Denkmünze zur 800 Jahr Feier des Hauses Wettin - Hilfe bei Gewichtsangabe gesucht

FooFighter

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Liebe Kaiserreichsammler,

kann mir jemand von euch bezüglich der Gewichtsangabe von folgendem Stück helfen?

Medaille in 5-Mark-Größe zur 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin
Sachsen 1889, bronziertes Kupfer, Jaeger-Nr. 123a


Ich benötige das Sollgewicht. Für die Münzen der Kaiserreichzeit habe ich nur den AKS. Hier ist das Sollgewicht dieses Stückes leider nicht aufgeführt. Diese Medaille gibt es ja auch in Silber (J. 123) und wurde auf den 5-Mark-Ronden geprägt. Somit beträgt dort das Sollgewicht 27,778 g. Bei dem Kupferstück (J. 123a) ist nichts dazu zu finden. Ich habe meine beiden Stücke gewogen. Diese weichen aber zu sehr voneinander ab, um genaue Rückschlüsse zu ziehen. Ein Stück wiegt 25,60 g, das andere 26,08 g.

Hat jemand von euch einen Katalog, in welchem zu diesem Stück das Sollgewicht eingetragen ist? Vielen Dank schon einmal im Voraus.

EDIT vom 25.04.2017

Da sich zum einen der Thread mittlerweile nicht nur auf die Kupfer-, sondern auch auf die Silberausführung ausgeweitet hat und zum anderen schon mehrere Gewichtsangaben in Erfahrung gebracht werden konnten, trage ich hier im Beitrag #1 sämtliche Ergebnisse zusammen und aktualisiere das auch regelmäßig.

Kupfermedaille:
24,18
25,14
25,21
25,43
25,49
25,60
26,01
26,08
26,08
26,11
26,12
26,15
Schnitt: 25,63 g

Silbermedaille:
26,40
27,14
27,22
27,24
27,31
27,32
27,34
28,06
28,07
28,36
28,39
28,44
Schnitt: 27,61 g
 

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Bei Jaeger, Hammerich und Rudolph steht nichts zu dem Gewicht der Medaillen.
Alexander Kummer führt folgende Gewichtsangaben für die bronzierte Ausführung auf:
1. Stempel : 26,01 und 26,15 g
2. Stempel : 24,18 g
Die Angaben beruhen auf seinen eigenen Messungen der Stücke in einer eigenen Sammlung, es ist nicht ersichtlich, ob hier offizielle Angaben vorliegen. Die Stempelunterschiede beziehen sich auf die Stellung des Striches zwischen den Jahreszahlen, der laut Kummer beim zweiten Stempel nach links zur zweiten 8 gerückt sein soll.

Die beiden Silbermedaillen , die Kummer besass, wogen 28,36 und 28,39 g, die Stücke sind also etwas schwerer als Fünfmarkstücke, was ja auch leicht erklärbar ist, da die Stücke aus Feinsilber bestehen.

Zusammen mit Deinen Messungen ergiebt sich für die Bronzestücke im Gegensatz zu der Silberausführung also ein sehr uneinheitliches Bild. Ich deute die Zahlen mit aller Vorsicht angesichts der geringe Messreihe so, dass es für die Prägung auf den unedlen Schrötlingen keine genauen Gewichtsvorgaben gab, was bei der Feinsilberversion hingegen durchaus der Fall gewesen kann. Vermutlich ist so eine Vorgehensweise bei der Verwendung von Edelmetall sogar wahrscheinlich.
 
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In Barduleck "Die letzten Jahre der Münze in Dresden ist die Medaille zwar ausführlich beschreiben, doch mit Sollgewichten schweigt er sich auch aus.

Edit: Sie soll damals 1000 Mark (!) gekostet haben und in 3 Ausführungen geprägt worden sein: 706 Silbermedaillen, 4310 aus bronziertem Kupfer, sowie auch einige Abschläge in Gold, die nicht im Brakteatenbuch verzeichnet worden sind.
 
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In Barduleck "Die letzten Jahre der Münze in Dresden ist die Medaille zwar ausführlich beschreiben, doch mit Sollgewichten schweigt er sich auch aus.

Edit: Sie soll damals 1000 Mark (!) gekostet haben und in 3 Ausführungen geprägt worden sein: 706 Silbermedaillen, 4310 aus bronziertem Kupfer, sowie auch einige Abschläge in Gold, die nicht im Brakteatenbuch verzeichnet worden sind.

Ist mit den 1000 Mark nicht Bardulecks Honorar gemeint ?
 
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Im Kleinen Schön Münzkatalog sind die Goldabschläge mit 46 Gramm vermerkt.
Ich tippe mal darauf das die Bronzemedailien unterschiedliche Gewichte heben könnten, deshalb keine Gewichtsangabe.
 
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Ist mit den 1000 Mark nicht Bardulecks Honorar gemeint ?
Ich denke nicht. Es steht bei dieser Medaille wie bei anderen "Preis: xy Mark" Aber ich sehe grade weiter unten:
"Die offizielle Medaille oder "Denkmünze" wurde ausschließlich verliehen. Die Ausführung in Silber galt als I., die in bronziertem Kupfer als II. Klasse. Über die Verleihung vgl. StA Dresden Loc. 57, Nr. 2 und 4, Vol. I., 1889-1890 und Vol. II., 1891 H."
 
