angriffsfläche hatte. Hier wird das Silber also bei einer Reinigung nicht ganz so hell und silbrig. Bei nicht oder kaum gereinigten Münzen sind solche Stellen am Rand oft tiefschwarz, so wie Sie es sicher von stark oxidiertem Silber kennen."
     
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