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Der Geldpreis fällt und fällt

Dieses Thema im Forum "Edelmetalle" wurde erstellt von mesodor39, 2. Juli 2008.

  1. mesodor39

    mesodor39

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    Der Kurssturz der Aktie von Lehman Brothers weckt Erinnerungen an die Beinahe-Pleite

    von Bear Stearns....


    auch das sagt nicht Mesodor39, der sich davon hiermit ausdrücklich distanziert. Der würde sowas unter Nennung von Firmennahmen erst dann behaupten, wenn das Insolvenzverfahren eingeleitet und ein Insolvenzverwalter bestellt ist.

    Nein, die Financial Times Deutschland sagt das ihren Lesern.

    Lest selbst:

    FTD.de - Finanzdienstleister - Bankenkrise - Allianz muss Lehman beispringen

    Wer zwischen den Zeilen lesen kann und ganz genau hinhört, was die Damen und Herren des Lachsschnittchens uns durch die Blume sagen wollen, der weis:

    Es wird nun schneller und immer schneller Geld gedruckt werden.

    Hyperinflation.
     
  2. Rex Danny

    Rex Danny

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    ...den Heiko Thieme, den hab ich mal live erlebt. Unsere hiesige Sparkasse hatte den vor zig Jahren einmal für einen Vortragsabend gebucht.

    War ganz interessant. Ein Superbulle mit unerschütterlichem Optimismus.

    Da kamen Empfehlungen für Läden, die kurz vor Chapter 11 standen.

    Thiemes Superoptimismus gemixt mit den Untergangsvisionen des Herrn der Lachsschnitte, nein falsch, bin ganz durcheinander gekommen ;)

    ...also Thiemes Optimismus und die Visionen des Herrn der Eiskugeln, irgendwo dazwischen könnte die Wahrheit liegen.

    Grüsse
     
  3. hh1969

    hh1969 Moderator...und seit über 17 Jahren hier an Board. Mitarbeiter

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    heiko thieme ist sicherlich nicht ernst zu nehmen. da wird alles negative ausgeblendet.

    heute im handelsblatt habe ich die dax-prognose der banken für ende 2008 gesehen: nicht eine (!) lag unter dem aktuellen niveau.

    meine gedanken: einen besseren kontraindikator kann es kaum geben - es wird weiter abwärts gehen.

    der mix aus steigenden zinsen, konjunkturabschwächung und hohen rohstoffpreisen lässt nur sehr kurzfristig steigende kurse zu.
    möglicherweise steht uns gegen ende des jahres eine abgeltungssteuer-anlage-rallye bei aktien ins haus. vielleicht.
     
  4. Satang

    Satang Mitgliedschaft beendet

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    Abgeltungssteuer-Rallye

    Im jetzigen Umfeld sprechen wirklich nicht all zu viele Gründe für den Aktienmarkt. Die Stimmung ist schon recht schlecht, aber vielleicht sollte man deshalb gerade jetzt einen langsamen Einstieg in Aktien erwägen. Der DAX ist bei rund 6300 recht nahe am diesjährigen Tiefstpunkt. Einige vom Öl abhängige Werte, sowie Finanzwerte notieren auf langjährigen Tiefstpunkten, bei mittlerweilen attraktiven Dividenrenditen und KGVs.

    DAX 6300 heute entspricht rund DAX 4500 "abschlagssteuerbereinigt" (das Wort sollte ich mir als Wort des Jahres schützen lassen) per Ultimo 08.

    Gehört man zu den Leuten, die glauben dass es in den nächsten Jahren nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum totalen Zusammenbruch kommt, sondern es eine Restwahrscheinlichkeit gibt, dass sich doch alles fängt, so könnte man durchaus z.B. den Prozentsatz des freien Anlagevermögens entsprechend seinem persönlichen Wahrscheinlichkeitssatz in hoch qualitative Aktien investieren.

    Zum Beispiel: Persönliche Einschätzung, dass es nicht zum totalen Finanzcrash, sagen wir innerhalb der nächsten fünf Jahre kommt ist 20 %, dann könnten nach diesem Ansatz 20 % in qualitative hochwertige Aktien angelegt werden, insbesondere solche, die auch nach einer schweren Finanzkrise hohe Chancen haben wieder gefragte Produkte anbieten zu können. (Nahrungsmittel- und Rüstungsaktien wären wohl 1. Wahl :eek:)

    Den verbleibenden Rest würde ich dann etwa zur Hälfte in Edelmetall und Tages-/Termingeld halten. Bei Änderungen der Liquiditätssituation würde ich dann zuerst die Edelmetallposition entsprechend aufstocken, aber niemals abbauen, es sei der Hunger zwinkt dazu :rolleyes:, was dann wohl passieren kann, wenn die Krise wirklich virulent wird.

    Ich rede hierbei wohlgemerkt über freie Liquidität und nicht über Mittel, die bereits kurz- oder mittelfristig zur Verfügunfg stehen müssen.
     
  5. mesodor39

    mesodor39

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    US-Finanzkrise - Am Ende haftet der Steuerzahler

    meint die FTD.

