Denkmünze zur 800 Jahr Feier des Hauses Wettin - Hilfe bei Gewichtsangabe gesucht

FooFighter

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Ich habe bisher zwei von diesen Stücken selbst wiegen können, eines wog 27,24g und das andere 27,32g. Ich finde eher die übergewichtigen Stücke ungewöhnlich. In Auktionsbeschreibungen wird bei diesen Stücken ja meistens leider keine Gewichtsangabe gemacht. Aber dort, wo ich eine finden konnte, war das Gewicht immer so um die 27,3 - 27,6g. Ich habe nur ein einziges Stück über 28g in Auktionskatalogen gefunden, das war 28,06g. Ich frage mich daher, ob die o. g. Angaben von 28,36g und 28,39g eher ein Schreib-/Übermittlungsfehler sein könnten.

Das mit dem Schreib-/Übermittlungsfehler wäre eine Möglichkeit, denn die Nach-komma-stellen passen auffallend.
 

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Ich habe mal noch ein bisschen gegoogelt und bin dabei auch auf einen Thread in einem anderem Münzforum gestoßen, welcher bereits aus dem Jahr 2003 stammt und ebenfalls die Frage nach dem Gewicht der Silbermedaille stellt. Sehr erfolgreich war es nicht. Trotzdem für die Interessierten hier mal die wichtigsten Daten, welche dort geschrieben stehen:

Nach 1 1/2 Monaten habe ich auf die gleichlautende Frage an das Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Antwort erhalten: "... Zum Feingehalt liegen uns keine Nachrichten vor... ... Die Medaille wurde vermutlich aus den Ronden des 5-Mark-Stücks hergestellt. Das Gewicht dürfte 27,5 g betragen..." Nun verstehe ich gar nichts mehr. Eine so ungenaue, sogar falsche Antwort von halb offizieller Stelle hätte ich nicht erwartet. Jetzt bleibt nur wiegen! Warum haben die das nicht schon in Dresden gemacht? Die haben das Ding doch mehrfach rumliegen! Bitte gebt mir Nachricht, wenn Ihr J 123 bei einer Auktion entdeckt. Das Auktionshaus wird mir den kleinen Gefallen schon tun.

Schon eigenartig, dass selbst das Münzkabinett nicht genau weiß, voraus die Ronden hergestellt wurden, sondern nur von "vermutlich" schreibt. Laut Jaeger soll es sich ja um Feinsilber handeln. Woher natürlich wiederum Jaeger seine Informationen hat, wäre auch mal interessant.

Im Blatt für Münzfreunde wird übrigens 27,5 angegeben, was nicht stimmen kann.

Keine Ahnung, warum das nicht stimmen kann. Der Schreiber erläutert seine Aussage leider nicht. Bei den hier bisher geposteten Ergebnissen um die 27,3 g sind ja die 27,5 g gar nicht so weit entfernt.

Auf die Firma Künker ist Verlass (auch an dieser Stelle) HERZLICHEN DANK für das Nachmessen der Medaille. Folgende Werte wurden zu dem Stück ermittelt:
Gewicht: 26,4 g
Durchmesser: 37,9 mm
Dicke: 2,55 mm
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Ich hatte ein höheres Gewicht erwartet. Kann das am Durchmesser liegen?

Die 26,4 g sind in der Tat recht niedrig. Gleich mal wieder 1 g weniger als meine Medaille. Vielleicht werde ich künftig auch die betreffenden Auktionshäuser anschreiben, wenn mal wieder ein Stück angeboten wird. Momentan sind das zwei Stück im April. Vielleicht bekomme ich eine Antwort.
 
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Das mit dem Schreib-/Übermittlungsfehler wäre eine Möglichkeit, denn die Nach-komma-stellen passen auffallend.
Ich habe die Angaben im Kummer eben noch mal kontrolliert, dort stehen wirklich Gewichtsangaben von 28,36 und 28,39 g. Falls dies nicht zutreffen kann , was anhand der aktuell eingeholten Resultate durchaus der Fall sein kann, muss der Fehler damals passiert sein.
 
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Schon eigenartig, dass selbst das Münzkabinett nicht genau weiß, voraus die Ronden hergestellt wurden, sondern nur von "vermutlich" schreibt. Laut Jaeger soll es sich ja um Feinsilber handeln. Woher natürlich wiederum Jaeger seine Informationen hat, wäre auch mal interessant.
Jaeger bezieht sich auf Hammerich.
 

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Ich habe die Angaben im Kummer eben noch mal kontrolliert, dort stehen wirklich Gewichtsangaben von 28,36 und 28,39 g. Falls dies nicht zutreffen kann , was anhand der aktuell eingeholten Resultate durchaus der Fall sein kann, muss der Fehler damals passiert sein.

So war es auch gemeint, dass der Fehler bereits bei Kummer lag. Das Problem ist, dass der Großteil um die 27,... g liegt. Allerdings gab es eben auch die Messung von Künker mit 26,4 g, welche 1 g "Untergewicht" hat. Sollte hier kein Fehler vorliegen, dann wäre es auch nicht auszuschließen, dass es Stücke mit 1 g "Übergewicht" gibt.

Jaeger bezieht sich auf Hammerich.

Hm, also ist das auch nicht so 100%ig gesichert, ob nun aus Feinsilber oder "nur" 900er Silber? Wäre es denn denkbar, dass man extra für die Verleihung dieser Medaille mit einer Auflage von nur 706 Stück eigene Feinsilberschrötlinge hergestellt hat? Vom Anlass her gesehen war es sicher etwas Besonderes. Aber ob dafür dieser spezielle Aufwand betrieben wurde?
 
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Wäre es denn denkbar, dass man extra für die Verleihung dieser Medaille mit einer Auflage von nur 706 Stück eigene Feinsilberschrötlinge hergestellt hat? Vom Anlass her gesehen war es sicher etwas Besonderes. Aber ob dafür dieser spezielle Aufwand betrieben wurde?
Denke doch mal anders herum. Wäre es nicht möglich das "Ausschuss-Schrötlinge" für eine Medaillie benutzt wurde? Zumal es dafür ja nicht unbedingt auf das genaue Gewicht ankam.
 

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Denke doch mal anders herum. Wäre es nicht möglich das "Ausschuss-Schrötlinge" für eine Medaillie benutzt wurde? Zumal es dafür ja nicht unbedingt auf das genaue Gewicht ankam.

Für das ungenaue Gewicht wäre "Ausschuss" denkbar. Aber warum sollten die dann aus Feinsilber sein? Der Ausschuss wäre doch trotzdem aus 900er Silber, oder hab ich irgendwo einen Denkfehler?
 
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Ein anderer Erklärungsversuch. Mal angenommen es handelt sich um Feinsilber. Wenn die Herstellung der Zaine nicht ganz so genau gemacht wurde, warum nicht. Gut 700 Exemplare sind nicht die Welt, aber wenn man eh Ronden herstellt kann man sowas "nebenbei"machen.
 
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