• Beim aktuellen Preisanstieg des Bitcoins möchte ich auf meinen Beitrag hinweisen, wir haben nämlich auch eine Rubrik für Kryptocoins... Infos zu Bitcoins

Der Bund verschrottet seine alten 10 - er

Kempelen

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Ich weiß aus meinem Familien-/Bekanntenkreis einige, die sich die aktuellen Sondermünzen gerne bei der Sparkasse abholen, ansonsten aber kaum Interesse am Münzen sammeln haben.
Voraussetzung für sie ist dabei oftmals, daß sie die Silbermünzen zum Nennwert bekommen und keinen Aufschlag zahlen müssen.
Allerdings kann ich mir gut vorstellen, daß durch die deutliche Nominalerhöhung auf 20 Euro das Interesse nachgelassen hat, da einfach sehr viel Geld in einer Münze brachliegt.
Dazu kommt, daß wir seit der Euroeinführung immer mindestens 5 Ausgaben pro Jahr haben (was viel Geld bindet) und daß manche Ausgabeanläße für viele Bürger uninteressant sind bzw. die Motive auch nicht zum sammeln motivieren.
Wie hoch die tatsächliche Nachfrage wirklich ist, ist natürlich schwer zu beurteilen.
Im Vergleich zu vielen anderen Ländern haben wir bei uns in Deutschland aber immer noch eine recht hohe Zahl von Sammlern und an Münzen Interessierten.
Die große Zahl von Neuausgaben (z.B. auch die Polymermünzen) wirkt sich aber vermutlich nicht positiv auf die zukünftige Nachfrage aus.
 

bayreuth

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Während die Silbernen 10er (analog zur DM Ära) ein gern auch mal mehrfach gesammeltes Münzlein dargestellt haben (Stichwort Hortsammlungen, oder Fanatiker die Randschrift A+B in Doppelter / mehrfacher Ausführung brauchten) hat das 4-jährige Intermezzo von Blechzehnern (bzw. Spiegelglanz mit hohem Aufschlag und Versand der am Zweitmarkt nicht mehr realisierbar war) vermutlich zahlreiche Sammler vertrieben, bzw. auf 1 Belegstück reduziert.
Neben der Preisverdopplung (man hätte ja wieder 10er in 625er oder 500er Silber machen können, oder kleinere 10er oder dünnere 10er) und sonstigen Ausgabenflut (5, 10, 20, 50 Euro etc.). ist der Wegfall der Horter vermutlich ursächlich für die neue Unbeliebtheit (neben den grottigen Motiven, die m.E. immer einfallsloser und Abstrakter werden).
 

Kempelen

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... hat das 4-jährige Intermezzo von Blechzehnern (bzw. Spiegelglanz mit hohem Aufschlag und Versand der am Zweitmarkt nicht mehr realisierbar war) vermutlich zahlreiche Sammler vertrieben, bzw. auf 1 Belegstück reduziert.
Was man in diesem Zusammenhang auch berücksichtigen sollte ist, daß bei vielen Sammlern die deutschen Silbergedenkmünzen der Einstieg ins Münzsammelhobby waren.
Dieses Sammelgebiet ist der Grundstock der Sammlung, welche erst in der Folge durch andere Sammelgebiete erweitert wurde.
Das ist auch der Grund, daß ich immer noch die Silberzwanziger in meine Sammlung aufnehme.
Nicht weil diese mir wirklich gefallen würden, sondern weil sie zur Basis meiner Sammlung gehören, die ja ab dem 5 DM Stück Germanisches Nationalmuseum vollständig bleiben soll.
 

