Der Goldpreis fällt und fällt und fällt............

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Ob die Talsohle durchschritten ist ? Seit zwei Tagen dümpelt der Goldpreis bei ca 1040 - 1060 Euro.
Möglichkeit 1: Es geht jetzt wieder steil nach oben über die $ 1520,-. Das hätte irgendwie Witz: Erst werden die Bullen rasiert und dann die Bären hinterher.

Möglichkeit 2: Das war erst der Anfang. Nach unten ist viel Spielraum, vor allem, wenn die Privatanleger ETF-Anteile oder Xetra-Gold oder andere besicherte Wertpapiere abstossen sollten. Die Sicherheiten würden dann aufgelöst und es käme viel Material auf den Markt. Ich kann mir vorstellen, dass $ 1200,- bis 1300,- für langfristig orientierte Anleger so die Schmerzgrenze darstellen. Unter $ 1200,- wird es m.E. richtige Panik geben.

Eine Arbeitskollegin von mir hat 2011 5 Krügerrand gekauft gegen meinen Rat :) Die macht sich jetzt schon ihre Gedanken. Wenn all' diese "Goldsparer" die Nerven verlieren, dann wird's düster. Vorhersagen finde ich immer schwierig und bei Gold ganz besonders. Ich gebe allerdings mal zu bedenken, dass die Bären einen spektakulären Anfangserfolg errungen haben. Warum also aufhören? Das wäre zumindest ungewöhnlich. "Inszenierte" Einbrüche werden meist sofort wieder hochgekauft. Die Gegenbewegung war bisher extrem schwach, da habe ich mit deutlich mehr gerechnet. Die Kaufneigung ist folglich gering, und das spricht stark für eine weitere Rutschpartie.

Ich traue dem Braten nicht, obwohl ich durchaus beabsichtige, mir wieder etwas "Anlagegold" zu gönnen. Ich denke, es wird unter $ 1300,- gehen. Falls nicht, werde ich warten, ob der Preis in die alte Seitwärtszone zurückfindet. Sollte es deutlich nach oben gehen, kann man auch für $ 1550,- kaufen. Im Moment sagt mir meine Glaskugel nicht mehr.

Grüße, Thomas
 
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Deinen interessanten Ausführungen stimme ich weitgehend zu.

Komischerweise denken alle diejenigen, die diese reduzierten Kurse zu angeblich neuen Käufen nutzen, das es das war, mit der viel zitierten Korrektur.

Ein weiterer Kursrutsch, dürfte für diese Zeitgenossen in etwa den Effekt haben, als wenn man einen Kanonenschlag
In einen Hühnerstall wirft.

Ich verstehe nicht warum man sich nicht Zeit lässt, erst mal den Pulverdampf verziehen lassen...eigenes Pulver trocken halten, soweit vorhanden.

Wir stehen meiner Meinung nach vor doch großen Bereinigungen, Umschichtungen. Stichwort Anleihen, Aktien, etc.

Wo Gold dann landen wird, ist nicht so einfach zu prognostizieren. Also zumindest für mich nicht. :)
 
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Komischerweise denken alle diejenigen, die diese reduzierten Kurse zu angeblich neuen Käufen nutzen, das es das war, mit der viel zitierten Korrektur.
Ein weiterer Kursrutsch, dürfte für diese Zeitgenossen in etwa den Effekt haben, als wenn man einen Kanonenschlag in einen Hühnerstall wirft.
:)
Lol, treffender kann man's nicht ausdrücken, die würden dann wohl alle tot von der Stange fallen. Späßle muss sein :) Aber im Ernst: Wenn ich das Drehbuch schreiben würde, würde ich das Geld meiner jetzt schon besorgten Kollegin mitnehmen. Wenn die Bären jetzt aufhören würden, wäre das doch coitus interruptus. Man muss halt nur schauen, woher Gold kommt. Der Dax ist historisch spottbillig und liegt sogar noch nominal unter seinem Allzeithoch, von Indexierung einmal ganz zu schweigen. Gold hat sich immer noch (nominal) vom Tief verfünffacht. Das macht die Relationen hoffentlich klar.
 