    Lest selbst:

    FTD.de - Kommentare - Leitartikel - US-Finanzkrise - Am Ende haftet der Steuerzahler

    Doch die FTD irrt hier so gewaltig, wie man sich nur irren kann.

    Sobald Banken pleite sind, springt der Staat ein und leiht sich Geld. Um denen zu helfen. So weit so gut. Das ist auch völlig unbestritten.

    Aber das war es längst noch nicht:
    der Staat leiht sich das dazu notwendige Kapital angeblich über Anleihen.

    Was aber, wenn er so viele Anleihen ausgeben muss, daß das den Kapitalmarkt überfordert?.

    Geht der Staat denn pleite? Steigen dann die Zinsen?

    NEIN. NAtürlich nicht. Wo kämen wir denn dan hin?

    Dann geht der Staat zu Zentralbanken und leiht sich dort indirekt über Geschäftsbanken, die seine Anleihen als Sicherheit hinterlegen GELD.

    Weswegen immer zuerst die Geldmengen explodieren und etwas später natürlich auch die Preise.

    Einen Teil der Gelder zahlt tatsächlich der Steuerzahler über steigende Steuern. Über 3/4 zahlen die Sparer durch Entweretung ihrer Sparguthaben indolge Inflationierung der Geldmengen. Weltweit.

    Dort genau hängt der Hammer:

    Ihr zahlt das alles, zu einem kleinen Teil mit eurer zukünftigen Arbeit und überwiegend mit dem Wertverlust eurer langfristigen Ersparnissen.


    Gegen Letzteres könnt ihr was machen: z.B. die Spargroschen vergolden oder versilbern....
     
  6. four9fine

    four9fine

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    :D

    Das ist doch der Moment um mal wieder Greenspan zu zitieren:

    "Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte" Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind."

    Gruß
    9999
     
  7. mesodor39

    mesodor39

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    @four9fine: Du gebrauchst den Begriff "Wohlfahrtsstaat".

    Habe ich da irgendwass verpasst?

    Solange ich denken kann, wird was meine Generation angeht nur gestrichen, gekürzt und erwschwert. Arbeitszeiten werden verlängert, Tages- und Lebensarbeitszeiten. Steuern und Abgaben werden heraufgesetzt. Immer neue Abgaben entstehen (Pflegeversicherung, Soli usw.)..... Dividenden werden mittlerweile doppelt und dreifach besteuert usw....


    Und ganz zuletzt das nun:
    Preise steigen immer stärker. Geld wird immer schneller immer weniger wert

    Wohlfahrtsstaat?

    @Satang: Abgeltungssteuerralley?

    glaube ich weniger. Wer kauft heute noch Aktien außer Staatliche und Halbstaatliche (z.B. Zentralbanken, Banken, Körperschaften öffentlichen Rechtes, Versicherungen etc.)?
     
  8. Tisc1

    Tisc1 Mitgliedschaft beendet

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    Kannst du deine Vermutungen auch mit Zahlen unterlegen? Aktuell sind mir z.B. mehrere Publikumsfonds bekannt, die für Neuzuflüsse vorübergehend geschlossen wurden. Derzeit mangelt es eher an vernünftigen Anlagemöglichkeiten, denn an Bargeld. Es herrscht zuviel Unsicherheit im Markt. Aber wie heißt es nicht so schön, kaufen, wenn die Kanonen donnern und das Blut fließt.

    Es gibt doch für den regelmäßigen Aktien-/Aktienfondssparer nichts lukrativeres, als einen hochvolatilen Aktienmarkt, Stichwort Cost Average-Effekt.
     
  9. mesodor39

    mesodor39

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    Bloomberg: Freddie Mac to be considered insolvent....

    Nun drischt schon die Ami-Presse auf die eigenen Banken ein:

    Bloomberg.com: Worldwide

    Unglaubnlich sowas.

    Und der Geldpreis fällt weiter.



    @Tisc1: wenn man merkt, daß man einen toten Gaul reitet, ist es Zeit abzusteigen.

    Hier eine Absteighilfe für Dich:

    http://www.anleger-nachrichten.de/a...--Keine-Angst-vor-Aktien-in-turbulenten-.html

    Zitat daraus:
    Nach Angaben der Bundesbank wurden die
    Wertpapierbestände im vergangenen Jahr in Folge der Turbulenzen an
    den Finanzmärkten "in breiter Front abgebaut". Die privaten Haushalte
    in Deutschland reduzierten ihre Aktienanlagen um rund 16 Milliarden
    Euro netto.
    Zitatende

    Noch extremer wird es, wenn man sich die Anzahl der Aktiendepots anschauen würde. Etwas "googeln" reicht.

    Also: wer kauft momentan Aktien. Privatanleger kaufen auf eigene Rechnung sicherlich nicht.

    Daher bleiben nur die von mir genannten Stellen.
     
  10. Tisc1

    Tisc1 Mitgliedschaft beendet

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    OK, dann werden das wohl alles Fakedepots sein, die von den Banken verwaltet werden und die monatlichen Einzahlungen werden in Wirklichkeit von staatlichen und halbstaatlichen Stellen bedient. :respekt: So einen Finanzier suche ich übrigens noch für meine Aktien-Sparanlagen, bitte lass mir doch mal die Kontaktmöglichkeiten zukommen.
     
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