Heinz-Rudolf

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Seid gegrüßt!
Wer eine Sondermünze 1 zu 1 tauschen möchte, muß in eine Bank mit leibhaftigen Kassierer gehen.
Online und an Automaten gibt es die nun mal nicht.
Hinzu die Corona Einschränkungen. Wer geht denn in diesen Zeiten freiwillig in eine Bank?
Bei unserer "Münzjugend" waren die Bäckerläden sehr beliebt, dort waren durch den Einkauf unserer Gäste in den Kassen das Kleingeld ganz Europa's enthalten. Dann machten die Discounter ihr eigenes Brötchengeschäft. Backautomaten backen billiger. Das suchen und finden 1-1, machte manche Kids zu ernsthaften Sammlern. Auch perdu.
Mit nachdenklichen Grüßen
Heinz-Rudolf
 

Seltengast

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Was man in diesem Zusammenhang auch berücksichtigen sollte ist, daß bei vielen Sammlern die deutschen Silbergedenkmünzen der Einstieg ins Münzsammelhobby waren.
Dieses Sammelgebiet ist der Grundstock der Sammlung, welche erst in der Folge durch andere Sammelgebiete erweitert wurde.
(...)
Das ist definitiv so. Zumindest war das auch bei mir der Fall. Und ich schätze mal, auch bei den meisten Sammlerkollegen unserer sog. Boomer-Generation.
Ich bin den Weg gegangen, das 10er-Sammeln schweren Herzens zu beenden. In erster Linie wegen der grottigen Motive. Dazu kamen exorbitant hohe Auflagenzahlen.
Ich habe nach Liszt beendet und habe es bis heute nicht bereut.
 

Kempelen

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Ich habe nach Liszt beendet und habe es bis heute nicht bereut.
Wobei man die Gedenkmünzen problemlos und ohne Verlust zu machen wieder zurückgeben kann :).
Das ist ein Vorteil des Sammelgebiets, wenn man von der fehlenden Verzinsung absieht.
Aber Zinsen bekommt man ja sowieso nirgendwo mehr (außer vielleicht bei der Greensill-Bank in Bremen ;)).
 
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Wobei man die Gedenkmünzen problemlos und ohne Verlust zu machen wieder zurückgeben kann :).
Das ist ein Vorteil des Sammelgebiets, wenn man von der fehlenden Verzinsung absieht.
Aber Zinsen bekommt man ja sowieso nirgendwo mehr (außer vielleicht bei der Greensill-Bank in Bremen ;)).
Wolfgang ja, da hast du sicher recht. Aber wenn ich mich gefühlt über 2/3 der Motive aufrege, macht es keinen Spass mehr.
 

Kempelen

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Wolfgang ja, da hast du sicher recht. Aber wenn ich mich gefühlt über 2/3 der Motive aufrege, macht es keinen Spass mehr.
Hallo Matthias

Da hast Du sicher auch recht, denn wenn man etwas als Hobby betreibt, dann soll es Spaß machen und keinen Verdruß bereiten.
Mir gefällt vor allem die Märchenserie überhaupt nicht.
Man will damit anscheinend die jüngere Sammlerschaft ansprechen (wie auch mit der Sondermünze zum 50. Geburtstag der "Sendung mit der Maus").
Aber ich bin durchaus am Zweifeln, ob man mit dieser Serie tatsächlich neue Sammler rekrutieren kann.
Viel wichtiger wäre meiner Meinung nach, wirklich geschichtsträchtige Ereignisse zu würdigen und so auch einen Anreiz zu geben, daß sich die Sammler mit diesen Themen beschäftigen was nebenbei auch deren geschichtliche Bildung fördern würde.
Und wenn sich für ein Jahr mal nicht genug Themen finde würden, dann müsste man auch nicht stur fünf Münzen ausgeben, in diesem Fall spräche nichts dagegen, sich auch mal mit zwei oder drei Ausgaben zu begnügen.
Die Münzkoffer würden sich etwas langsamer füllen und die Platzprobleme der Sammler wären zumindest ein kleines bisschen entschärft ;).
 

bayreuth

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Wobei man die Gedenkmünzen problemlos und ohne Verlust zu machen wieder zurückgeben kann :).
Das ist ein Vorteil des Sammelgebiets, wenn man von der fehlenden Verzinsung absieht.
Aber Zinsen bekommt man ja sowieso nirgendwo mehr (außer vielleicht bei der Greensill-Bank in Bremen ;)).
Hier ist letztens ein Forist aufgeschlagen der einen normalen 20er bei einem Münzhaldelshaus für 49,95 erstanden hat, den man bei der Münze Deutschland für 34,95 in spiegelglanz hätte haben können. Ich möchte nicht wissen, wieviele unerfahrene ihre Münzen dort beziehen...
 
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