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Ich verstehe nicht warum man sich nicht Zeit lässt, erst mal den Pulverdampf verziehen lassen...eigenes Pulver trocken halten, soweit vorhanden.
Es gibt ganz unterschiedliche Gruppen von Marktteilnehmern.

Diejenigen die nun in die Goldläden rennen um zu kaufen, tun das wohl meistens aus Sorge um ihre Ersparnisse. Man traut dem Euro und den Banken nicht mehr. Da hat Zypern auch gerade wieder Öl ins Feuer gegossen. Aus dieser Gruppe haben anscheinend auch viele auf einen
solchen Rücksetzer gewartet.

Eine andere Gruppe handelt an den Terminbörsen.
Hier wird auf kurzfristige Preisänderungen spekuliert, (egal ob steigend oder fallend) hier liegt also eine völlig andere Motivation vor.
Außerdem wird hier mit Hebel auf Kredit spekuliert, so dass schon
bei relativ kleinen Bewegungen große Gewinne oder Verluste eintreten können. Bei so einer Preisbewegung wie jetzt bricht dort natürlich Panik
aus.

So entsteht das Paradox, dass auf der einen Seite Verkaufsdruck herrscht
während auf der anderen Seite rege Kauftätigkeit zu beobachten ist.

Die Handlungsgründe dieser Gruppen sind völlig unterschiedlich.
 
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Ich finde zwei Gedanken von Stanzl interessant. Wie er die Abartigkeit extremer Kursziele analytisch entlarvt und was er zu einer Bodenbildung sagt. In der Tat würde Gold bei $ 5000,- oder mehr doch wohl bedeuten, dass sich der Dollar pulverisieren würde. Schwer vorstellbar bei der Weltleitwährung, die fest in chinesischer Hand ist. Ein extremer Dollar-Crash wäre gleichbedeutend mit dem finanziellen Untergang Chinas, so dass China den Dollar stützen muss und wird, komme was da wolle. Mit den zeitlichen Anforderuingen an eine Bodenbildung dürfte er auch Recht haben. Stellen wir uns doch einfach einen x-beliebigen Börsencrash vor. Ich habe es weder erlebt noch davon gehört, dass die Börse oder eine bestimmte Aktie einbricht und ein paar Tage später wie an der Schnur wieder steigt. Warum soll das bei Gold anders sein? Weil einige Ideologen das Thema metapysisch oder gar religiös angehen? Wenn es nicht schleunigst einen Schub zurück über 1500,- $ gibt, wird der Markt über Wochen austesten, wo ein Level erreicht ist, wo Gold nicht mehr fällt, weil es da als günstig gilt. Vielleicht auch über Monate. Von daher wird man keine Eile haben müssen. Wenn Stanzl Recht mit den $ 1300,- (langfristiger Aufwärtstrend) hat, so dürfte doch eigentlich klar sein, dass einige den testen und auch brechen wollen, um dann richtig abzuräumen.

Was der Schreiber nicht anspricht, ist das sog. Sentiment. Es herrscht m.E. noch viel zu viel Optimismus, auch in diesem Forum. Eine Hausse wird aus der Depression heraus geboren. Also Leute, verkauft Euer Gold, jammert, das wären gute Zeichen. Solange die Masse der Goldinvestoren jetzt nachkauft, ist die Stimmung noch nicht wirklich im Keller. Dort sollte sie aber hin, wenn an die Aufwärtsbewegung angeknüpft werden soll.

Gut's Nächtle, Thomas
 
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wir sollten dieses Thema wieder aufgreifen.....:heul:
 

Golden-Lord

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Dann ist günstig nachkaufen angesagt und das zu Weihnachten, finde ich prima :) Denke der Absatz in China/Indien dürfte gerade wieder auf Hochtouren laufen.
 
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Ich finde immernoch, dass man einen Thread namens "Der Goldpreis steigt und fällt" bräuchte :). Das ist wie mit dem Hahn auf dem Mist.
 
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