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Ich denke nicht. Es steht bei dieser Medaille wie bei anderen "Preis: xy Mark" Aber ich sehe grade weiter unten:
"Die offizielle Medaille oder "Denkmünze" wurde ausschließlich verliehen. Die Ausführung in Silber galt als I., die in bronziertem Kupfer als II. Klasse. Über die Verleihung vgl. StA Dresden Loc. 57, Nr. 2 und 4, Vol. I., 1889-1890 und Vol. II., 1891 H."

Das lässt einen Kaufpreis von 1000 Mark für die Medaille wenig plausibel erscheinen. Selbst die Goldausführung hätte nur einen Materialwert von etwa 150 Mark gehabt.
 

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Alexander Kummer führt folgende Gewichtsangaben für die bronzierte Ausführung auf:
1. Stempel : 26,01 und 26,15 g
2. Stempel : 24,18 g
Die Angaben beruhen auf seinen eigenen Messungen der Stücke in einer eigenen Sammlung, es ist nicht ersichtlich, ob hier offizielle Angaben vorliegen.

Danke erst mal für diese Angaben. Meine beiden Stücke würden demzufolge zum 1. Stempel passen, auch wenn ich das eine Exemplar mit 25,60 g für etwas untergewichtig halte.

Die Stempelunterschiede beziehen sich auf die Stellung des Striches zwischen den Jahreszahlen, der laut Kummer beim zweiten Stempel nach links zur zweiten 8 gerückt sein soll.

Es gibt tatsächlich zwei Stempel bei den Kupferstücken. Im AKS gibt es eine andere Beschreibung dazu: "Zwei Varianten zur Rückseite mit unterschiedlicher Stellung und Anzahl der Punkte in der Wappentingierung." Allerdings steht hier nichts dazu, dass die Stücke vom 2. Stempel ein anderes Gewicht haben.

Die beiden Silbermedaillen , die Kummer besass, wogen 28,36 und 28,39 g, die Stücke sind also etwas schwerer als Fünfmarkstücke, was ja auch leicht erklärbar ist, da die Stücke aus Feinsilber bestehen.

Diese Info ist mir vollkommen neu. Wieder etwas Interessantes aus meinem Sammelgebiet gelernt, danke. :) Da ich zum Silbergehalt keine Angaben hatte, war ich bisher immer der Meinung, dass die normalen 5-Mark-Ronden verwendet wurden. Aber jetzt macht auch der kleine, aber feine Unterschied im AKS einen Sinn. Bei den Münzbesuchsstücken in Größe von 2 Mark steht nämlich "Medaille auf 2-Mark-Schrötling", wohingegen bei dem Jubiläumsstück "Medaille in 5-Mark-Größe" steht. Wären hier die gleichen 900er Schrötlinge verwendet worden, hätte wohl eher "Medaille auf 5-Mark-Schrötling" dort gestanden.

Zusammen mit Deinen Messungen ergiebt sich für die Bronzestücke im Gegensatz zu der Silberausführung also ein sehr uneinheitliches Bild. Ich deute die Zahlen mit aller Vorsicht angesichts der geringe Messreihe so, dass es für die Prägung auf den unedlen Schrötlingen keine genauen Gewichtsvorgaben gab, was bei der Feinsilberversion hingegen durchaus der Fall gewesen kann. Vermutlich ist so eine Vorgehensweise bei der Verwendung von Edelmetall sogar wahrscheinlich.

Ich tippe mal darauf das die Bronzemedailien unterschiedliche Gewichte heben könnten, deshalb keine Gewichtsangabe.

Diese beiden Zitate werden es zusammenfassend wohl auf den Punkt treffen. Die Edelmetallschrötlinge mussten ja aufgrund des Gold- oder Silbergehaltes ein vorgegebenes Gewicht haben. Bei den Kupferstücken dürfte es relativ egal gewesen sein, ob es mal das eine oder andere Gramm abweicht.

Edit: Sie soll ... in 3 Ausführungen geprägt worden sein: 706 Silbermedaillen, 4310 aus bronziertem Kupfer, sowie auch einige Abschläge in Gold, die nicht im Brakteatenbuch verzeichnet worden sind.

Das ist richtig. Die Goldabschläge hatte ich vor gut zwei Jahren auch zum ersten Mal durch Zufall entdeckt. Siehe hier.

Im Kleinen Schön Münzkatalog sind die Goldabschläge mit 46 Gramm vermerkt.

Stimmt. Im oben verlinkten Thread zu dem Goldabschlag hatte Klaus damals 45,99 g als Gewichtsangabe gefunden.
 

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Die beiden Silbermedaillen , die Kummer besass, wogen 28,36 und 28,39 g, die Stücke sind also etwas schwerer als Fünfmarkstücke, was ja auch leicht erklärbar ist, da die Stücke aus Feinsilber bestehen.

Nachdem nun die Silbermedaille meine Sammlung bereichert, konnte ich sie auch einmal wiegen. Sie wiegt genau 27,34 g. Das heißt, sie ist nahezu genau 1 g leichter als die Stücke von Kummer. Das erscheint mir fast als eine recht große Abweichung, oder?
 
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Ich habe bisher zwei von diesen Stücken selbst wiegen können, eines wog 27,24g und das andere 27,32g. Ich finde eher die übergewichtigen Stücke ungewöhnlich. In Auktionsbeschreibungen wird bei diesen Stücken ja meistens leider keine Gewichtsangabe gemacht. Aber dort, wo ich eine finden konnte, war das Gewicht immer so um die 27,3 - 27,6g. Ich habe nur ein einziges Stück über 28g in Auktionskatalogen gefunden, das war 28,06g. Ich frage mich daher, ob die o. g. Angaben von 28,36g und 28,39g eher ein Schreib-/Übermittlungsfehler sein könnten.
 
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